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Bei der Förderung ausgespart

LiveKomm kritisiert fehlende Clubförderung im Bundeskulturetat

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 19.11.2025

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LiveKomm kritisiert fehlende Clubförderung im Bundeskulturetat

Der engere Vorstand der LiveKomm: Mankel Brinkmann, Pamela Schobeß, Steffen Kache und Thore Debor. © LiveKomm

Der Bundestag hat eine Aufstockung des Festivalförderfonds um zusätzliche zwei Millionen Euro beschlossen. Die LiveKomm begrüßt diesen Schritt, warnt jedoch eindringlich vor einer dramatischen Unterfinanzierung der bundesweiten Clublandschaft.

Laut LiveKomm ist die Verdopplung des Festivalfonds zwar "notwendig und dankenswert", da steigende Produktionskosten viele Festivals stark unter Druck setzen.

Für Musikclubs gebe es jedoch keine vergleichbare Entlastung, obwohl sie denselben Kostensteigerungen ausgesetzt seien. Die Clubförderprogramme der Initiative Musik waren für 2024/2025 mit insgesamt lediglich 1,9 Millionen Euro dotiert und stark überzeichnet.

Kosten belasten Musikclubs

Eine aktuelle LiveKomm-Erhebung aus dem Herbst 2025 zeigt das Ausmaß der Belastungen:

  • 64 Prozent der Musikspielstätten leiden stark unter steigenden Kosten, insbesondere bei Mieten, Energie und Security.
  • 51 Prozent der Clubs müssen bereits Veranstaltungen aus wirtschaftlichen Gründen absagen.
  • 70 Prozent der Clubs geben an, im kommenden Jahr auf staatliche Fördermittel angewiesen zu sein, um ihren Betrieb aufrechtzuerhalten.

Die LiveKomm warnt davor, dass die rund 2.000 Musikclubs in Deutschland ohne ausreichende Unterstützung in eine existenzielle Schieflage geraten. Clubs und Festivals seien jedoch nicht nur kulturelle Orte, sondern auch wichtige Räume einer vielfältigen, demokratischen Gesellschaft.

Nur ein Teil der Liveszene erhält Hilfe

Mankel Brinkmann, Vorsitzender der LiveKomm zeigt sich enttäuscht über die Nicht-Berücksichtigung der Musikclubs:

"Angesichts der aktuell angespannten Haushaltslage ist die Aufstockung des Festivalförderfonds ein großer Erfolg. Allerdings bedauern wir, dass die große Koalition nur einen Teil der angeschlagenen Livebranche gesehen und die Clubs hier nicht mitgedacht hat."

Verlängerung des Schallschutzprogramms gefordert

Die LiveKomm sieht noch eine weitere Baustelle: Das 2024 ins Leben gerufene Schallschutzprogramm für Musikclubs ist aktuell nicht über 2026 gesichert. Das Ziel des Programms besteht darin, Konflikte mit Anwohnern zu minimieren.

Die LiveKomm appelliert daher an die Bundesregierung, das Programm über 2026 hinaus weiterzuführen und damit Musikclubs einen Platz in der modernen Stadtgesellschaft zu sichern.

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