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Playlists scheinen das Format der Zukunft zu sein

Neue Zahlen der BPI: Wer kauft eigentlich noch Alben?

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 30.05.2017

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Neue Zahlen der BPI: Wer kauft eigentlich noch Alben?

Die Zahlen der BPI zeigen: Mit Ausnahme von Vinyl sinken die Albenverkäufe in jedem Medium. © British Phonographic Industry

Im ihrem Jahrbuch stellt die British Phonographic Industry (BPI) den Zustand der Musikindustrie 2016 im Vereinigten Königreich dar. Dabei zeichnet sich ab, dass das Album-Format langsam aber sicher an Bedeutung verliert.

Dass sich 2016 auch im Vereinigten Königreich, immerhin dem drittgrößten Musikmarkt der Welt, alles um das Thema Streaming drehte, dürfte wenig verwunderlich sein. In keiner nationalen oder internationalen Statistik durfte dieses Thema fehlen.

Wird das Album uninteressant?

Die Statistiken der BPI (hier zu erwerben) zeigen jedoch einen weiteren, interessanten Trend, den das Musik-Streaming mit sich bringt: Das Album-Format scheint immer weiter an Bedeutung zu verlieren.

Neben den immer stärker einbrechenden CD-Verkäufen (-11,7% im Vergleich um Vorjahr) verlieren Alben auch im digitalen Bereich immer stärker an Relevanz (-29,6%). Einzig der Verkauf von Vinyl hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt (+52,6%). Insgesamt bedeutet dies jedoch einen Einbruch der Alben-Verkäufe um knapp 16%.

Weiterhin steigt der Anteil, den Musik-Singles an den Charts haben, kontinuierlich an (85,7% Ende 2016), während Alben im Verlauf des Jahres von ihrem Peak (43,1%) auf nur 23% im Dezember 2016 gesunken sind.

Neue Kontexte im Vordergrund

Eine Erklärung für diesen Rückgang der Albenverkäufe ist womöglich, dass sich die Kontexte, in denen Menschen Musik hören, verändern (siehe auch unser Interview mit Ryan Rauscher von Sony zum Thema "Digitales Musikmarketing").

Statt Musik im vorgegebenen Alben-Format zu hören, ermöglichen Streaming-Dienste es mit ihrer gigantischen Auswahl, beliebige Songs zu hören und zwischen ihnen hin und her zu wechseln. Der Alben-Kontext wird bei dieser allgemeinen Verfügbarkeit von Musik immer unbedeutender.

So kommt es nicht von ungefähr, dass Streaming-Dienste wie Spotify sich gerade mit Features wie speziell kuratierten oder automatisch generierten Playlists darum bemühen, neue Kontexte abseits des Albums zu schaffen, in denen Musik gehört wird. Ob dies von Erfolg gekrönt sein wird, bleibt offen – fest steht laut den Zahlen der BPI, dass zumindest im Moment Streaming Nutzer hauptsächlich ihre eigenen Playlists hören (61%). 

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