ursprung des klangs

Ganz nah dran am Klang mit Sennheiser

Markennews veröffentlicht von Backstage PRO Team | 14.08.2012, 11:30

Ganz nah dran am Klang mit Sennheiser

Instrumentenhersteller Sonor, Bad Berleburg.,

Direkt am "Ursprung des Klangs" konnten Teilnehmer einer von Sennheiser, Neumann und Lawo/Innovason initiierten Seminar-Roadshow am 5. Juni 2012 die Entstehung, Aufnahme und Verarbeitung perkussiver Klänge im Werk eines renommierten Instrumentenherstellers erleben – Gastgeber war Sonor in Bad Berleburg.

Mitten im idyllischen Rothaargebirge ist Sonor beheimatet – einer der führenden Hersteller für Schlagzeuge, Marsch-, Percussion- und Orff-Instrumente. Gegründet wurde das Unternehmen mit dem weltbekannten Schlägel-Logo 1875 in Weißenfels an der Saale, wo der gelernte Drechsler und Weißgerber Johannes Link eine kleine Werkstatt zur Herstellung von Trommelfellen und einfachen Militärtrommeln einrichtete. Nach Ende des 2. Weltkriegs baute Otto Link gemeinsam mit seinem Sohn Horst eine moderne Fertigungsstätte in Bad Berleburg auf. Die Premiumartikel des umfangreichen Sonor-Sortiments werden hier bis heute mit viel handwerklichem Können von erfahrenen Fachkräften gefertigt.

Vom Rohstoff zum Instrument

Handwerkskunst beim Instrumentenbau.

Der Duft von vielerlei Hölzern unterschiedlicher Provenienz liegt in der Luft, als Sonor-Produktionsleiter Rainer Dreisbach die Seminarteilnehmer am Wareneingang des Werks begrüßt. Von hier begleitet der Rundgang den gesamten Fertigungsprozess, an dessen Ende eine wohlklingende Weltklassetrommel steht. Bis das formschöne, von einem dekorativen Furnier gezierte Prachtstück fachkundig für die Auslieferung gestimmt wird, hat es unter den wachsamen Augen eines qualitätsbewussten Teams eine Vielzahl von Prozessen durchlaufen: Das handverlesene Rohmaterial wurde geschnitten, geformt, geschliffen, gebeizt, lackiert, mit Hardware bestückt und schließlich mit Fellen bezogen. Bei jedem Arbeitsschritt gehen erfahrene Mitarbeiter akribisch ans Werk. Handwerkliches Können spielt bei den Premiumprodukten des Hauses eine immens wichtige Rolle, so dass trotz der räumlichen Ausdehnung des Produktionsgeländes von einer "Manufaktur" gesprochen werden darf. Mehr als 130 Jahre Erfahrung sowie eine ausgeprägte Liebe zum Detail resultieren in einzigartigen Instrumenten, die Musikerherzen höher schlagen lassen.

Den Abschluss des von zahlreichen interessierten Fragen begleiteten Rundgangs bildet ein Abstecher in das Sonor-Museum, in welchem die wechselvolle Geschichte des Unternehmens von der Gründung bis zur Jetztzeit nicht zuletzt in Form historischer Instrumente erlebbar wird. Auch das "teuerste Schlagzeug der Welt" mit vergoldeten Beschlagteilen und Hardware ist hier zu bestaunen.

Perkussive Klangvariationen

Beeindruckt von den frisch gewonnenen Einblicken begaben sich die Teilnehmer im Anschluss in den Sonor-Showroom, wo Schlagzeuger Stephan Emig demonstrierte, welche Klangvielfalt sich den von Sonor gefertigten Instrumenten entlocken lässt. Emig kann als Schlagzeuger auf umfangreiche internationale Erfahrungen verweisen und hat u.a. an der Los Angeles Music Academy studiert.

Schlagzeuger Stephan Emig.

In Bad Berleburg wusste Emig mit gekonnt gespielten Einlagen zu begeistern, wobei er insbesondere demonstrierte, wie unterschiedlich der Klang eines Schlaginstrumentes je nach Beschaffenheit des Schlägels und dessen Position beim Auftreffen sein kann. Besonders plakativ traten die Variationsmöglichkeiten bei einem beachtlich dimensionierten klingenden Stab (ein einzelner Hartholzstab eines Xylophons mit eigenem Resonanzkörper) zutage: Mit einem weichen Filzkopfklöppel angeschlagen, entfaltete sich ein sonorer Basston, der unmittelbar Assoziationen an einen akustischen Kontrabass hervorrief. Ein zum Vergleich herangezogener Schlägel mit harter Holzspitze zeitigte hingegen ein gänzlich anderes Klangbild, das zumindest beim alleine erklingenden Instrument weit weniger Charme entfaltete.

