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So gelingt Bands und Solokünstlern mit LED eine überzeugende Lichtshow
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Mit modernen LEDs gelingt auch kleineren Bands eine überzeugende Lichtshow. © Leonard Kötters
Ohne eine gute Lichtshow geht auf der Bühne eigentlich nichts mehr. Befeuert wird diese Anforderung durch gigantische und ebenso kostspielige Produktionen der etablierten Acts. Aufstrebende Bands müssen da irgendwie mithalten - und zwar genreübergreifend von Pop über Indie bis zu Rock und Hip-Hop.
Die finanziell verkraftbare Lösung liegt in der Vielfarbigkeit der immer überzeugender werdenden LED-Technologie im Zusammenspiel mit mehrfunktionalen Hybridscheinwerfern. Wie zufällig finden sich da sämtliche Attribute zusammen, die für einfache, aber effektive Setups benötigt werden.
Wunsch nach Vielfarbigkeit und Farbwechseln in Echtzeit
Die LED-Leuchtmittel in der ersten Generation vermochten lediglich eine Farbe aus dem RGBW-Spektrum ausspielen, also Rot, Grün, Blau oder Weiß. Die darauf folgenden Tri-, Quad- und schlussendlich HEX-LEDs vermögen neben den RGBW-Farben auch noch Cyan und Amber zur Verfügung stellen - und das alles in einer LED.
Exakt darin liegt einer der bedeutendsten, flexibel nutzbaren und zugleich kostensparenden Vorzüge der aktuellen Multicolor-LEDs. Derart bestückt lassen sich facettenreiche Farbwechsel mit Grund- und Mischfarben in Echtzeit realisieren, die vor wenigen Jahren noch undenkbar waren. Aktuelle Produkte spielen euch dabei in die Hände, denn für die Umsetzung benötigt ihr nur wenige Scheinwerfer.
Kostengünstige Funktionalität: Hybrid-Scheinwerfer auf LED-Basis
Einsteigerbands kommt gegenwärtig eine weitere Entwicklung am Markt entgegen, die sich eigentlich nicht direkt auf die verwendeten Leuchtmittel, sondern auf die Geräte selbst bezieht: Voll im Trend liegen hybride Scheinwerfer, die durch einstellbaren Fokus und Abstrahlwinkel - oftmals mit motorisiertem Zoom - die Funktionalität von Spot für die punktuelle, Beam für die zonierte und Wash für die breitflächige Beleuchtung in Personalunion bereitstellen. Diese können bei diesen Geräten zwar nicht gleichzeitig, aber zumindest nach individueller Situation genutzt werden.
Das bedeutet nicht weniger, als dass diese zumeist mit leistungsstarken LEDs bestückten multifunktionalen Scheinwerfer den Gerätepark pragmatisch reduzieren. Es macht eben einen deutlichen Unterschied, ob man für Backlight (die Beleuchtung von hinten), Front-Light (der Beleuchtung von vorne) und Gassenlicht, der Lichtposition auf seitlicher Augenhöhe, in jeweils drei verschiedene Scheinwerfer investieren muss oder ein einziger auf jeder Seite die Funktionen in sich vereint.
Geringe Hitzeentwicklung
Die Leuchtmitteltypen, die vor der LED-Technologie zum Einsatz kamen, haben im besten Fall immer wieder für verbrannte Finger gesorgt, im schlimmsten Fall sogar ganze Theater niedergefackelt.
Mit Halogenlampen bestückte Scheinwerfer wurden derart heiß, dass sie nach dem Betrieb vor dem Abbau erstmal ausgiebig abkühlen mussten. Ebenso wirkten solche Scheinwerfer wie installierte Öfen, welche die typischerweise engen Bühnen, auf denen aufstrebende Bands sich ihre ersten Sporen verdienten, massiv aufheizten.
Ob im Club oder beim Kneipen-Gig - auf der Bühne musste entsprechend Abstand gehalten werden, was den ohnehin kaum vorhandenen Bewegungsspielraum zusätzlich einschränkte. Diese Hitzeentwicklung entfällt bei LED-Scheinwerfern nahezu komplett.
