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Trompeter, Labelbesitzer, Kurator, Booker

"Man muss sich für die Musik engagieren": Interview mit Jazz-Trompeter Thomas Siffling

Interview von Daniel Nagel
veröffentlicht am 13.09.2017

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"Man muss sich für die Musik engagieren": Interview mit Jazz-Trompeter Thomas Siffling

Thomas Siffling (2017). © Laura Carbone

Thomas Siffling ist nicht nur Jazz-Trompeter, sondern auch Labelbesitzer, Kurator und Booker. Wir sprachen mit ihm über seine vielfältigen Aktivitäten und die Notwendigkeit als Musiker die Wünsche des Publikums im Auge zu haben.

Backstage PRO: Thomas, dein neues Album "Flow" erinnert stilistisch sehr an die Miles Davis Alben der 1970er Jahre. Da du ein großer Bewunderer seiner Musik bist, ist das vermutlich kein Zufall. Kannst du uns das etwas näher erläutern?

Thomas Siffling: Selbstverständlich ist Miles Davis eine große Inspiration für mich, da er sich im Verlauf seiner jahrzehntelangen Karriere hinweg immer neu erfunden hat und dennoch mit seinem einzigartigen Sound stets erkennbar blieb. Er war stilprägend und stets publikumsorientiert – und so gelang es ihm, viele Menschen zu erreichen. Außerdem haben mich die norwegischen Sphären von Bugge Wesseltoft und die holprige, ungleichmäßige Note von Medeski Martin & Wood beeinflusst. In Kombination mit Miles Davis zählen sie zu meinen größten Inspirationsquellen.

"Ich wollte den nächsten Schritt in meiner Karriere machen"

Backstage PRO: Was hat dich zu deinem neuen Projekt bewogen?

Thomas Siffling: Ich bin circa 15 Jahre mit meinem Trio durch die Welt getourt. Wir waren zwar sehr erfolgreich, aber nach solch einer langen Zeit hat dann gegen Ende irgendwann einfach der letzte Kick gefehlt. Ich habe gemerkt, dass es einfach Zeit für was Neues ist. Auch wollte ich den nächsten Schritt in meiner Karriere machen und auch die großen Bühnen bespielen. Das hat mit dem Trio zumindest in Deutschland leider nicht geklappt. Wahrscheinlich war es der Tatsache geschuldet, dass die Konzertveranstalter kein Trio ohne Harmonieinstrumente auf die große Bühne holen wollten. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, Harmonieinstrumente wie Gitarre und Klavier wieder in meine Musik einzubauen.

Backstage PRO: Wie bist du bei der Umsetzung konkret vorgegangen?

Thomas Siffling: Wir haben sieben Titel für "Flow" aufgenommen. Diese habe ich dann zehn Fans, Freunden und Bekannten geschickt und sie gebeten, fünf Favoriten auszuwählen und ihrer Reihenfolge nach aufzulisten. Interessanterweise hat es der Lieblingssong meiner Band "Cosmic Showdown" kein einziges Mal in die Top 5 geschafft. Das verdeutlicht, wie sich die Meinung des Künstlers von der des Publikums unterscheiden kann. Wir wollen uns nicht nur kreativ ausleben, sondern mit unserer Musik auch viele Menschen ansprechen, denn es ist ein tolles Gefühl, auf großen Bühnen zu spielen und vom Publikum gefeiert zu werden. Ich bin zuversichtlich, dass es uns mit dem neuen Album gelingt, diesen Schritt zu machen.

"Live hingegen kann man den Leuten mehr zumuten"

Backstage PRO: Welche Erkenntnis hast du aus dem Experiment gezogen?

Thomas Siffling: Wir haben herausgefunden, dass es sich mit der Musik auf einem Album anders verhält als live auf der Bühne. Das Konzept des Albums besteht darin, das Gefühl eines meditativen Zustands einzufangen. Kurz vor dem Einschlafen spürt man, dass sich der ganze Körper entspannt und herunterfährt – diesen Zustand wollten wir einfangen. Live hingegen kann man viel mehr präsentieren und den Leuten auch mehr zumuten. Eine CD ist mehr ein Produkt zum Entdecken: Wenn man ein Album häufig hört, fallen einem kleine Nuancen auf, die man zuvor nicht wahrgenommen hat.

