Premiere gut angelaufen
Dresdner Orchester wird erstmals von Roboter dirigiert
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Robotersinfonie (2024). © Dresdner Sinfoniker
Der Roboter besteht aus drei Armen, sodass er verschiedenen Teilen des Orchesters unterschiedliche Anweisungen geben kann. Trainiert wurde der Roboter in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden. Ein Dirigent brachte ihm bei, wie Takte geschlagen und Dynamiken erzeugt werden.
Interesse im Vordergrund
Sinfoniker-Intendant Markus Rindt erklärt die Intention des Projekts folgendermaßen: "Wir haben nicht das Ziel, künftig Dirigenten zu ersetzen. Wir wollen aber Neuland betreten und ausprobieren, was mit einem Roboter am Pult alles geht."
Weiter heißt es auf der zugehörigen Internetseite, dass das Verhältnis von Kunst und Technologie näher beleuchtet werden solle und es zudem darum gehe, herauszufinden, was aus dem Zusammenspiel zwischen menschlicher Kreativität und machineller Präzision entstehe.
Weltweite Übertragung
Zu Beginn des Doppelkonzerts wurden die beteiligten Sinfoniker noch von einem "echten" Dirigenten angeleitet, bevor nach der Pause der Roboter übernahm und zwei Uraufführungen dirigierte.
So erfolgreich das Experiment aus Sicht der Beteiligten auch war: Die Tatsache, dass drei einzelne Roboter nötig waren, um einen menschlichen Dirigenten zu ersetzen, zeigt, dass sich Dirigenten nicht Sorgen machen müssen, in naher Zukunft von Robotern ersetzt zu werden.
Eine besondere Jubiläumsfeier
Mit dem Konzert feierten die Dresdner Sinfoniker ihr 25-jähriges Bestehen. Das Ensemble umfasst Musiker namhafter Orchester aus dem In- und Ausland. Auf dem Programm steht zeitgenössische Musik.
Die zweite Aufführung am Folgetag wurde von der Deutschen Welle in Bild und Ton weltweit live übertragen. Der Livestream kann nach wie vor auf YouTube aufgerufen werden.
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veröffentlicht am 11.10.2024 2