Wenn die Musikbranche sich neu verkabelt
Most Wanted: Music 2026 in Berlin veröffentlicht Convention-Programm
Most Wanted: Music (2025). © Stefan Wieland
Mit "Rewire!" stellt die Most Wanted: Music Convention in diesem Jahr die Veränderungen innerhalb der Musikbranche und neue Verbindungen zwischen unterschiedlichen Akteuren in den Mittelpunkt. Das Hauptprogramm findet am 4. und 5. November im nhow Hotel Berlin statt. Bereits am 3. November starten die MW Satellites mit dezentralen Veranstaltungen in der Stadt.
"Rewire! heißt für uns, Veränderungen bewusst zu prägen", erklärt Lindi Delight, Programme Director der Most Wanted: Music Convention. Die Musikbranche bringe neue Werkzeuge, Stimmen und Communities hervor. Entscheidend sei die Frage, wer die Verbindungen zwischen ihnen schaffe.
Rund 100 Speaker aus Musik, Wirtschaft und Wissenschaft sind für Keynotes, Talks, Roundtables, Workshops und weitere Formate angekündigt. Dabei sollen neben der Diskussion aktueller Entwicklungen auch konkrete Ansätze für die praktische Arbeit in der Musikbranche vermittelt werden.
KI, Copyright und neue Geschäftsmodelle
Inhaltlich gliedert sich die Convention in die vier Bereiche Nexttech, Business, Scene und Social Impact.
Nexttech beschäftigt sich mit technologischen Veränderungen in der Musikbranche. Im Mittelpunkt stehen Künstliche Intelligenz, Copyright und Ownership sowie deren Auswirkungen auf kreative Prozesse, Produktion und Distribution. Dabei geht es auch um die Frage, wie sich Wertschöpfung und Rechteverteilung durch neue Technologien verändern.
Der Bereich Business widmet sich neuen Geschäftsmodellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Themen sind unter anderem Finanzierung, nachhaltiges Wachstum, Artist Development und neue Formen der Zusammenarbeit.
Clubs, Festivals und faire Arbeitsbedingungen
Unter dem Titel Scene stehen Clubs, Festivals, Musikschaffende und Communities im Mittelpunkt. Diskutiert werden kulturelle Räume, internationale Musikkulturen und Sichtbarkeit sowie die Bedingungen, unter denen sich unabhängige Szenen weiterentwickeln können.
Social Impact beschäftigt sich mit sozialen und politischen Fragen der Musikbranche. Dazu zählen faire Vergütung, Arbeitsbedingungen, Teilhabe und Musikpolitik sowie die gesellschaftliche Verantwortung der Branche.
Zu den angekündigten Speakern gehören unter anderem Finlay Johnson, Floss, Laurens von Oswald, Liz Agyeman, Matthias Hornschuh, Rola, Salma Elshami, Sofia Ilyas und Zlatomira.
Nachwuchs als Teil der Convention
Die Convention ist Teil einer Veranstaltungswoche der Berlin Music Commission, zu der auch die Listen to Berlin: Awards und Listen to Berlin: Youth gehören. Das letztere Format soll jungen Akteuren eine Plattform bieten und ihre Perspektiven stärker in die Diskussion über die Zukunft der Musikbranche einbeziehen.
"Junge Perspektiven sind kein Zusatzprogramm, sondern ein Motor für Veränderung", erklärt Olaf "Gemse" Kretschmar, Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer der Berlin Music Commission.
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