Instrumente für Anfänger
Aus dem t.blog: 10 der am schwierigsten zu lernenden Instrumente
© Corey Young via unsplash.com
Letztlich bleibt eine Einordnung des Schwierigkeitsgrads eine Frage der Perspektive, der dafür herangezogenen Kriterien, der Songauswahl und schlussendlich des Ziels.
Klar, bei manchen Musikinstrumenten wie dem Klavier, der Mundharmonika oder dem Schlagzeug, ist es relativ simpel, die ersten Töne zu spielen. Doch spätestens mit Spieltechniken für Fortgeschrittene wird es hochkomplex; ein Ende des musikalischen Horizonts glücklicherweise nicht absehbar.
Der Unterschied zwischen lernen und meistern
Tatsache bleibt, dass es Instrumente gibt, bei denen es länger dauert, ihnen kontrollierte Töne oder überhaupt Töne zu entlocken. Auch solche, bei denen erst die körperlichen Voraussetzungen und Fähigkeiten geschaffen werden müssen.
Aber exakt das macht ja die "Faszination Musik" aus. Zwischen Lernen und Meistern liegen Welten. Schauen wir auf ein paar Kandidaten, die gefühlt schwerer erlernbar sind.
1. Oboe – Herausforderungen des Doppelrohrblatts
Die Oboe liefert wunderschöne Klänge, wenn sie denn beherrscht wird. Dabei ist es schon hochgradig herausfordernd, überhaupt die ersten Töne auf dem Holzblasinstrument zu spielen.
Zu den Besonderheiten zählt, dass die Tonerzeugung über ein Doppelrohrblatt erfolgt: zwei aufeinander schwingende Holzplättchen. Wie ein Luftballon verlangt die Oboe nach reichlich Luft, Druck und vernünftiger Atemtechnik. Mit der guten Portion Durchhaltevermögen und einer vernünftigen Ausbildung schaffst du das!
2. Waldhorn – für die großen Emotionen
Auch das Waldhorn gehört zweifellos zu den anspruchsvollen Blasinstrumenten. Das Horn zeichnet sich durch ein langes Rohr bei zugleich enger Mensur aus, was die Kontrolle der Töne maßgeblich erschwert. Auch für erfahrene Hornisten ist die stimmige Intonation oftmals schwierig.
Hinzu kommen Techniken wie das Stopfen mit der rechten Hand. Aber es lohnt sich und weshalb solltest du das nicht hinbekommen, immerhin ist das Waldhorn das Instrument der großen Emotionen.
3. Geige
Die Violine zählt zu den beliebtesten klassischen Instrumenten, obschon sie zu den eher schwierig zu erlernenden gehört. Nichts ist unmöglich und Kids können sehr frühzeitig auf der Geige beginnen und im Laufe der Zeit mit dem Instrument zu verschmelzen.
Bis Einsteiger jedoch von anfangs quietschend kratzigen und auch immer wieder schiefen Tönen zu dem gewünscht schönen Klang kommen, kann es durchaus ein bis zwei Jahre dauern. Und das ist erst der Anfang. Nicht verzagen, durchhalten! Immer entspannt bleiben; die Zeit spielt dir in die Violinisten-Hände.
4. Harfe
Nicht umsonst gehört die Harfe – insbesondere in der Ausführung als Pedalharfe – zu den wohl am schwierigsten erlernbaren Instrumenten. Zunächst ist das Instrument groß und mit reichlich Saiten bestückt, die beidhändig gezupft werden.
Darüber hinaus gibt es je nach Art des Instruments bis zu sieben Pedale, mit denen die Tonhöhe der Saiten während des Spielens verändert wird: Hohe Koordinationsanforderungen für zauberhafte Klänge! Verstehe es als Challenge; was andere können, kannst du auch!
