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Partizipativer Dialogprozess

Initiative Musik stellt Ergebnisse zur Stärkung der Popkultur im ländlichen Raum vor

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 30.05.2025

initiative musik kulturpolitik

Initiative Musik stellt Ergebnisse zur Stärkung der Popkultur im ländlichen Raum vor

© Aranxa Esteve via Unsplash

Die Initiative Musik startete im Oktober 2024 den partizipativen Austauschprozess dialogFORM. Das Ergebnis ist ein Bericht, in dem sie acht Handlungsempfehlungen aufstellt, um die Popkultur in der Lausitz (Brandenburg und Sachsen), Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein zu stärken.

Im Zentrum von dialogFORM stand die Analyse von Rahmenbedingungen für Musik- und Kulturangebote im ländlichen Raum, mit dem Ziel, eine engere Zusammenarbeit zwischen Kulturakteuren, regionalen Fördereinrichtungen, Politik und Verwaltung zu ermöglichen.

Katja Lucker, Geschäftsführerin der Initiative Musik, sagt über den Dialogprozess:

"In Metropolregionen sind Kulturakteur:innen häufig gut vernetzt und sichtbar – im ländlichen Raum ist das oft deutlich schwieriger. Genau dort haben wir hingeschaut – und vor allem hingehört. Der entstandene Leitfaden soll Impulse geben und dazu beitragen, dass Initiativen, Projekte und kreative Stimmen außerhalb der Städte mehr Gehör finden. Denn: Kultur braucht Raum – und der ländliche Raum braucht Kultur."

Dr. Anett Krause von Musikland Sachsen-Anhalt fügt hinzu:

"Gerade in ländlichen Räumen brauchen wir Orte, an denen gesellschaftliche Fragen offen verhandelt werden können. Festivals können solche Diskursräume schaffen – doch dafür brauchen wir mehr politische Aufmerksamkeit und langfristige Unterstützung."

Handlungsempfehlungen und Lösungsvorschläge

Im Leitfaden wurden die Ergebnisse aus einem sechsmonatigen Beteiligungsverfahren gebündelt, das mit örtlichen Akteuren auf je einer Veranstaltung in Bischofswerda, Magdeburg und im Lutterbeker in Schleswig-Holstein stattfand.

Im Fokus des Leitfadens stehen acht Handlungsempfehlungen, die zugleich ein Aufruf sind, die Perspektiven der Kulturakteure dauerhaft in die Förder- und Kulturpolitik einzubinden:

  • Stärkung des Ehrenamts
  • Ausbau des Dialogs zwischen Kultur, Verwaltung und Politik
  • Erhöhung der Sichtbarkeit von Kulturangeboten
  • Das Schaffen zukunftsfähiger Rahmenbedingungen
  • Zugang zu Kultur für alle erleichtern
  • Zugang zu Förderungen vereinfachen
  • Themen der Förderprogramme erweitern
  • Schutz vor rechter Gewalt

Zu diesen Handlungsempfehlungen werden im Bericht auch praxisnahe Maßnahmen und Lösungsvorschläge genannt, darunter ein Mentoringprogramm für Ehrenamtliche, den Einbezug von Kulturakteuren in kulturpolitische Entscheidungen, flexible ÖPNV-Alternativen, die Aufnahme von Demokratiebildung und die Förderung von zivilgesellschaftlichem Engagement.

dialogFORM ist ein Projekt der Strukturförderung der Initiative Musik und wird aus Mitteln des BKM finanziert. Das Dokument kann hier eingesehen werden.

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