Mit Matilda veröffentlicht der italienische Musiker Sergio Gelsomino sein zweites Studioalbum – eine Sammlung fein gearbeiteter Stücke, in denen sich klassische Farben, poetischer Folk und ein Hauch Rock zu einem unverwechselbaren Stil verweben: Gelsominos ganz eigene Handschrift, die er selbst „BaRock“ nennt.
Zwölf Kompositionen erzählen von Liebe, Erinnerungen, Einsamkeit und innerer Bewegung – manchmal zart und kontemplativ, manchmal lebendig und kraftvoll. Der instrumentale Titeltrack „Matilda“ bildet das emotionale Zentrumdes Albums: Flöte und Klavier verschmelzen zu einem fragilen, fast schwebenden Klangbild. In „Ninfea“ wird die Musik sinfonisch – eine vielschichtige, liebevoll orchestrierte Ballade. „Stelle della terra“ schenkt jenen Beachtung, die oft übersehen werden – ein Lied mit sanfter Dringlichkeit.
„Vetri“, schlicht gehalten mit Gitarre, Gesang und Mundharmonika, erinnert an die rohe Ehrlichkeit großer Cantautori. Lieder wie „Helga“, „Dove sei“ oder „Miele speziato“ bewegen sich zwischen persönlicher Reflexion und melodischer Klarheit – voll feiner Zwischentöne. Und dann ist da noch „Torino“: nostalgisch, melancholisch, inspirierend – getragen von rockiger Energie, die nicht aufrüttelt, sondern trägt.
Matilda ist kein lautes Album – aber eines, das bleibt. Es erzählt Geschichten, ohne viele Worte zu brauchen, und lädt dazu ein, sich für einen Moment treiben zu lassen – zwischen Klang, Gefühl und Erinnerung.
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