Diverser und fairer
Live 500: Initiative Musik startet neue Förderrunde für Musikspielstätten und Veranstalter:innen
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Katja Lucker. © Roland Owsnitzki
Das von der Initiative Musik entwickelte Förderprogramm Live 500 verfolgt das Ziel, kleine bis mittlere Musikspielstätten sowie regionale Veranstalter:innen zu unterstützen.
In wenigen Wochen geht die Live 500 mit einem Budget von 900.000 Euro in die zweite Runde. Die Antragsphase startet am 23. September 2024 und endet am 23. Oktober 2024.
Förderbedingungen
Live 500 fördert pro Antragsteller mindestens 6 und maximal 24 Livemusikveranstaltungen mit jeweils 500 Euro Zuschuss. Die Veranstaltungen müssen Nachwuchsmusiker:innen, weniger populäre Genres und experimentelle Formate in den Vordergrund stellen.
Die Hälfte des Zuschusses muss an die auftretende Band gezahlt werden. Der maximale Eintrittspreis darf 25 Euro betragen. Die Bands oder Solokünstler müssen zu 50 Prozent eigenes Repertoire spielen und tatsächlich auch live performen. Zudem müssen die Veranstaltungen bei der GEMA gemeldet werden.
Neue Förderrunde mit Neuerungen
In der neuen Förderrunde wird zudem die Diversitätsquote auf 50 Prozent erhöht. Die geförderten Veranstalter:innen müssen mindestens die Hälfte ihres Programms divers gestalten und gezielt Personen aus unterrepräsentierten Gruppen wie FLINTA*-Personen, LGBTQIA*-Personen, Personen mit Rassismus- oder Antisemitismuserfahrung und Personen mit Behinderung eine Bühne bieten.
Nach ihrem Beitritt zur Keychange-Initiative Anfang des Jahres setzt die Initiative Musik mit dieser Maßnahme erneut ein starkes Zeichen für mehr Chancengleichheit in der Branche.
Faire Vergütung
Des Weiteren soll eine faire Vergütung sichergestellt werden. Geförderte Veranstalter:innen werden verpflichtet, auch bei kleinen Konzerten mit Newcomer:innen oder weniger populären Genres eine Mindestgage von 150 Euro an Solokünstler und 250 Euro an Duo/Bands zu zahlen.
Außerdem wird die Hälfte der Fördermittel als Gagenzuschuss direkt an die Künstler:innen weitergeleitet, um die Veranstalter:innen zu entlasten (und möglicherweise auch sicherzustellen, dass die Künstlerinnen und Künstler das Geld tatsächlich erhalten?).
Stärkung des ländlichen Raums
Eine weitere Neuerung ist die gezielte Unterstützung des ländlichen Raums: Die Fördergelder werden künftig gleichmäßig auf städtische und ländliche Regionen verteilt, um die kulturelle Vielfalt umfassend zu fördern.
Erfolgreiche erste Runde
In der ersten Runde wurden von der Live 500 insgesamt 194 Projekte unterstützt, die etwa 4000 kleinere Konzerte ermöglichten. Besonders kleine Spielstätten, die 86 Prozent der unterstützten Einrichtungen ausmachen, profitieren von der Förderung.
Katja Lucker, Geschäftsführerin der Initiative Musik, sagt zur ersten Förderrunde:
"Die erste Runde von ‚Live 500‘ hat eindrucksvoll gezeigt, dass ein diverses Booking möglich und erfolgreich umsetzbar ist. Wir freuen uns über die erzielten Ergebnisse und haben die Förderkriterien in der zweiten Runde angepasst, um Herausforderungen wie die Unterrepräsentation des ländlichen Raums und gestiegene Kosten für Musikspielstätten gezielt anzugehen."
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