5. Orgel – für musikalische Artisten
Das menschliche Gehirn hat Schwierigkeiten die Hand- bzw. Finger- und Fußbewegungen zeitgleich miteinander zu koordinieren. Das ist ein Kunststück, das bei Orgel, Pfeifenorgel, Sakralorgel und Co. wie beim Schlagzeug lange trainiert werden muss.
Während die Hände für die Manuale, Register und Sounds zuständig sind, kümmern die Füße sich um die Tasten-Pedale im Bass, sodass die epochalen Klänge verwoben werden. Und ja, das ist nicht einfach, aber wirklich beeindruckend. Kunst kommt von "können"; Schritt für Schritt erarbeitest du dir dein Terrain.
6. Schlagzeug
Ebenso steht die unabhängige Koordination der Gliedmaßen beim Schlagzeug-Spielen im Mittelpunkt. Die Rede ist davon, dass Arme und Füße autark arbeiten und die linke und rechte Gehirnhälfte voneinander getrennt werden müssen.
Drummer dürfen während des Songs gar nicht mehr nachdenken. Der erste simple Vierteltakt ist leicht eingeübt, aber bis das Ganze mit den filigranen Spieltechniken wirklich groovt, sind mit Sicherheit etliche Sticks und Felle durchgespielt. Mit konsequentem Üben entwickelst du dich zum rhythmischen Multitasker.
7. Dudelsack
Der Dudelsack ist der Schwierigkeitsklassiker, wenn es um die körperlichen Herausforderungen geht. Ob Great Highland Bagpipe, Smallpipe, Borderpipe oder Hümmelchen, die benötigte Luft beim Spielen ist enorm.
Und während man kontinuierlich hineinbläst, muss die zeitgleich mit dem Arm wieder herausgepumpt werden. Dennoch: Dudelsack kann jeder lernen, der genug Ausdauer, Fleiß und Geduld mitbringt.
8. Sitar – indische Kultur inklusive
Die typisch schnarrende, obertonreiche Klang der Sitar hat für unsere westlichen Ohren seinen ganz eigenen Reiz. Die Schwierigkeit des Instrumentes beschränkt sich nicht nur auf die Melodie-, Bordun- und Resonanzsaiten und die ungewöhnliche Spielweise.
Vielmehr muss man für das authentische Spiel auch tief in alle Facetten der indischen Kultur und klassisch-indischen Raga-Musik eintauchen. Eine spannende und unbedingt lohnenswerte Reise, bei der deine Inspiration dein größter Helfer ist.
9. Gitarre – grenzenlos
Immer wieder wird die Gitarre genannt, wenn es um "einfach zu lernende" Instrumente geht. Und sicherlich gehört zu ihren Vorzügen, dass die ersten Töne, Akkorde und Liedbegleitungen motivierend schnell spielbar sind; selbst wenn die Fingerkuppen schmerzen.
Vergessen wird leider, wie lang der Weg bis zu den abgefahrenen Soli im Heavy Metal, Improvisationen im Blues, Fingerstyle-Passagen im Crossover und niemals vergessenen Licks ist. Ein Ende beim Lernen gibt es nicht; die Gitarre ist grenzenlos. Wenn man über die Gitarre sagt, sie sei einfach zu lernen, ist sie beleidigt. Sie muss ja nicht wissen, dass du das anders siehst.
10. Die menschliche Stimme
Auch die Stimme ist bekanntlich ein Instrument. Einfach durch die Gegend zu grölen wie auf Malle oder im Fußballstadion, ist kein Problem. Das hat aber mit Gesang herzlich wenig zu tun.
Von absoluten Naturtalenten abgesehen, muss gerade die Gesangsstimme über Jahre hinweg ausgebildet und geformt werden, damit keine körperlichen Schäden durch falsche Technik entstehen, das Publikum mit staunenden Augen applaudiert und Autotune nicht übertrieben wird. Der Vorteil: Deine Stimme hast du jederzeit dabei. Du kannst singen, wann und wo es dir passt.?
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