Unsichere Zukunft?
GEMA in der Kritik: Verkauf von Zebralution an Bookwire sorgt für neue Diskussionen
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Tina Jürgens, Geschäftsführerin von Zebralution. © Camille Blake
Laut einem Bericht der WirtschaftsWoche gibt es verstärkte interne Kritik am Verkauf von Zebralution. Wie auch die Musikwoche berichtet, kritisieren ehemalige Manager den GEMA-Vorstand und die aus ihrer Sicht kulturpolitisch problematische Transaktion.
Sorge um den Arbeitsplatz
Im Kern der Kritik steht der Verkauf von Zebralution an Bookwire, der für Sorgen bei den Mitarbeitenden sorgt. Laut dem Bericht der WirtschaftsWoche rechnen "die meisten Angestellten von Zebralution" damit, bis Jahresende ihren Arbeitsplatz zu verlieren.
Die GEMA erklärt auf Nachfrage der Musikwoche, ihr sei lediglich eine E-Mail eines Mitarbeiters bekannt, der die entsprechenden Vorwürfe enthalte. Erst nach Abschluss des Geschäfts habe die GEMA eine Mitteilung über die "geplante unternehmerische Neuordnung des Geschäfts" erhalten.
Bookwire: Planen keinen Stellenabbau
Bookwire weist derweil die Berichte über mögliche Entlassungen zurück. Man befinde sich aktuell in einer Analyse- und Integrationsphase. Ziel sei es, die Stärken beider Unternehmen zusammenzuführen und die eigene Position gegenüber internationalen Plattformen zu stärken. Ein Bookwire-Sprecher erklärt:
"Tatsache ist, dass wir Zebralution übernommen haben, weil wir von dem Unternehmen und den hervorragenden Kolleginnen und Kollegen überzeugt sind. Auch planen wir keinen Stellenabbau im Musikgeschäft von Zebralution."
Es sei Bookwire wichtig "den Mitarbeitenden von Zebralution und dem in mehr als zwei Jahrzehnten aufgebauten Geschäft mit großem Respekt" zu begegnen. "Gemeinsam stehen wir für den Schutz von Urheberrechten und faire Vergütung kreativer Arbeit. Daran ändert auch die Gesellschafterstruktur nichts".
Auswirkung des Zusammenschluss
Unklar bleibt, wie die Integration konkret aussehen wird. Während Bookwire traditionell stark im Bereich E-Books und Hörbücher ist, bringt Zebralution zusätzliche Kompetenzen im Musik- und Podcastvertrieb ein.
Beobachter halten es für möglich, dass sich der Fokus künftig stärker auf Audioinhalte und Publishing-Technologie verschiebt, was Arbeitsplätze bei Zebralution bedrohen könnte. Ob das aber so kommt, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.
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