Backstage PRO: Die Melodien auf dem Album nehmen den Hörer an die Hand und führen ihn fast. Kannst du uns etwas dazu erzählen?

Thomas Siffling: Meine Melodieführung ist schon immer sehr nachvollziehbar und eingängig. Das ist meine Art, Musik zu schreiben. Ich möchte, dass die Melodie in den Köpfen bleibt und durch die Eingängigkeit können die Zuhörer diese dann im Optimalfall nachpfeifen oder nachsummen. Ich möchte die Leute mit meiner Musik berühren, sie sollen nach dem Konzert raus gehen und sagen: "Wow, das war ein geiler Abend, ich habe schöne Musik gehört und bin gut unterhalten worden."

"Man muss sich Gedanken darüber machen, welche Zielgruppe man mit seiner Musik ansprechen möchte und wie man diese erreichen kann"

Backstage PRO: Jazz ist natürlich eine Musik, die eine relativ kleine aber sehr leidenschaftliche Zielgruppe berührt. Wie schätzt du den Jazz-Markt im Jahr 2017 ein?

Thomas Siffling: In der Tat handelt es sich dabei mittlerweile um einen sehr kleinen Markt mit sehr leidenschaftlichen Fans. Ich bin der Meinung, dass wir Jazz-Musiker wieder lernen müssen, uns am Publikum und der Popmusik zu orientieren. Dann wird der Markt auch wieder sukzessiv größer. Jazz ist eine Musikrichtung, die umgänglich, nachvollziehbar und tanzbar ist und in der Lage ist, Leute mitzureißen. Man muss sich aber bewusst sein, was man vermitteln möchte und über die entsprechende Bühnenshow und Bühnenpräsenz verfügen. Im Juli sind wir bei DAS FEST in Karlsruhe aufgetreten und es ist uns gelungen, die 15.000 Zuschauer mitzureißen. Das zeigt, dass Jazz durchaus noch relevant ist.

Backstage PRO: Das bedeutet, dass du dir bei deiner Musikschaffung auch über dein Publikum Gedanken machst und dich in dessen Rolle hineinversetzt. Welche Rolle spielt dieser Perspektivwechsel für deine Arbeit als Musiker?

Thomas Siffling: Früher konnte man noch ausschließlich Künstler sein, da man von Beratern und Plattenlabels unterstützt wurde, die die Business-Seite komplett erledigten. Das ist heute jedoch anders. Der Markt hat sich verändert und als Musiker muss man sich Gedanken darüber machen, welche Zielgruppe man mit seiner Musik ansprechen möchte und wie man diese erreichen kann. Wenn man kein großes Plattenlabel oder einen Sponsoren an der Seite hat, ist es sonst fast unmöglich, im Musikbusiness erfolgreich zu sein.

"Ich muss über die Trends im Jazzgeschäft bestens informiert sein"

Backstage PRO: Du bist außerdem bei verschiedenen Reihen als Kurator tätig, beispielsweise bei Nightmoves im Nationaltheater Mannheim und Jazz x persönlich im SAP AppHaus in Heidelberg. Wie kamst du dazu, Jazz-Konzerte zu organisieren?

Thomas Siffling: Meine ersten Jazz-Konzerte habe ich im Café Prag in Mannheim veranstaltet, dessen Inhaber Adonis Malamos ein großer Jazzfan ist. An diesen Abenden stand ich selbst den ganzen Abend hinter der Theke und habe Bier ausgeschenkt. Diese Konzerte waren mit 80 Leuten immer ausverkauft und die Leute standen dicht gedrängt. Damals gab es am Nationaltheater schon eine Jazz-Reihe mit dem Schlagzeuger Raphael Haeger. Dieser wechselte dann zu den Berliner Philharmonikern und übergab die Leitung an mich. So kam ich zum Theater und daraus ergaben sich weitere Projekte, beispielsweise wurde David Maier, der Festivalleiter von "Worms: Jazz & Joy" auf mich aufmerksam. Genauso war es auch bei Jazz x persönlich in Heidelberg. Ich habe SAP-Gründer Klaus Tschira kennengelernt und er bot mir an, ein gemeinsames Projekt in die Welt zu rufen. Ich habe ihm mein Projekt vorgestellt, einen Businessplan geschickt und Jazz x persönlich war geboren.

