Social-Media ist kein Ersatz

10 Gründe, warum deine Band eine eigene Webseite braucht

veröffentlicht von Patrick Unrath am 08.07.2014, 15:24

Tags: Webseite Social Media Bands Facebook

10 Gründe, warum deine Band eine eigene Webseite braucht

Tipps rund um eure Webseiten, für die Social Media kein kompletter Ersatz ist, © iStock

Das Web hat unsere Kommunikation durch seine Social-Media-Kanäle maßgeblich verändert. Künstler stehen in direktem Austausch mit ihren Fans, Kontakte knüpfen war noch nie so einfach wie heutzutage. Warum ihr dennoch nicht auf eine eigene Webseite verzichten solltet, erläutern wir in diesem Artikel.

Social Media über alles: in Zeiten von Facebook und Co. taucht bei Musikern und Bands immer wieder die Frage nach dem Nutzen der eigenen Webseite auf. Lohnt es sich überhaupt noch, Zeit und womöglich auch Geld in den Aufbau und die Pflege einer Homepage zu stecken? Schließlich gibt es für jede Art Content – seien es Bilder, Musik, Videos oder Text-Nachrichten – scheinbar den passenden Kanal.

Außerdem: findet das virtuelle Leben nicht sowieso nur noch in den sozialen Netzwerken statt? Wieso im weiten Web nach Informationen, Kontakten oder reiner Unterhaltung suchen, wenn ich alles gebündelt auf einer einzigen Plattform finde? Eine nicht ganz unberechtige Frage, die die Unsicherheit in der Musikerszene erklärt.

Eure virtuelle Visitenkarte

Dass der Stellenwert einer eigenen Webseite noch immer hoch ist, zeigt das Feedback der Backstage PRO-Nutzer auf den Newsfeed-Post "Wie wichtig ist die eigene Webseite?" von Community-Managerin Regina.

  • "Eine Website [...] ist die Visitenkarte für den Künstler", wie es der Sänger Peter Reimer zusammenfasst. Viel mehr noch ist sie "gleichzusetzen mit einem Lebenslauf", so Schlagzeuger Paul Künstler.

Es finden sich mindestens noch die folgenden neun weiteren Gründe, die für eine eigene Homepage sprechen…

Sammelstelle, Identitätsstifter und ein dauerhaftes Zuhause

  • Alle Kanäle, jeglicher Form und jeglichen Inhalts, laufen hier zusammen. So bekommen Besucher eine geordnete Übersicht, auf welchen Plattformen ihr vertreten seid.
  • Nur ihr bestimmt das Design, die Bestandteile sowie die gesamte Struktur der Seite. Eurer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt  – im Gegensatz zu Social-Media. Vor allem im Hinblick auf eine eigenständige Identität und somit euer Image punktet die eigene Homepage.
  • Trennt die Spreu vom Weizen: eine Facebook-Page hat so ziemlich jeder, egal ob Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi. Mit einer Homepage hebt ihr euch von der Masse ab und wirkt für Veranstalter und Agenturen deutlich professioneller.

  • Ihr könnt Inhalte für unterschiedliche Zielgruppen voneinander trennen. Was brauchen Presseleute spezielles, was andere eher weniger interessiert? Was reicht einem Veranstalter? Gibt es "Premium-Fans", die exklusiveren Inhalt erhalten sollen?

  • Ihr könnt Bereiche für Werbekunden zur Verfügung stellen. In welcher Form geworben werden kann, bestimmt nur ihr.

  • Ihr könnt ohne Applikationen anderer Portale euren Online-Shop einbinden. Auch der Merch läuft damit nur über euch und über keinen Dritten.

  • Die Webseite ist der erste Anlaufpunkt für bracheninterne Kontakte.
  • Egal, was mit anderen Portalen passiert: eure Webseite besteht weiterhin. Es ist zwar relativ unwahrscheinlich, dass Facebook in naher Zukunft dicht macht, aber falls das passieren sollte, sind eure Kontakte auf einen Schlag weg! – und die mühselig gesammelten "likes" auch. Das gilt für jedes soziale Netzwerk. Denkt daran, was aus myspace geworden ist!

