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Achtung Scam!

MusicStore, Thomann und Hug: Fake-Anzeigen auf Facebook werben mit betrügerischem Marshall-Angebot

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 02.08.2024

facebook meta

MusicStore, Thomann und Hug: Fake-Anzeigen auf Facebook werben mit betrügerischem Marshall-Angebot

© cottonbro studio

Marshall-Lautsprecher für nur 9,99 Euro - Musiker die in letzter Zeit auf Facebook unterwegs gewesen sind, kommt dieses Angebot vielleicht bekannt vor. Aber aufgepasst: Das scheinbare Schnäppchen, kann schnell ganz schön teuer werden. Die Facebook-Accounts, die auf den ersten Blick einen seriösen Eindruck machen, sind Fakes. Verschiedenste Musikalienhändler sind betroffen.

Der MusicStore, Thomann, der Schweizer Händler Musik Hug – immer mehr Unternehmen scheinen mit dem Angebot der reduzierten Bluetoothboxen von Marshall zu werben. Doch aufgepasst: Die Seiten sind Fakes und werden von unbekannten Dritten betrieben, um an sensible Daten wie etwa Kreditkartennummern zu gelangen.

Täuschende Doppelgänger 

Der Fake ist gut gemacht. Legitimiert wird das auffallend günstige Angebot mit dem 60. Jubiläum von Marshall, anlässig dessen die Musikhändler angeblich exklusiv 60 Lautsprecher zum Sonderpreis anbieten. Auf den ersten Blick wirken die Accounts vertrauenserregend: Die Seiten weisen Beiträge, Follower und Interaktionen vor.

Auch die Landing Pages, auf die man bei Klick auf den in den Anzeigen integrierten Link weitergeleitet wird, sind den Originalwebseiten nachempfunden.

Eindeutige Hinweise auf den Betrug lassen sich erst auf den zweiten Blick finden. So unterscheiden sich die URLs der Webseiten sowie die Facebook-Accountnamen von denen der Originale. Während der tatsächliche Account des MusicStores auf Facebook den Namen @MUSIC STORE trägt, heißen die Fakes zum Beispiel @Music Store Deutschland oder @MUSIK STORE Deutschland. 

Aufmerksam bleiben

Die Statements der verschiedenen bisher betroffenen Händler rufen ihre Kunden und Kundinnen zur Wachsamkeit auf. Bei jeglicher Kommunikation, die ungewöhnlich erscheint, zu gut um wahr zu sein ist oder nach sensiblen Informationen fragt. Thomann verweist zusätzlich darauf, dass seine offiziellen Facebook-Seiten mit einem blauen Haken verifiziert sind. Weiter könnten Angebote direkt auf der offiziellen Thomann-Webseite leicht überprüft werden.

Während einige Fake-Seiten inzwischen tatsächlich nicht mehr aufrufbar sind, melden sich in den Kommentaren unter den Statements einige Nutzer und Nutzerinnen zu Wort, die Fake-Anzeigen bei Meta gemeldet haben, jedoch darüber informiert wurden, dass diese nicht entfernt wurden. Dem Konzern nach würden die Anzeigen nicht gegen die Werbestandards Metas verstoßen.

Profitiert Meta?

In Folge existieren einige dieser Anzeigen nicht nur weiter, es scheinen auch regelmäßig neue Anzeigen geschaltet zu werden – inzwischen auch auf Instagram. Und Achtung: Bei den Anzeigen handelt es sich nicht um einfache Posts, sondern immer wieder sogar um kostenpflichtige Anzeigen.

Diese ermöglichen den Betreibenden der gefakten Markenseiten zum einen eine präzisere Zielgruppenansprache und zugleich eine höhere Reichweite. Offensichtlich scheint sich dieses Modell für die Betrugsmasche der Fake-Accounts zu lohnen, was nicht zuletzt bedeutet, dass auch Meta profitiert. 

Inwieweit die Betreibenden von Facebook Vorkehrungen treffen, um derartige Fake-Anzeigen präventiv einzudämmen ist uns nicht bekannt. Es darf jedoch vermutet werden, dass Meta durchaus über Mechanismen verfügt, über die Markenmissbrauch insbesondere bei kommerziellen Anzeigen identifiziert und blockiert werden kann.

Es ist also durchaus fraglich, wie es sein kann, dass zudem immer wieder sehr ähnlich aufgebaute Anzeigen, so lange existieren können – auch trotz Meldungen. Im Falle von Hug soll das Ganze bereits zu Beginn des Jahres mit dem Angebot von Marshall-Boxen für zwei Franken begonnen haben.

Vorsicht bei vermeintlichen Schnäppchen

Betrachtet man den bisherigen Verlauf, scheint es wahrscheinlich, dass die Fake-Anzeigen noch eine ganze Weile weiter kursieren werden. Vielleicht werden in Zukunft neben Marshall-Boxen auch weitere Produkte auf diese Art und Weise beworben. Es gilt also weiterhin aufmerksam zu bleiben und Angebote lieber zweimal zu überprüfen. 

Wie sieht es bei euch aus: Seid ihr bereits auf eine dieser Fake-Anzeigen gestoßen? Teilt in den Kommentaren gerne eure Erfahrungen und euer Wissen!

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