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Dreister Betrug 

3 Mio. Dollar Schaden: Betrüger täuscht Veranstalter und erhält Gefängnisstrafe

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 30.07.2024

musikbusiness liveszene

3 Mio. Dollar Schaden: Betrüger täuscht Veranstalter und erhält Gefängnisstrafe

Justin Bieber (2022). © Semmel Concerts

Der US-Amerikaner Terronce Morris muss eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren verbüßen, weil er Konzert-Promoter um 3 Millionen US-Dollar betrug. Morris ließ die Veranstalter glauben, er könne Auftritte von Stars wie Justin Bieber, Billie Eilish und Post Malone arrangieren. 

Wie Complete Music Update berichtet, setzten Morris und sein Komplize Blake Kelly eine raffinierte Strategie ein, um die Veranstalter von seiner Glaubwürdigkeit zu überzeugen.

Sie erstellten gefälschte Verträge, die angeblich von den Stars selbst unterzeichnet worden waren, und richteten E-Mail und Bankkonten in deren Namen ein.

Kommunikation mit Fake-Justin Bieber

Die Betrüger schafften es sogar, eine andere Person mit dem Namen Justin Bieber zu finden und diesen dazu zu bringen, ein Bankkonto zu eröffnen, um die Zahlungen leichter entgegennehmen  zu können, die angeblich für den echten Künstler gedacht waren. 

In einem Fall organisierten Morris und Kelly sogar ein Video-Meeting, bei dem ein falscher Justin Bieber auftrat und bestätigte, das geplante Konzert zu spielen. 

1,3 Millionen durch den ersten Betrug 

Der erste Betrug brachte Morris und Kelly am meisten Geld ein. Morris gab sich als Musikproduzent aus und überzeugte die Veranstalter, dass er Auftritte von Justin Bieber, Billie Eilish und Post Malone arrangieren könnte. Die Veranstalter zahlten den Betrügern schließlich 1,3 Millionen Dollar. 

Der Betrug flog auf, nachdem das Festival angekündigt und von Vertretern der Künstler entdeckt worden war, die daraufhin Abmahnungen schickten. 

Doch das hielt Morris und Kelly nicht davon ab, den Betrug zu wiederholen. Im Herbst 2020 erhielten sie 500.000 Dollar von einem weiteren Veranstalter. Weitere Täuschungen folgten im Jahr darauf.

Luxus durch Betrug

Anfang 2024 bekannten sich beide Männer des Betruges (genauer gesagt "wire fraud") sowie des Identitätsdiebstahls für schuldig. 

Kelly wurde daraufhin im März zu 13 Monaten Haft verurteilt, während Morris eine Haftstrafe von 57 Monaten erhielt. Der Bundes-Staatsanwalt des Southern Districts von Florida (also Miami und Umgebung) erklärte zu dem Urteil:

"Die beiden Männer nutzten das Geld, um sich zu bereichern und einen verschwenderischen Lebensstil zu finanzieren. Dazu zählten der "Kauf von Luxusgütern, die Bezahlung luxuriöser Dienstleistungen und Essen in hochpreisigen Restaurants".

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