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DAS SCHEIT

Dark/Goth/Intustrial Rock aus Rüdesheim am Rhein, seit 1996

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Label: Eternal Sound Records   Management/Booking: Jörg Godthardt

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Bio/Info

Schwärzer als Schwarz
Seit Jahr und Tag versucht uns die Waschmittelindustrie einzureden, ihre neuesten Produkte wüschen weißer als weiß. Das ist natürlich Mumpitz. Ganz anders verhält es sich mit dem besonders schwarzen Schwarz, das uns DAS SCHEIT mit dem Titel ihres neuen Albums versprechen: „A Darker Kind Of Black“. Zum einen gibt es das besonders dunkle Dunkel tatsächlich: Herkömmliches Schwarz reflektiert immer auch eine bestimmte Menge an Licht. Nanotechniker haben inzwischen allerdings ein Rekordschwarz entwickelt, das 99,96 Prozent der Strahlung absorbiert. Es kommt unter anderem der Weltraumtechnik zum Einsatz.
Am Rande des Wahnsinns
Jetzt haben auch die Schöpfer der „Superbitch“ (2005) ihr eigenes Superblack am Start, das nicht nur in der schwarzen Szene aufhorchen lassen dürfte: (...) Mehr anzeigen Das fünfte Werk der Rüdesheimer führt mit dem Opener „Sick“ direkt in eine Finsternis einer zerrissenen Seele, die gar nicht daran denkt in düsterem Selbstmitleid zu schwelgen, sondern schwer angepisst keift: „I need a world without you“! Kein Zweifel: Hier wird jemand von seinen Dämonen zum Äußersten getrieben. Vielleicht ist die versteinerte Wesenheit auf dem Cover ja einer dieser Plagegeister, die in unseren Abgründen lauern, um uns in den Wahnsinn zu treiben? Timo Würz, der neben Comics und Plattenhüllen auch für etliche John-Sinclair-Cover und Illustrationen zu H. P. Lovecrafts „Berge des Wahnsinns“ verantwortlich zeichnet, widmete sich der standesgemäßen visuellen Gestaltung der fünften SCHEIT-Scheibe, die wieder mehr Schmutz aufwirbelt und lärmt. Schwer verdauliche Ereignisse in den vergangenen Jahren.
Phönix ohne Licht
So abgedroschen es klingen mag: „A Darker Kind Of Black“ wirkt authentisch. Die Band, die 2016 ihr zwanzigstes Jubiläum beging, befand sich zwischenzeitlich tatsächlich „At The Crossroad“ – am Scheideweg. Musiker mussten erst von „Down In The Depth“ zurückkehren, ehe an weitere musikalische Aktivitäten zu denken war. Line-Up-Wechsel waren dennoch unvermeidlich, um eine Verwandlung zu ermöglichen, aus der DAS SCHEIT in ungeahnter Schwärze hervorgehen konnten. Wie Phönix aus der Asche. Nur ohne das ganze Licht. Geblieben sind Sänger Clint und Sascha, der dicke und dünne Saiten bedient und die Sounds zusammen bastelt. Michael Stein stieß als Drummer hinzu, Produzent Markus Teske, ohnehin seit langem inoffizielles Bandmitglied stieg als Live-Keyboarder ein. Die Spuren der Umstrukturierung sind unüberhörbar: Hatten die Hessen zuletzt eher mit dem melodischen Dark Rock geflirtet, so treten die lautstarken Wurzeln der Anfangstage nun wieder deutlicher zu Tage. Wer sich früher bei Clint’s Vokalperformance angenehm an die boshaftesten Zeiten von Marilyn Manson erinnert fühlte, der darf sich freuen: Er keift wieder. Er krächzt wieder. Aber nicht nur. „Goodbye To Tonight“ etwa addiert flüstern und emotionalen Cleangesang.
Pop mit Reitgerte
Die über Jahrzehnte hinzugewonnenen oder weiterentwickelten musikalischen Nuancen werden nicht geleugnet, aber eben unter anderen Vorzeichen eingesetzt. Die Konturen sind kantiger. Die Elektronik zwirbelt geräuschvoller. Wer gerne Melodien hört, wird sie finden. Zugleich schamlos eingängig und energisch zu klingen zählt schließlich schon lange zu den Markenzeichen der Band. In dieser Hinsicht bleibt man sich auch anno 2016 treu. Am deutlichsten macht das vielleicht die SCHEIT-Version von Rihanna’s kunterbunter Hommage an Knebel und Reitgerte: „S&M“. Bei so viel feixend gegeißeltem Pop fängt selbst das Schwarz von „A Darker Kind Of Black“ an zu glänzen – sündig wie Latex. Unberechenbar, wie im Dunkeln aufblitzende Augen. Hatten sich die Musiker für ihr letztes Cover, Patty Smith’s „Because The Night“, mit Michelle Darkness (End of Green) and Jape Perätalo (To/Die/For) gleich zwei namhafte Kollegen ins Studio geholt, so entlocken sie „S&M“ seinen scheitanischen Kern im Alleingang. Die Sogwirkung ist enorm. DJ's dürfen sich auf gefüllte Tanzflächen freuen. Ganz hat das Quartett allerdings nicht auf Album-Gäste verzichtet: Die Soli von Gastgitarrist Christian Moser (Red Circuit) bereichern gleich mehrere Songs um eine Prise virtuoses Schwermetall.
Jazzpiano in der Hölle
Auf ein durchgehendes inhaltliches Konzept verzichten Das Scheit. Den schwarzen Faden, der alle Facetten zusammenhält, bildet die Erkenntnis, dass es immer noch schlimmer kommen kann, selbst wenn man bereits am Boden ist. Dann erklingt das letzte Lied. Die Reprise des vom Vorgängerwerk „So Far From God… So Close To You“ (2008) her bekannten „Hollow“ ist eine Art Bonustrack und wirkt im Gesamtzusammenhang ein bisschen wie Faith No More’s Lionel-Richie -Adaption „Easy“ , die anno 1999 „Angel Dust“ kongenial beendete. Jazzpiano in der Industrial-Hölle? Saxophon, wo keine Sonne scheint? Das klingt gewagt. Nach der ersten Überraschung zeigt sich jedoch, dass der vermeintliche Bruch gar nicht so radikal ist. Clint’s Gesang hält die versöhnlichen Ansätze auf Sicherheitsabstand. Er dämpft das Licht noch am Ende des Tunnels. Immerhin wird aber erkennbar: Es geht weiter. Dass „A Darker Kind Of Black“ im Player liegt, ist der beste Beweis dafür.
Christoph Kutzer Weniger anzeigen

