Programm des Branchentreffens veröffentlicht
Music Summit 2025 in Mainz legt Fokus auf KI, Innovation und die Zukunft von Festivals
Music Summit. © Annegret Hirschmann
Die diesjährige Ausgabe des Music Summits legt den Fokus auf die Chancen und Herausforderungen, die digitale Technologien und Künstliche Intelligenz für die Musikwirtschaft mit sich bringen.
Gleichzeitig rückt die Bedeutung von Festivals, von Großevents bis zu kleinen, ehrenamtlich getragenen Projekten, für die kulturelle Landschaft in Rheinland-Pfalz in den Vordergrund.
Neue Technologien verändern die Musikwelt
Die Musikbranche befindet sich im Umbruch: Innovation, neue Technologien und Geschäftsmodelle verändern grundlegend, wie Musik produziert, erlebt und vermarktet wird. Künstliche Intelligenz steht exemplarisch für diese Transformation und bietet den Aktuer:innen neue Möglichkeiten für die Zukunft.
In einer Keynote gibt Agnes Chung, Mitgründerin des KI-Start-Ups musicube und Senior Director für AI & Search bei songtradr, konkrete Impulse für kreative Transformation und Zukunftssicherung.
Digitale Tools und Selbstbestimmung in der Musikwirtschaft
Ein weiterer Programmpunkt ist das Panel mit Steffi Kim, strategische Beraterin und Music Executive, die auf über 25 Jahre Erfahrung in der Zusammenarbeit mit internationalen Künstler:innen wie Paul McCartney, Arctic Monkeys, Pink Floyd oder BTS zurückblickt. Sie beleuchtet die Veränderungen in der Musikindustrie.
Während früher große Labels und Studios den Markt bestimmten, eröffnen digitale Tools heute neue Wege für unabhängige Künstler:innen, vom eigenen Release bis zur weltweiten Vermarktung. Gleichzeitig steigt aber auch die Verantwortung und Anforderungen an Kreative.
Lokale Festivals im Fokus
Neben den internationalen Entwicklungen stehen in Mainz auch lokale Festivals im Fokus. Während Großevents wie Rock am Ring und Nature One die Szene prägen, tragen zahlreiche kleinere Festivals in Rheinland-Pfalz die Musiklandschaft vor allem durch ehrenamtliches Engagement.
Am Samstag des Music Summits diskutieren Veranstaltende der Nature One, der Kulturkarawane Trier oder des Kinetts in Kusel mit Vertretern der LiveKomm über die besonderen sozialen und strukturellen Bedingungen für Club- und Festivalkultur auf dem Land. Dabei geht es um die Rolle von Ehrenamt, innovativen Förderstrukturen und dem wachsenden Bedarf an der Vernetzung zwischen Kommunen, Kulturinitiativen und Veranstaltenden.
Ein anschließendes Panel wirft den Blick auf die Zukunft von Festivals. Hier sprechen unter anderem Rike van Kleef (Autorin/Faemm Club), Ron Paustian (Inklusion muss laut sein) und Vertreter:innen des lokalen Tech-Unternehmens Niftee über Konzepte und Innovationen, die die Festivalbranche in den kommenden Jahren prägen werden.
Musik als gesellschaftliche Verantwortung
In einem Paneltalk kommen unter anderem die Musikerinnen und Aktivistinnen Sookee und Diana Ezerex sowie Norman Schäfer vom rheinland-pfälzischen Festival "Auf Anfang" in Auen zusammen.
Sie bringen ihre Perspektiven ein, um politisches Engagement in der Musikwirtschaft zu beleuchten und Wege zu finden, es nachhaltig zu stärken. Gemeinsam diskutieren sie, wie Musik als starkes Instrument gesellschaftlicher Verantwortung wirkt und wie die Branche ihre Stimme effektiv nutzt.
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