Backstage PRO: Wie genau sieht dein Aufgabenbereich bei Worms: Jazz & Joy aus?

Thomas Siffling: Ich helfe Festivalchef David Maier bei seinen Entscheidungen, da ich auf Grund meines Jazzlabels bestens über die Trends im Jazzgeschäft informiert sein muss. Ich schlage Musiker und Bands vor, wir diskutieren und debattieren, aber letztlich entscheidet er, wer auftritt.

Backstage PRO: Ein Großteil der ca. 20.000 Besucher von Jazz & Joy besucht das Festival nicht unbedingt wegen des Jazz. Wie wirkt sich das auf deine Künstlerauswahl aus?

Thomas Siffling: 2016 war ich als künstlerischer Leiter für das Booking des Jazzville Festivals an der Ostsee zuständig. Dabei habe ich gelernt, worauf es beim Festival-Booking wirklich ankommt. Bands, die für ein Festival geschaffen sind, sollten über musikalische sowie auch künstlerische Ausstrahlung verfügen. Die Künstler, die ich für die große Bühne auf dem Weckerlingplatz bei Jazz & Joy buche, müssen ganz klar massenkompatibel sein. Das ist sehr wichtig, da wir die breite Masse gerne wieder für den Jazz begeistern wollen. Daher benötigen wir außergewöhnliche, authentische Jazz-Musik.

Backstage PRO: In der Rhein-Neckar-Region gibt es drei große und hochklassige Jazz-Festivals: Enjoy Jazz, Palatia Jazz und Worms: Jazz & Joy. Wie würdest du die Relevanz dieser Festivals deutschlandweit einordnen?

Thomas Siffling: Mit Berlin als Hauptstadt und Köln als Musikhochburg können wir schwer konkurrieren. Ich sehe die Metropolregion Rhein-Neckar im bundesweiten Vergleich jedoch kurz dahinter. Wir haben eine ausgedehnte Festivalstruktur, die sowohl größere als auch kleinere Festivals umfasst.

Backstage PRO: Welche Vorteile siehst du darin, als Jazz-Musiker in der Metropolregion Rhein-Neckar tätig zu sein? Wie sieht es mit dem Jazz-Nachwuchs in der Region aus?

Thomas Siffling: Neben den renommierten Festivals gibt es hier viele Clubs und Hallen, in denen Jazz gespielt wird. Außerdem werden Jazz-Musiker auch in Theatern engagiert. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Städte hier sehr nah aneinander liegen und man schnell herumreisen kann. Was den Jazz-Nachwuchs angeht, würde ich mir persönlich mehr junge, erstklassige Jazz-Musiker in der Region wünschen, die ihre eigenen Vorstellungen in die Musik miteinbringen, sie weiterentwickeln und prägen.

"Man darf sich keine Gelegenheit entgehen lassen"

Backstage PRO: Wie könnte man die Region für Jazz-Musiker interessanter machen?

Thomas Siffling: Ein bisschen mehr Vielseitigkeit und noch mehr Vollblut-Musiker wären durchaus erstrebenswert. Mit der Jazz Alliance versuchen wir, genau das zu erreichen. Wir wollen erreichen, dass sich mehr ambitionierte Musiker für ein Jazz-Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim einschreiben. Hier in der Region gibt es eine hohe Lebensqualität und eine gute Infrastruktur. Außerdem mangelt es nicht an Arbeitsmöglichkeiten.

Backstage PRO: Kannst du noch ein bisschen näher auf die Arbeit der Jazz Alliance eingehen?