Audio
  1. 7 Seconds (Superbitch, )Kommentar
  2. Coming Up Roses (Superbitch, )Kommentar
  3. Much Deeper (Superbitch, )Kommentar
  4. Splinters (Superbitch, )Kommentar
  5. About It (Superbitch, )Kommentar
  6. Earth Stands Still (Superbitch, )Kommentar
  7. Shoot Song (Superbitch, )Kommentar
  8. Catpiss (Superbitch, )Kommentar
  9. Hardbody (Superbitch, )Kommentar
  10. Long Walk (Superbitch, )Kommentar
  11. Lonely Walk (Superbitch, )Kommentar
  12. Until I've Been Forgotten (Superbitch, )Kommentar
  13. Epilog (So far from God ... so close to you, )Kommentar
  14. So Far from God (So far from God ... so close to you, )Kommentar
  15. Come Undone (So far from God ... so close to you, )Kommentar
  16. No One (So far from God ... so close to you, )Kommentar
  17. Hollow (So far from God ... so close to you, )Kommentar
  18. December Sky (So far from God ... so close to you, )Kommentar
  19. Snow White Hell (So far from God ... so close to you, )Kommentar
  20. Someone Will Listen (So far from God ... so close to you, )Kommentar
  21. By the Way (I Think of Suicide) (So far from God ... so close to you, )Kommentar
  22. Sehnsucht (So far from God ... so close to you, )Kommentar
  23. Because the Night (So far from God ... so close to you, )Kommentar
  24. ...So Close to You (So far from God ... so close to you, )Kommentar
  25. Prolog (So far from God ... so close to you, )Kommentar
  26. Sick (A Darker Kind Of Black, )Kommentar
  27. Down In The Depths (A Darker Kind Of Black, )Kommentar
  28. Fallen Empires (A Darker Kind Of Black, )Kommentar
  29. Soulmate (A Darker Kind Of Black, )Kommentar
  30. Velvet Tears (A Darker Kind Of Black, )Kommentar
  31. Goodbye To Tonight (A Darker Kind Of Black, )Kommentar
  32. Heartbeat (A Darker Kind Of Black, )Kommentar
  33. The Pain Is Yours (A Darker Kind Of Black, )Kommentar
  34. Devil's Handshake (A Darker Kind Of Black, )Kommentar
  35. S & M (A Darker Kind Of Black, )Kommentar
  36. At The Crossroad (A Darker Kind Of Black, )Kommentar
  37. Hollow 2.0 (A Darker Kind Of Black, )Kommentar
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