Positiver Ausblick
Kultur- und Kreativwirtschaft nach Corona wieder auf Wachstumskurs
kulturbranche kreativwirtschaft
© Greg Rakozy
Der Monitoringbericht erscheint alle zwei Jahre im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und wird von der Prognos AG erarbeitet. Die neueste Ausgabe verdeutlicht, dass die deutsche KKW die Herausforderungen der Corona-Pandemie inzwischen überwunden hat.
Wer zählt zur Kreativwirtschaft?
Die deutsche Kultur- und Kreativwirtschaft setzt sich aus insgesamt 238.000 Unternehmen und freiberuflichen Selbstständigen zusammen, zu denen sowohl Architekt*innen, Autor*innen, bildende und darstellende Künstler*innen, Musiker*innen, Filmemacher*innen als auch Games-Entwickler*innen zählen.
Erfasst werden dabei die Kultur- und Kreativunternehmen, die "überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert sind und sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder medialen Verbreitung von kulturellen/kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen."
Erholung auch im Musikbereich
Michael Kellner, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, betont die positive Entwicklung:
"Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist wieder auf Wachstumskurs. Der Erholungseffekt mit steigenden Umsätzen und einer wachsenden Zahl der Erwerbstätigen zieht sich durch fast alle Teilmärkte."
Besonders erfreulich sei die Erholung der stark publikumsorientierten Teilmärkte Musik und Darstellende Künste, die von den Pandemie-Maßnahmen besonders betroffen waren.
Deutlicher Anstieg der Erwerbstätigenzahlen
2023 waren rund zwei Millionen Menschen in der Kultur- und Kreativwirtschaft beschäftigt. Das entspricht etwa 130.000 Menschen mehr als noch vor der Pandemie im Jahr 2019. Seit 2022 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 2,1 Prozent gestiegen.
Besonders dynamisch entwickelnten sich 2023 die Darstellenden Künste mit einem Anstieg der Erwerbstätigen um 8,3 Prozent, gefolgt von der Musikbranche (+ 7,1 Prozent) und der Filmbranche (+ 3,7 Prozent). Auch der Software und Games-Sektor profitierte von der Digitalisierung und verzeichnete eine Steigerung der Erwerbstätigenzahl um 4,6 Prozent. Einzig in den Teilmärkten Presse und Werbung war ein Rückgang der Beschäftigungszahlen zu beobachten.
Umsatzrekord in der Kultur- und Kreativwirtschaft
Auch die Umsatzzahlen der Branche entwickeln sich positiv. Nach dem starken Rückgang im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie konnte die KKW bereits seit 2021 wieder ein kontinuierliches Wachstum verzeichnen. Im Krisenjahr 2020 lagen die Umsätze bei 167,3 Milliarden Euro, während sie 2023 mit 204,6 Milliarden Euro einen neuen Rekord erreichten.
Der wachstumsstärkste Teilmarkt bleibt Software und Games mit einem Plus von fünf Prozent gegenüber 2022. Auch die Architekturbranche (+ 3,6 Prozent) und die Filmwirtschaft (+ 1,8 Prozent) legten zu.
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veröffentlicht am 17.07.2025