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Tipps für deinen Bass Drum-Sound mit dem e 602-II von Sennheiser

Markennews von Sennheiser Deutschland
veröffentlicht am 06.12.2018

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Tipps für deinen Bass Drum-Sound mit dem e 602-II von Sennheiser

Sennheiser e 602-II (2018). © Sennheiser

Das e 602-II ist Sennheisers Mikrofon des Monats. Mit den folgenden Tipps holt ihr damit druckvollere Bässe, präziseren Attack und transparentere Höhen aus eurer Kickdrum heraus.

"Es gab diesen Trend, der nach einem 'modernen' Klang bei der Bass Drum verlangte, also nach mehr Auflösung, mehr Offenheit und vollerem Klangumfang", erinnert sich Sebastian Schmitz, Portfoliomanager bei Sennheiser. Auf seinem Tisch liegen neben dem e 602-II noch zwei weitere Mikrofone: ein e 602 und ein MD 421. "Ohne diese beiden würde es das e 602-II nicht geben.“ Fragende Blicke.

"Naja, spezielle Mikrofone für die Abnahme von Bass Drums sind noch relativ jung. Sie kamen erst Mitte der 80er Jahre auf. Zuvor wurden Bass Drums meist von Allround-Mikrofonen abgenommen – sowohl im Studio als auch live", erklärt Schmitz. "Eines davon war unser MD 421, das dabei sehr gute Ergebnisse lieferte."

Kein Wunder, zählt doch das MD 421 bis heute zu den bekanntesten und vielseitigsten Mikrofonen der Welt.

"Wir haben dann bei der Entwicklung der evolution Serie auch ein Mikrofon speziell für die Bass Drum entworfen – das e 602 – und dafür den bewährten Wandler des MD 421 verwendet. Das lag ja nahe", fährt Sebastian Schmitz fort. Um es besser an seine Aufgabe anzupassen, wurde der Frequenzgang des e 602 allerdings vorgeformt, was beim MD 421 nicht der Fall war. Damit konnte es einerseits mehr Tiefbässe und andererseits auch kraftvolleren Attack abbilden.

Mit dem e 602 hatte Sennheiser also ein dediziertes Bass-Drum-Mikrofon geschaffen und es war hervorragend für die Bühne geeignet.

Klangmodernisierung

"Was den Klang betrifft, haben wir den Frequenzgang des neuen e 602-II modernisiert", erläutert Schmitz. Deutlich wird das in seiner bereits bei 50 Hz einsetzenden Anhebung, was zu noch satteren Tiefbässen führt, und einer erweiterten Anhebung bei 2 - 15 kHz. Aber warum eigentlich?

"Im Austausch mit Musikern und Toningenieuren hat sich unser Eindruck bestätigt, dass bei Bass-Drum-Mikrofonen inzwischen mehr Druck und Transparenz gefragt waren." Das lag zum einen an den sich immer breiter auffächernden Musikstilen und zum anderen an einem generellen Wandel im Hörempfinden: "Es war deutlich zu spüren, dass sich die Klangästhetik weiterentwickelt hatte, ähnlich wie eine Mode", erinnert sich Schmitz.

Die folgenden Feldtests zeigten, dass das neue e 602-II den gewünschten, modernen Bass-Drum-Sound mühelos liefern konnte.

Tipps für das Sound-Design mit dem e 602-II

Das e 602-II bildet das Wesen der Kick Drum ab – und mehr. Passend zum jeweiligen Drum-Stil können unterschiedliche Mikrofonpositionen gewählt werden, außerdem gibt es ein paar ungewöhnliche Verwendungstipps.

  • Tief im Kessel, vor dem Schlagfell: Die Position tief in der Bass Drum, nur einige Fingerbreit vom Schlagfell entfernt, betont den Anschlag und blendet viele Resonanzen aus. Der Sound ist eher trocken.
  • Mikrofon auf der Höhe des Resonanzfells: Die Position vorne in der Öffnung des Resonanzfells liefert deutlich weniger Attack, dafür viele Resonanzen und einen warmen, voluminösen Bass.
  • In der Mitte liegt die Kraft: Die Position in der Mitte zwischen Schlag- und Resonanzfell liefert weiterhin voluminösen Bass, aber weniger Attack. Die Betonung des Anschlags lässt sich weiter reduzieren, wenn das e 602-II von der Aufschlagstelle des Klöppels weggerichtet wird.
  • Im Live-Einsatz hat sich die unkomplizierte Positionierung am Loch des Resonanzfells bewährt.

Wer nach dem perfekten Sound sucht, kann die Positionierung auch mit Kopfhörern und Mikrofon in der Hand 'live' verfolgen. 

Das kann das e 602-II auch?

Obwohl es speziell für die Kick Drum entwickelt wurde, ist das e 602-II nicht auf diesen Einsatzzweck begrenzt. Es eignet sich zum Beispiel hervorragend für die Abnahme des Bass Amps. Einige User nutzen es auch für Sprachaufnahmen. Besonders dann, wenn die Stimme größer, voller und sonorer klingen soll – das soll den einen oder anderen Podcast erst so richtig charakteristisch machen. Daneben ist das e 602-II auch bei einigen Gitarristen beliebt, zum Beispiel beim Gothic Metal, wo man dem Gitarrensound gern eine gewisse Schwere und tiefenlastige Substanz verleiht.

Und sicher gibt es noch weitere, ungewöhnliche Einsatzmöglichkeiten. Deshalb wie immer: Auf der Suche nach dem passenden Mikrofon hilft nichts besser, als probieren, probieren, probieren.

Unternehmen

Sennheiser Deutschland

Sennheiser electronic GmbH & Co. KG

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