Den tontheoretischen Part zur Emigs praktischer Demonstration steuerte Diplom-Tonmeister Marcel Babazadeh bei, der aus dem Portfolio von Innovason eine "Eclipse GT"-Konsole nach Bad Berleburg mitgebracht hatte. Unter dem Motto "Vom Klang zum Sound" spielten sich Babazadeh und Emig verbal gekonnt die Bälle zu – die während des Vortrags mehrfach zum Ausdruck gebrachte Empfehlung, dass Tontechniker und Musiker zur Erzielung bestmöglicher Ergebnisse sowohl bei Live-Vorhaben als auch im Studiokontext mehr miteinander sprechen sollten, hatten beide Referenten offenkundig verinnerlicht.

Bei sämtlichen Ausführungen wurden sinnvolle Anregungen für die Arbeit der Seminarteilnehmer vermittelt. Die gelöste, beinahe familiär wirkende Atmosphäre im Showroom fand ihren Ausdruck in einer angeregten Diskussion zwischen Referenten und Gästen, welche in den Pausen sowie beim gemeinsamen Mittagessen in der Werkskantine lebhaft fortgeführt wurde.

Sounddesign & Klangregie

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen von Gastreferent Norbert Ommer. Der nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit Karlheinz Stockhausen bekannte Sound-Spezialist stellte seinen Vortrag unter die Oberbegriffe "Sounddesign" und "Klangregie" – beide Aspekte tragen im Genre der "Neuen Musik" dazu bei, zuvor ungekannte Hörumgebungen gemäß der Vorstellung des Komponisten zu schaffen.

Als Projektbeispiele waren u.a. Passagen aus Werken von Steve Reich und Heiner Goebbels zu vernehmen, aber auch eine Zappa-Interpretation des Ensemble Modern wurde detailliert erörtert. Besonderes Augenmerk widmete Ommer in seinen Ausführungen der Einbettung perkussiver Instrumente in den Gesamtklangkörper, wobei der erfahrene Tonmann herausstellte, dass "immer wieder individuelle Lösungen für die unterschiedlichsten akustischen und künstlerischen Aufgabenstellungen" gefunden werden müssen.

Perfekter Punch mit Sennheiser

Sennheiser e 900er Serie.

Aus dem Portfolio von Sennheiser waren in Bad Berleburg speziell für die Abnahme perkussiver Instrumente ausgelegte Mikrofone der e 900er-Serie zu erleben: Eine besonders "gute Figur" in der Bassdrum macht das Grenzflächenmodell e 901 mit Halb-Nierencharakteristik – die Bauform begünstigt eine optimale Positionierung des robusten Flachgehäuses. Eine Alternative kann das dynamische Modell e 902 darstellen, das mit einer nierenförmigen Richtcharakteristik sowie einer äußerst schnellen Ansprache zu punkten weiß. Für Toms und Snare bietet sich das e 904 an, dessen kompakte Bauform die Montage an den vorgenannten Instrumenten extrem erleichtert – die praktische Klammerhalterung macht die perfekte Positionierung zu einem Kinderspiel – ebenso eignet sich auch das e 906! Einen brillanten, lebendigen und angenehm klaren Beckenklang garantiert schließlich das Kondensatormikrofon e 914, welches dank dreistufig schaltbarer Vordämpfung selbst sehr hohe Schalldruckpegel problemlos verarbeiten kann.

Ties-Christian Gerdes, Geschäftsführer der Sennheiser Vertrieb und Service GmbH & Co. KG: "Nicht zuletzt dank des musikalischen Könnens von Stephan Emig war in Bad Berleburg zu erleben, wie variantenreich ein versierter Schlagzeuger sein Instrument zum Klingen bringt. Mithilfe der Mikrofone aus unserer e 900er-Serie lassen sich sämtliche perkussiven Klangnuancen in fein abgestufter Dynamik optimal einfangen. Seit mehr als 60 Jahren sind Mikrofone von Sennheiser ein Synonym für den perfekten Sound – wie bei Sonor ist unsere Leidenschaft für guten Klang in jedem unseren Produkte zu hören!"

Etappenziel erreicht!

Stefan Althoff, Geschäftsführer der Sonor GmbH & Co. KG, verabschiedete die Teilnehmer: "Wir danken allen Gästen, die uns heute in Bad Berleburg besucht haben. Es war ein interessanter Tag mit angeregten Gesprächen, und ich hoffe, dass jeder von Ihnen eine Vielzahl neuer Eindrücke gewinnen konnte, die für Ihre Arbeit als Audioprofis bereichernd sein können."

Die erste Etappe der Reise zum "Ursprung des Klangs“ wurde mit Bravour absolviert – interessante Gastgeber sowie hoch qualifizierte Referenten werden im September 2012 fraglos auch an den weiteren Stationen des bis dato einzigartigen Sound-Trips (www.ursprung-des-klangs.de) für bereichernde Erlebnisse sorgen!

Ursprung des Klangs – weitere Stationen:

17. September: Braunschweig, Schimmel
25. September: Hamburg, Schellong Osann
27. September: Berlin, Jazz Institut

Registriere dich, um einen Kommentar zu schreiben

X