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Mach deine Musik fit für die Zukunft

10 Tipps, wie du als Musiker den Überblick über deine Daten behältst

Tipps für Musiker und Bands von Lukas Böhnlein
veröffentlicht am 04.03.2015

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10 Tipps, wie du als Musiker den Überblick über deine Daten behältst

Wichtige Daten sollten am besten mehrfach gesichert werden. Für große Datenmengen sind dazu vor allem externe Festplatten geeignet. CDs, USB-Sticks und Speicherkarten haben eine sehr kleine Speicherkapazität. © Lukas Böhnlein

Wer einigermassen effizient Musik produzieren möchte, der braucht einen guten Überblick über seine Dateien. Und die sollen auch in zehn Jahren noch verfügbar sein. Die folgenden 10 Tipps unseres Autors können dir dabei helfen.

Backups machen

1. Sichere deine Daten mindestens auf einem weiteren Datenträger, zum Beispiel einer externen Festplatte. Mach dies unbedingt bevor du sie verschiebst oder veränderst, so dass du deine alte Struktur im Notfall wieder herstellen kannst.

2. Digitalisiere analoges Material, damit du es vor Beschädigung oder Verlust sichern kannst.

Clever abpeichern

Dateistruktur

Bild: So wie auf diesem Screenshot könnte die Ordnung für ein Musikprojekt aussehen.

3. Wenn du ein neues Dokument anlegst, ganz gleich ob ein Textdokument oder ein Projekt in deiner DAW, speichere als erstes das leere Dokument ab. Dann kannst du während oder nach dem Arbeiten immer schnell per Tastaturkürzel abspeichern und riskierst keinen Datenverlust.

4. Speichere Zwischenstände deines Projektes, sobald ein Arbeitsschritt zu Ende ist. So kannst du auf frühere Versionen zurückgreifen.

5. Und wo abspeichern?

  • Schaffe dir eine Struktur aus Ordnern und Unterordnern, die für deine Vorhaben am besten geeignet ist.
  • Sortiere deine Daten besser inhaltlich statt nach Dateiformat. Also nicht "Texte", "Audio", "Bilder", sondern alle Dateien, die zu einem Song gehören in einen Ordner. Dieser kann dann weiter untergliedert werden, z.B. In "DAW Dateien", "Audio Mixe", "Demoversionen", "Songtext"...

So findest du deine Daten nicht nur leicht: Falls du mit anderen Musikern Daten austauschen oder an einem anderen Computer arbeiten möchtest, kannst du so bequem den ganzen Songordner auf einen USB Stick ziehen und  "mitnehmen".

6. Vergib aussagekräftige Dateinamen. Ein halbes Jahr später weisst du nicht mehr, dass du das schnulzige Liebeslied unter "Lied001_neu2" abgespeichert hast.

  • Schreibe in den Dateinamen, wie dein Lied heißt. Falls es noch keinen Namen hat, vergib einen Arbeitstitel oder nenne wenigstens wichtige Merkmale.
  • Es bietet sich an dahinter zu schreiben, um welche Version deines Liedes es sich handelt, also was der letzte Arbeitsschritt war. Das Wort "neu" sollte in deinem Dateinamen nur vorkommen, wenn das Lied "neu" heißt.
  • Um zu sehen, welches die neueste Version ist kannst du das Datum an den Anfang des Dateinamens schreibst und zwar in der Form: JJMMTT.

7. Sichere Daten, die du beim Live-Spielen brauchst auf unterschiedlichen Daten- bzw. Tonträgern, zum Beispiel USB Stick, Festplatte und CD. Falls du Ableton Live o.ä. verwendest: Nimm zur Sicherheit ein Playback auf Audio-CD mit, das sollte überall laufen.

An alles gedacht?

8. Lege für neue Ideen eine Textdatei mit Notizen an. Auch bei fortgeschrittenen Projekten kannst du so wichtige Informationen hinterlegen, zum Beispiel Tonart, Tempo oder die Adresse der Gastmitmusiker.

9. Wenn du länger an einem Song arbeitest oder falls du vorhast einen Song später noch "richtig" abzumischen, dann musst du auch Hard- und Software sowie PlugIns aufheben, die du zum korrekten Öffnen und Bearbeiten brauchst. Sonst kannst du die Dateien vielleicht nicht mehr öffnen, oder es fehlen mindestens entscheidende Elemente, wie beispielsweise ein Effekt oder spezieller Sound.

10. Hardware kann kaputt gehen und verbraucht viel Platz in der Wohnung. Software läuft irgendwann nicht mehr auf deinem neuen Betriebssystem oder die Lizenz läuft aus. Gerade bei Musik-Projekten ist es deshalb sehr wichtig, die Daten so aufzubewahren, dass sie möglichst unabhängig von spezieller Hard- oder Software sind:

  • Speichere in einfachen Dateiformaten, die es voraussichtlich auch in 20 Jahren noch geben wird, zum Beispiel .txt oder .wav.
  • Exportiere die einzelnen Spuren deines DAW Projektes als einzelne Audiospuren, dann kannst du sie einfach in jede beliebige andere DAW importieren.
  • Exportiere die Spuren jeweils einmal bearbeitet und einmal roh, damit du den größten Spielraum für spätere Bearbeitungen hast.

Euer Feedback

Wie gehst du mit diesem trockenen Thema um? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren mit der Community!

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