Erstes Biopic mit mehr als einer Milliarde Dollar Box Office
Vom Kinohit zum Katalog-Boom: Jackson-Biopic "Michael" setzt neuen Milliarden-Meilenstein
MJ – Das Michael Jackson Musical. © Matthew Murphy/Stage Entertainment
Das Biopic "Michael" hat einen neuen Rekord aufgestellt. Knapp drei Monate nach dem Kinostart überschritt der Film die Marke von einer Milliarde Dollar weltweiten Box-Office-Einnahmen. Insgesamt erzielte die Produktion 1,001 Milliarden Dollar, davon 371,8 Millionen Dollar in Nordamerika und 629,8 Millionen Dollar auf internationalen Märkten.
Damit ist "Michael" laut Variety die erfolgreichste Filmbiografie über eine reale Person. Bereits kurz nach dem Kinostart hatte der Film einen weiteren Rekord gebrochen und "Straight Outta Compton" als erfolgreichstes Musik-Biopic beim Eröffnungswochenende überholt.
Erfolgreichster Lionsgate Film
Im Mittelpunkt des Films steht Michael Jacksons Karriere und sein Leben als einer der erfolgreichsten Musiker aller Zeiten. Die Hauptrolle übernimmt sein Neffe Jaafar Jackson, der den Künstler auf der Leinwand darstellt.
Für das Studio Lionsgate bedeutet der Erfolg einen weiteren Meilenstein und übertrifft damit den bisherigen Rekordhalter „Die Tribute von Panem – Catching Fire“ aus dem Jahr 2013, der weltweit 865 Millionen Dollar einbrachte.
Im Kinojahr 2026 gehört der Film ebenfalls zu einer der erfolgreichsten Produktionen. Nur "The Super Mario Galaxy Movie" konnte bislang mit einem Umsatz von rund 1,008 Milliarden Dollar noch etwas mehr einnehmen.
Biopics als Wachstumsmotor für den Musikkatalog
Der wirtschaftliche Erfolg des Films endet jedoch nicht an den Kinokassen. Musik-Biopics gelten inzwischen als einer der stärksten Wachstumstreiber für die Verwertung bestehender Musikkataloge. Sie sorgen dafür, dass Songs und Alben auch Jahrzehnte nach ihrer Veröffentlichung ein neues Publikum erreichen und zusätzliche Einnahmen über Streaming, Downloads, Vinyl-Verkäufe und Synchronisationslizenzen generieren.
Auch bei Michael Jackson zeigt sich dieser Effekt deutlich. Nach dem Kinostart stiegen die Streamingzahlen seines gesamten Katalogs spürbar an. Besonders Klassiker wie "Billie Jean", "Beat It" und "Smooth Criminal" verzeichneten weltweit starke Zuwächse und kehrten in zahlreichen Ländern in die Streaming- und Download-Charts zurück.
Auch die Alben "Thriller" und "Bad" konnten sich erneut in den Charts platzieren. Unterdessen erreichte Michael Jackson auf Spotify mit rund 105 Millionen monatlichen Hörer*innen einen neuen Höchstwert.
Zusätzliche Einnahmen für Rechteinhaber
Von diesem Effekt profitieren letztendlich auch Rechteinhaber*innen der Aufnahmen und Kompositionen. Jeder zusätzliche Stream erhöht die Erlöse aus Master- und Publishing-Rechten. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach physischen Tonträgern, Merchandise-Artikeln und Lizenzierungen für Werbung, Film und TV-Produktionen.
Für den Nachlass von Michael Jackson und die beteiligten Musikunternehmen entwickelt sich das Biopic damit zu weit mehr als einem erfolgreichen Kinofilm. Es stärkt den langfristigen Markenwert des Künstlers und sorgt dafür, dass sein musikalisches Werk einer neuen Generation von Hörer*innen nähergebracht wird.
Biopics bleiben ein Erfolgsmodell der Musikindustrie
Der Erfolg von "Michael" unterstreicht den Stellenwert von Musik-Biografien als Geschäftsmodell. Bereits Produktionen wie "Bohemian Rhapsody", "Rocketman", "Elvis" oder "Straight Outta Compton" führten zu deutlichen Anstiegen bei Streamingzahlen und Albumverkäufen der porträtierten Künstler. Mit dem Milliarden-Erfolg von "Michael" dürfte sich dieser Trend weiter verstärken und das Interesse der Film- und Musikbranche an hochwertigen Künstlerbiografien zusätzlich befeuern.