Stimme des ostdeutschen Jazz
Deutscher Jazzpreis 2025 ehrt Uschi Brüning für ihr Lebenswerk
Uschi Brüning (2025). © cleografie by schleychwerbung
Die Jury ehrt Brüning als großartige und faszinierende Musikerin, die Jazz, Soul und Chanson gleichermaßen verbindet. Brüning gilt als eine Ikone des Ostens, deren Kunst von echter Leidenschaft und tiefem musikalischem Verständnis geprägt ist. 2024 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.
In der Begründung heißt es: "Ihr musikalisches Schaffen prägte nicht nur das Musikleben in der DDR, sondern setzte auch nach der Wiedervereinigung prägende Akzente." Die Sängerin, oft als "bescheiden und öffentlichkeitsscheu" beschrieben, verdient nun "mehr Aufmerksamkeit für das, was sie geleistet hat."
Uschi Brüning zeigt sich von der Auszeichnung tief berührt:
"Es ist eine große Ehre, den Deutschen Jazzpreis für mein Lebenswerk entgegenzunehmen. Dieser Preis bedeutet mir sehr viel – nicht nur als Anerkennung für viele Jahre künstlerischer Arbeit, sondern auch als Zeichen dafür, dass der Jazz in all seinen Facetten weiterhin lebt, wächst und verbindet.
Jazz war für mich immer mehr als Musik – er war Sprache, Freiheit, Suche und Begegnung. Ich durfte im Laufe meines Lebens mit großartigen Musikerinnen und Musikern auf der Bühne stehen, durfte lernen, lehren und immer wieder neu entdecken. Dafür bin ich unendlich dankbar.
Mein Dank gilt allen Weggefährtinnen und Weggefährten, die diesen Weg mit mir gegangen sind, vor allem meinem verstorbenen Mann Ernst Ludwig Petrowsky für seine Geduld und Unterstützung, und natürlich dem Publikum, ohne das all das nicht möglich gewesen wäre.
Dieser Preis ist ein Geschenk – und eine Erinnerung daran, dass der kreative Weg nie zu Ende ist. Ich freue mich auf alles, was noch kommt."
Partnerschaft mit NUEJAZZ Festival
Zudem ist der Deutsche Jazzpreis eine Partnerschaft mit dem NUEJAZZ Festival 2025 in Nürnberg eingegangen. Das Festival, das 2024 selbst mit dem Deutschen Jazzpreis als Festival des Jahres ausgezeichnet wurde punktet mit einem genreübergreifenden Programm und einer klaren Haltung zur Nachwuchsförderung.
Im Rahmen dieser Partnerschaft werden zahlreiche nominierte Künstler:innen des Deutschen Jazzpreises 2025 live beim NUEJAZZ Festival (17. Oktober bis 4. November 2025) zu erleben sein, darunter das Peter Gall Quintett, das Andromeda Mega Express Orchestra, Enji, Simon Popp, Sonic Intervention, Jelena Kuljić & Fundamental Interactions feat. Olga Reznichenko sowie Sera Kalo.
Das Ziel besteht darin, die Sichtbarkeit des Preises zu erhöhen und eine stärkere Verbindung zur lebendigen Festivalkultur herzustellen.
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