Clubkultur, Technologie und Konferenzformate
"Rewire!" Most Wanted: Music Konferenz 2026 in Berlin will Musikbranche neu vernetzen
Most Wanted: Music (2025). © Stefan Wieland
Die Musikindustrie befindet sich weiterhin im Wandel – geprägt von technologischen Entwicklungen, sich veränderten Geschäftsmodellen und neuen Anforderungen an Künstler, Labels und Veranstalter.
Neue Perspektiven für die Musikbranche
Hier will Most Wanted: Music 2026 (MW:M26) ansetzen. Vom 3. bis 5. November lädt die Berlin Music Commission nach Berlin ein, um gemeinsam mit internationalen Gästen über die Zukunft der Branche zu diskutieren.
Unter dem Motto "Rewire!" versteht sich MW:M26 als Plattform für neue Verbindungen: zwischen Musik und Technologie, Szene und Wirtschaft, lokaler Clubkultur und internationalen Netzwerken. Statt isolierter Branchendiskussionen steht die Idee eines vernetzten Musikökosystems im Fokus.
Olaf Kretschmar, CEO und Vorstandsvorsitzender der Berlin Music Commission, erklärt:
"Wir diskutieren schon lange über Transformation. Aktuell führt uns KI die Vulnerabilität der Musikbranche vor Augen. [...] Wir müssen das gesamte System hinterfragen, anpassen und alle zukunftsweisenden Player komplett neu verkabeln. Aus diesem Grunde bringen wir im November Akteur:innen aus allen Segmenten der Branche zusammen und schaffen Räume für unkonventionelle Ideen, neue Standpunkte, offene Debatten und inspirierende Gespräche."
Convention setzt auf Austausch und Beteiligung
Die Convention zieht 2026 ins nhow Hotel (sic!) Berlin und erweitert ihre Formate deutlich. Geplant sind Keynotes, Workshops, Fishbowl-Diskussionen, Roundtables und kollaborative Sessions, die den Austausch zwischen unterschiedlichen Akteur:innen fördern sollen.
Programm-Direktorin Lindi Delight legt den Schwerpunkt erneut auf partizipative Formate und internationale Perspektiven. Diskutiert werden unter anderem Fragen nach nachhaltigen Geschäftsmodellen, fairen Strukturen innerhalb der Musikindustrie sowie den Auswirkungen neuer Technologien wie Künstlicher Intelligenz auf kreative Prozesse und Vermarktung.
Inhaltlich gliedert sich das Programm in vier zentrale Bereiche: Business, Social Impact, NextTech und Scene. Damit verbindet MW:M26 Themen wie nachhaltige Musikwirtschaft, Inklusion, kreativer Umgang mit KI, und Richtlinien für das Nachtleben.
Club Festival rückt neue Artists in den Fokus
Parallel zur Convention entwickelt sich auch das Most Wanted: Music Club Festival weiter. Unter der Leitung von Jean-Paul Mendelsohn soll das Festival stärker als internationale Showcase-Plattform für aufstrebende Künstler:innen positioniert werden.
Für zwei Nächte bespielen Live-Acts mehrere Locations auf dem RAW-Gelände in Berlin-Friedrichshain, darunter das House of Music, Cassiopeia und Badehaus. Ziel ist es, die Clubkultur mit internationalen Musiknetzwerken zu verbinden und neue Talente sichtbar zu machen.
Open Calls für Artists, Speaker und Research-Projekte
Mit dem Start von MW:M26 beginnen auch die Bewerbungsphasen für verschiedene Beteiligungsformate. Gesucht werden unter anderem Sprecher:innen, Session-Konzepte, wissenschaftliche Beiträge und Artists für das Club Festival.
Die Fristen im Überblick:
- Call für Artists: bis 30. Juni 2026
- Call für Speakers: bis 3. Juli 2026
- Call für Sessions: bis 3. Juli 2026
- Call für Research: bis 13. Juli 2026
Weitere Informationen gibt es unter mwm-berlin.de und listen-to-berlin.de.
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