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Ende des Schmierentheaters in Sicht

Amnestie für die verbliebenen inhaftieren Pussy Riot-Mitglieder möglich

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 19.12.2013

pussy riot

Amnestie für die verbliebenen inhaftieren Pussy Riot-Mitglieder möglich

Das Schmierentheater um Pussy Riot nähert sich seinem Ende. © Igor Mukhin (CC-BY-SA-3.0, ru.wikipedia)

Es tut sich etwas im Fall Pussy Riot. Die verbliebenen beiden inhaftieren Mitglieder der Band können ab sofort freikommen. Diese Möglichkeit ergibt ein russisches Amnestie-Gesetz. Jetzt kommt es darauf an, wie schnell die russische Bürokratie arbeiten will.

Nachdem bereits Jekaterina Samuzewitsch im letzten Jahr durch ihren Anwalt vor einem russischen Berufungsgericht freigeboxt werden konnte (regioactive.de berichtete), können bald auch die verbliebenen beiden Musikerinnen von Pussy Riot, Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina, freikommen.

Beide befinden sich derzeit noch in russischen Straflagern, wo sie in den letzten Monaten aufgrund der Haftbedingungen in den Hungerstreik traten.

Grundlage ist ein vom russischen Parlament verabschiedetes Amnestie-Gesetz. Dort wird ausdrücklich der Tatbestand des "Rowdytums" erwähnt, wegen dem die drei Künstler verurteilt wurden, und eine Amnestie für Mütter minderjähriger Kinder in Aussicht gestellt. Sowohl Tolokonnikowa als auch Aljochina haben minderjährige Kinder.

Genauer Termin der vorzeitigen Entlassung steht nicht fest

Um vorzeitig aus der Haft entlassen zu werden, müssen die beiden Mitglieder von Pussy Riot noch einige bürokratische Hürden nehmen und verschiedene Dokumente vorlegen, die sie als Erziehungsberechtigte für ihre Kinder ausweisen.

Der Agentur Interfax sagte die Anwältin der Frauen: "Sie können theoretisch noch heute herauskommen." Es kommt also nur noch darauf an, wie schnell die Mühlen der russischen Bürokratie mahlen.

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