Hilfe für die Musikbranche im Pandemiefall
LiveKomm fordert Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen im Kulturbereich und drängt auf Krisenvorsorge
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© Wendy Wei via Pexels
Die Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie (französisch "enquete": Befragung, Untersuchung) trat am 10. Juli 2025 in Kraft. Die LiveKomm fordert nun ein besonderes Augenmerk auf den Umgang mit der Kulturbranche und den bis heute spürbaren Auswirkungen. In einer Pressemitteilung legte sie ihre Forderungen an die Kommission vor.
Die LiveKomm schreibt:
"Um für künftige Pandemiefälle gerüstet zu sein, müssen auch Versäumnisse adressiert werden – denn trotz umfangreicher finanzieller Hilfen litten und leiden Venues unter dem behördlichen Flickenteppich in Zuge der Abwicklung."
Folgen und Lehren aus der Corona-Pandemie
Die LiveKomm zieht als rückblickende Lehre aus der Pandemie, dass es an einem strukturellen Sicherheitsnetz für private Kulturbetriebe fehle. In der Pandemie seien Hilfen oft zu spät gekommen, seien zu bürokratisch gewesen oder nicht auf nicht-kommerzielle Veranstaltungsbetriebe zugeschnitten gewesen, sodass zahlreiche Clubs und Veranstaltungsorte schließen mussten.
Hinzu sei eine Ungleichbehandlung der Kulturbetriebe gekommen, da die Bundesländer unterschiedlich schnell reagierten. Eine bundesweite Abstimmung der Versorgung wäre daher der einzig faire Umgang in zukünftigen Notlagen.
Die LiveKomm betont außerdem, dass es aktuell keine Krisenvorsorge für zukünftige Situationen gäbe – keine Notfallplänen oder automatisierten Ausfallfonds, die den Kulturbetrieben direkt und wirkungsvoll helfen könnten. Besonders die Hilfestellung für selbstständige Menschen, also Technik-Crews, Awareness-Teams oder Booker*innen sei ungenügend und zeigte sich in der Corona-Pandemie mit der Folge, dass viele Fachkräfte die Branche verließen.
Forderungen an die Enquete-Kommission
Die LiveKomm wünscht sich für den Kultur- und speziell den Clubbereich zukünftig unter anderem ein pandemiefestes Förderinstrumentarium, das im Ernstfall ohne langes Warten und unklare Zuständigkeit greifen kann.
Außerdem fordert sie in Bezug auf Rechtssicherheit und Kommunikation einheitliche Regelungen, transparente Kriterien und die Einbeziehung der Kulturakteure in Entscheidungsprozesse.
Auch eine nachhaltige Strukturförderung, nicht nur zur Krisenbewältigung, hält die LiveKomm für essentiell um eine resiliente Kulturlandschaft zu ermöglichen.
Wichtig sei zudem die Möglichkeit zur politischen Mitgestaltung durch Kulturakteure, da nur so die tiefliegenden Bedürfnisse der Branche erkannt und unterstützt werden könnten.
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