  • Ihr erreicht jeden! Seitdem Facebook die Reichweite nicht bezahlter Posts massiv eingeschränkt hat, verliert die Plattform an Attraktivität (hier einige Hinweise zu den Hürden des Facebook-Marketings). Was dahinter steckt, zeigt ein Beispiel der Gruppe The Gothard Sisters. Und wer sagt, dass es nicht zu weiteren Einschränkungen monetärer Art kommen könnte? Facebook gehört nicht den Nutzern.

Ihr seht: es spricht eine Menge für eine Webseite und damit wäre auch die Ausgangsfrage beantwortet:

Ja, ihr braucht sie definitiv!

Aber vergesst darüber nicht eure Social-Media-Profile. Denn im Bereich virtueller Selbstvermarktung gibt es "kein "entweder - oder", sondern ein "sowohl - als auch". Eine Grundregel könnte lauten: Social-Media für die Fan-Kontakte, die Homepage für das Geschäftliche. "Wichtig ist die Verknüpfung und Vernetzung der verschiedenen Kanäle" – damit hat Sven Scholz mit seiner Antwort auf Regina vollkommen recht.

Was muss drauf auf die Webseite?

Auf die wichtigsten Bestandteile der eigenen Webpräsenz gehen wir in einem Folgeartikel ein. Stay tuned!

Feedback

Wir freuen uns wie immer auf eure Anmerkungen hier in den Kommentaren!

Carsten (Synthesizerspieler, Komponist bei Dark Shadow, Inhaber Markteing und Medien Agentur bei Audio Engines Musiker Magazin): Das Leben spielt sich nicht nur in den sozialen Netzwerken ab. Dort wird zwar Meinung gemacht aber wie im Artikel von Euch eindeutig zu Lesen ist der Aufbau einer Fan Page zeitlich schwer und mit dem Geld was da reingesteckt werden muss, damit es so (...) Mehr anzeigenrichtig flutscht, auch ein kleines Abenteuer. Es braucht nur einen negativ Eintrag , dann war es das. Allerdings ist die Breite die man bei sozialen Netzwerken benutzen kann immer besser geworden und Unmengen von Anbietern sind vorhanden. Google + Facebook Stumble Upon, Twitter und so weiter. Allerdings bedarf es dazu ungeheurem Wissen, diese Angebote miteinander wirkungsvoll zu verknüpfen. Ein Angebot der eigenen Band kann ein soziales Netzwerk aber nicht sein, dient es nur zur Werbung, die eigene Web Präsenz ist in unseren Augen pflicht. Es geht um die Fans, nicht um die Band. Fans können sich damit identifizieren, wenn sie ihren Freunden mitteilen können, was ihre Lieblingsband gerade Neues auf der Homepage hat. Wenn man mit einer Marketing Strategie an diese Problematik herangeht, ist das Gesamtpaket aus Netzwerken und der eigenen Page sehr erfolgreich. Es kommt nur darauf an, welche Informationen wo hin kommen.
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11.07.2014, 10:53
Reinhard
Reinhard (Bassist bei BANANA REPUBLIC (alternative rock), Geschäftsführer bei Label Lehle): Ich finde, die Kombination machts. Eigene Homepage ist unverzichtbar, und zusätzlich Facebook und Co.
11.07.2014, 12:48
Carsten (Synthesizerspieler, Komponist bei Dark Shadow, Inhaber Markteing und Medien Agentur bei Audio Engines Musiker Magazin):
Antwort zum Kommentar von Reinhard (11.07.14, 12:48): "Ich finde, die Kombination machts. Eigene Homepage ist unverzichtbar, und zusätzlich Facebook und (...) Mehr anzeigenCo."
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So isses.
11.07.2014, 12:51

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