Am 17. Oktober 2025 erscheint nach der EP Stonebourne (2018) und dem Album Squirrels on a Plane (2020) mit einigem Abstand das dritte Studiowerk der Nürnberger Übergrunger
Stonebourne, die uns auf dem Cover direkt auƯordern, dem Plattenteller einen kräftigen
Rückwärts-Spin zu geben. Welche Botschaft versteckt sich also im neuen Longplayer?
Schon dem Vorgänger attestierte die Presse den formvollendeten Zeitsprung in die
Neunziger (Rock Hard Magazin), die Jungs aus Franken richten sich mit ihrem Sound jedoch nicht einfach in der Mottenkiste des Grunge gemütlich ein, sondern geben dem Ganzen ein zeitgemäßes Update und drehen die Scheibe ordentlich weiter Richtung heute.
Der Kenner wird die Reminiszenzen an die Größen der Ära wie Alice In Chains, Pearl Jam,
Soundgarden oder Stone Temple Pilots natürlich sofort entdecken, der kompromisslose und heavy Über-Grunge der vier Musiker aus Nürnberg bleibt aber auch diesmal nicht an den Toren Seattles stehen, sondern durchbricht die Grenzen des Genres mit eigenständigem Sound getragen von drängenden GitarrenriƯs und beseelten Doppelvocals.
Im Vergleich mit dem Vorgängeralbum fällt auf, dass Play This Record Backwards
melancholischer und düsterer daherkommt, mit mehr Schwere, aber auch Tiefe. Dabei gelingt es Sänger und Gitarrist Sven Kartscher mit seinen einprägsamen Hooklines den Zuhörer tief in seine melancholische Gedankenwelt zu ziehen, die auf dem dunkel groovenden Fundament der treibenden Basslinien von Dierk von Tesmar und dem druckvollen Schlagwerk von Heinz Salomon errichtet ist. In diese emotionale Soundlandschaft zimmert Lead-Gitarrist Peter Loy mal heavy RiƯs, mal verspielte Soli voller düstersüßer Harmonien.
Irgendwo zwischen Seattle und Franken dreht sich auf dem Plattenteller ein Album, das lebt und tief atmet, voller roher Intensität und Seele. Grunge ist nicht tot! Hier kommt der Über-Grunge aus Nürnberg.
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