Thomas Siffling: Die Jazz Alliance ist ein loser Zusammenschluss von Unternehmern, Musikern, Festivals, Labels, der Musikhochschule Mannheim, der Music Commission Mannheim und Veranstaltungssälen, der in seiner Gesamtheit die Jazz-Kompetenz der Region repräsentiert. Wir versuchen auf Messen, für unsere Region zu werben. So waren wir beispielsweise drei Jahre lang auf der Jazzahead in Bremen vertreten, der weltweit wichtigsten Messe im Bereich Jazz.

Backstage PRO: Welchen Ratschlag kannst du aufstrebenden Jazz-Musikern auf ihrem Weg zum Erfolg geben?

Thomas Siffling: Ich kann allen Musikern nur raten, jede Möglichkeit anzunehmen ein Projekt zu verwirklichen, von dem er das Gefühl hat, dass es sie weiter bringt. Nur so kann man erfolgreich werden. Man darf sich – selbst bei einem strammen Zeitplan – keine Gelegenheit entgehen lassen. Speziell in der Jazz-Szene bin ich der Meinung, dass alle Musiker gemeinsam an der gesellschaftlichen Relevanz arbeiten sollten. Man kann nicht immer nur nehmen wollen, sondern muss auch bereit sein, sich für die Musik zu engagieren.

Backstage PRO: Ich entnehme deiner Antwort, dass es einfach wichtig ist, selbst aktiv zu werden. Und das Kuratieren scheint für dich auch lukrativ zu sein.

Thomas Siffling: Wenn man selbst aktiv ist und sich zum Beispiel bei der IG Jazz beim Booking engagiert oder selbst eine Konzertreihe ins Leben ruft, dann werden sich auch andere Türen öffnen, sei es auch nur die geistige Tür, die einem Zutritt zur anderen Seite verschafft. Damit sind wir wieder beim Perspektivenwechsel. Keine Frage, das Kuratieren stellt eine sehr angenehme Art dar, Geld zu verdienen. Man ist sein eigener Herr und wird dafür bezahlt, kreativ zu sein. Gleichzeitig vermittelt man Auftritte von Kollegen.

Backstage PRO: Das heißt also, man kann sich in der Branche sowohl beliebt als auch unbeliebt machen? (lacht)

Thomas Siffling: Auch das ist möglich (lacht). Viele meiner Kollegen sind leider nicht in der Lage, das zu trennen, d.h. sie sehen immer nur das Gesamtpaket. Wenn ich einer Band fünf Mal keinen Gig gebe, aus welchen Gründen auch immer, dann bin ich bei der Band unten durch, sowohl als Booker als auch als Musiker. Wenn sich diese Band aber auch die andere Seite angeschaut hätte, dann wüsste sie, dass man beides trennen muss.

"Es ist eine Mischkalkulation"

Backstage PRO: Du bist auch Labelchef deines eigenen Labels JAZZNARTS RECORDS. Wie kam es dazu?

Thomas Siffling: Ich habe an der Musikhochschule in Mannheim studiert und wurde dann vom renommierten Alto-Sax-Spieler Fritz Münzer unterstützt und gefördert. Er besaß gemeinsam mit dem Pianisten Wolfgang Lauth einen Musikverlag und Fritz wollte immer, dass ich den Verlag übernehme. Irgendwann habe ich unter der Voraussetzung zugestimmt, dass wir ein Plattenlabel gründen. So gründete ich im Jahr 2000 gemeinsam mit ihm und Olaf Schönborn JAZZNARTS RECORDS. Obwohl ich eigentlich nur Musik machen wollte, kam ich so auch auf die Business-Schiene

Backstage PRO: Kann man denn heutzutage mit einem Jazzlabel noch Geld verdienen?

Thomas Siffling: Nein. Für kleinere Labels, wie wir es sind, ist es schlicht unmöglich. Bei mir hängt viel Herzblut an der Sache, denn für mich hat alles mit diesem Label angefangen. Mittlerweile veröffentlichen wir einfach nicht mehr so viel wie früher. Wir bringen nur noch Sachen heraus, die meiner Meinung nach über großes Potential verfügen.

Backstage PRO: Die Entwicklung geht also in die Richtung, dass die Live-Musik immer wichtiger wird und dass das "Event" sozusagen das Produkt überragt?