Niedrigeres Gewicht, kompakte Maße
Zwei weitere Vorzüge machen LED-Scheinwerfer zu idealen Problemlösern für Einsteigerbands: Während beim Einsatz konventioneller Lampen große und schwere Netzteile auch für die Stromversorgung der entsprechend großen Kühlkörper benötigt werden, entfällt dieser Punkt bei LED-Scheinwerfern.
Ebenso nehmen die LEDs innerhalb der Konstruktion weniger Platz in Anspruch. Unter dem Strich bedeutet das ein deutlich geringeres Gewicht sowie kompaktere Gehäuse, die einfacher zu positionieren und zu transportieren sind.
Energieeffizienz und Langlebigkeit
Im Vergleich zur klassischen Glühlampe verbrauchen LEDs bis zu 90 Prozent weniger Strom, verglichen mit Halogenlampen sind es immer noch 70 Prozent Ersparnis. Im Mittel lässt sich der Stromverbrauch mit LEDs um bis zu 80 Prozent reduzieren.
Dieser Vorteil wirkt sich positiv auf die Energierechnung der Veranstalter und Locations aus, ist aber angesichts der aktuellen Energiekosten auch ein wirkungsvolles Argument für kleinere Bands, um den Tour-Kalender zu befüllen.
Ein ebenfalls kostengünstiges Argument ist die Lebensdauer der Leuchtmittel, die üblicherweise zwischen 15.000 und 50.000 Stunden angegeben wird. Das integrierte Vorschaltgerät gibt seinen Geist allerdings gerne früher auf.
Einstige Kinderkrankheiten sind längst ausgeräumt
Zur Wahrheit gehört, dass LEDs in der Eventtechnik über lange Zeit mit mangelhafter Akzeptanz zu kämpfen hatten - und das aus guten Gründen. Bei den ersten LEDs mussten Abstriche hinsichtlich der Licht- und Farbqualität hingenommen werden, zumal das Licht vergleichsweise kühl wirkte.
Der Farbwiedergabeindex (Color Rendering Index, CRI), der die Qualität der Farbwiedergabe angibt, war anfangs ebenso niedrig. Die elektronischen Dimmer sorgten aufgrund ihrer mangelhaften Wiederholrate für ein hochfrequentes Flackern und waren somit für Filmaufnahmen ungeeignet.
Wer sich heutzutage abseits des absoluten Low-Budget-Bereichs umsieht, wird feststellen, dass LED-Scheinwerfer sich von ihren einstigen Nachteilen weitestgehend verabschiedet haben.
Glühlampenverbot in der EU und USA
In der Europäischen Union gilt seit dem 01.09.2012 das sogenannte Glühbirnenverbot. Inzwischen - seit 01.08.2023 - sind die Produktion und der Verkauf von traditionellen Glühbirnen auch in den USA offiziell verboten.
Grund dafür ist, dass klassische Glühbirnen nur rund fünf Prozent der Energie in Licht umwandeln. Der Rest der zugeführten Energie wird als Wärme abgegeben, was weder energieeffizient noch nachhaltig und erst recht nicht wirtschaftlich ist.
Das Aus für Halogen-Leuchtmittel
Ebenso wurde bereits 2018 die Produktion der meisten Halogen-Leuchtmittel in der EU verboten, wobei die Bezeichnung "Verbot" falsch gewählt ist. In der EU-Verordnung wird lediglich definiert, dass neu produzierte oder importierte Leuchtmittel speziellen Anforderungen der Energieeffizienz entsprechen müssen. Exakt das tun die Halos nicht, vielmehr sind Halogen-Leuchten eine ökologische Katastrophe.
Wenn ihr auf ein preisgünstiges Setup setzt, spricht alles für LED-Scheinwerfer. Spielt ihr euch in höhere Sphären, wird die Lichtanlage ohnehin über den Veranstalter bzw. das jeweilige Rental-Unternehmen gestellt.
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