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Tonträger bleiben zollfrei

Trump-Zölle: Vinyl, CDs und Kassetten bleiben verschont – aber Probleme bleiben

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 05.09.2025

musikbusiness vinyl cd

Trump-Zölle: Vinyl, CDs und Kassetten bleiben verschont – aber Probleme bleiben

© Giorgos Mar via pexels.com

Physische Tonträger bleiben von den jüngsten US-Zöllen unberührt. Während US-Präsident Donald Trump zahlreiche in die US importierte Güter massiv mit Zöllen belegt, gilt für Vinyl, CDs und Kassetten weiterhin Zollfreiheit. Das bedeutet aber nicht, dass der Warenverkehr zwischen den USA und dem Rest der Welt reibungslos weiterläuft.

Mit der im Juli 2025 unterzeichneten Verordnung hat US-Präsident Donald Trump die Zollbefreiung für Importwaren grundlegend verändert.

Die bisher geltende Freigrenze von 800 US-Dollar wurde abgeschafft, sodass seit dem 29. August zahlreiche Produkte beim Import in die USA mit hohen Abgaben belegt werden. 

Ausnahme für Tonträger

Während viele eingeführte Güter nun massiv besteuert werden, bleiben Tonträger verschont. Grundlage dieser Ausnahme ist die Einstufung durch die US-Zollbehörde. Schallplatten, CDs und Kassetten fallen in die Kategorie "Information Materials" und bleiben damit weiterhin zollfrei.

Trotz der klaren Regelung kommt es in der Praxis zu Schwierigkeiten. Discogs und Bandcamp verweisen darauf, dass nicht alle Zoll- und Poststellen die Ausnahmeregelung konsequent anwenden. In einigen Fällen haben Transportunternehmen streng ausgelegte Pauschal-Zölle von 10-15 Prozent erhoben, selbst wenn die Artikel eigentlich zollfrei sind.

Um Missverständnisse zu vermeiden, wird empfohlen, eine eindeutige Kennzeichnung der Sendungen – etwa durch den Hinweis auf den Status "Information Materials".

Eine langfristige Lösung für korrekt verzollte Lieferungen besteht in der Nutzung von DDP-Diensten (Delivered Duty Paid). Dabei werden mögliche Abgaben bereits im Vorfeld berechnet und in die Versandkosten integriert.

Lösung gesucht

Die Verwerfungen durch die neuen Zölle beim Warenversand sind aber dennoch beträchtlich. So haben zahlreiche nationale Postbehörden und Versandservices angekündigt, keine Pakete mit kommerziellem Inhalt mehr in die USA zu befördern, darunter auch DHL.

Eine Liste weiterer Postbehörden, die den Versand von kommerziellen Warensendungen und Paketen in die USA ganz oder teilweise ausgesetzt haben, findet sich hier. Ob sich schnell Lösungen finden lassen, ist fraglich.

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