Thomas Siffling: Ja, diese Entwicklung findet man auch bei uns. Bei mir vermischt sich natürlich sehr viel, mein Büro arbeitet für mich, sei es nun für die neue Platte als Label oder für mich als Kurator. Daher ist das eine Mischkalkulation. Im Endeffekt müssten wir eigentlich eine Booking-Agentur mit angeschlossenem Label sein, das wäre lukrativer.

Backstage PRO: Warum machst du das nicht?

Thomas Siffling: Das Booking ist aufgrund des überfüllten Marktes und der oft doch veralteten Besitzerstruktur von Jazzclubs ein sehr komplexes Thema, daher ist ein wirtschaftlicher Ertrag nicht vorhanden. Beim Booking für Jazzclubgagen müsste man 80 Prozent Provision nehmen, damit sich das einigermaßen lohnt. Das führt mich wieder zu meiner Aussage zurück, dass man heutzutage als Musiker alles alleine stemmen muss, das ist leider so.

Backstage PRO: In der Jazz-Szene trifft das sicherlich zu, aber als kleiner Pop-Musiker hat man mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Diese Problematik lässt sich also auch auf die kleinen Bands im Pop-Genre übertragen. Was meinst du dazu?

Thomas Siffling: Als kleiner Pop-Musiker hat man genau die gleiche Problematik, da stimme ich dir zu. Dennoch hat man als Pop-Musiker irgendwann die Chance, durchzustarten. Irgendwann kann es sein, dass man den Puls der Zeit trifft und die große Karriere beginnt. Dann gehen die Gagen so hoch, dass es Sinn macht, eine Booking-Agentur zu engagieren. Somit werden mehr Medien aufmerksam, weil so ein größerer Markt geschaffen wird. Auf Grund des kleinen Marktes ist das mit Jazz sehr viel schwieriger. Unsere Endkunden, die letztendlich eine CD kaufen oder ein Konzert besuchen, lesen nur zum kleinen Teil Fachmagazine. Sie lesen die Süddeutsche, FAZ, Stern, ZEIT oder Spiegel und dort sind wir wenig präsent. Das ist unser Problem und unsere Aufgabe besteht darin, herauszufinden, wie wir diese Leute erreichen.

"Es wäre gut, wir hätten eine deutschlandweite Clubstruktur"

Backstage PRO: Ok, aber im Rahmen von Festivals wie Jazz & Joy erreicht man diese Hörer dann doch, oder?

Thomas Siffling: Genau, im Rahmen von Festivals gelingt das dann. Da sind wir dann wieder beim Event-Charakter. Sobald man ein Event-Charakter oder eben ein Festival schafft, dann gehen die Leute dorthin. Sei es nun, weil man einfach das Event genießen will oder nach dem guten alten Motto "sehen und gesehen werden". Das müssen wir als Jazzer noch lernen. Daher wäre es gut, wir hätten eine deutschlandweite Clubstruktur, die auch diese Leute miteinbezieht. Dadurch hätten alle Leute, die gern ins Theater gehen, einen adäquaten Jazz-Club in der Stadt oder könnten Jazz-Konzerte im Theater besuchen.

Backstage PRO: Bald seid ihr mit "Flow" auf Clubtour. Kannst du uns etwas mehr darüber erzählen?

Thomas Siffling: Ja, gerne. Das Konzert in der Alten Feuerwache in Mannheim am 27. September 2017 stellt den Auftakt unserer Clubtour dar. Interessanterweise muss ich hier sagen, dass wir auf der Clubtour bestimmt andere Songs spielen werden als auf den Open Air Shows. In einem Club hat man einen intimen und vor allem geschlossenen Rahmen. Bei einem Open Air auf einer großen Bühne muss man mehr Dampf machen, während man in einem Club eher die fragilen Stücke aufführen kann. Darauf freue ich mich schon sehr.

Backstage PRO: Herzlichen Dank für das Gespräch!

Unternehmen

Worms: Jazz & Joy

Veranstalter in 67547 Worms

Artists

Thomas Siffling Trio

electronic and acoustic groove jazz aus Mannheim

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