Tüftler mit Vision
Uli Behringer: Vom selbstgebastelten Synth zur Weltmarke
Uli Behringer (zweite Person v.l.)im Gespräch mit Mitch Gallagher (dritte Person v.l.). © Sweetwater
Wie Behringer berichtet, hat er seinen ersten Synthesizer im Alter von 16 Jahren gemeinsam mit seinem Vater – einem Atomphysiker und Orgelbauer – zusammengebastelt, weil er sich den Kauf des Instruments nicht leisten konnte.
Während sich Behringer zunächst nur das eigene Heimstudio ermöglichen wollte, wurde aus dem einen Projekt bald ein weitaus größeres. Neben dem Studio verwirklichte sich Behringer auch mit seiner eigenen kleinen Produktionsstätte, in der er Equipment erstellte, das er zunächst an seine Freunde verschenkte.
Not macht erfinderisch
Viele der heute geschätzten Behringer-Produkte seien nur entstanden, weil er es sich als Jugendlicher nicht leisten konnte seine Ausstattung zu kaufen. "Notwendigkeit ist die Mutter der Innovation", scherzt Behringer im Gespräch mit Gallagher.
Heute ist es Uli Behringer ein großes Anliegen, Musiktechnik für alle zugänglich zu machen. Ein Gedanke, der ihn in seiner Arbeit bekräftigt ist das Sprichwort, dass in jedem Menschen ein Musiker stecke. Mit Behringer wolle er die Menschen stärken, denen die Möglichkeiten für dessen Freisetzung fehlen. Seine Arbeit soll Menschen wie sein früheres Ich unterstützen.
Aktuelle Projekte
Inzwischen verfügt Uli Behringer über eine große Fabrik in China, in der er zeitweise sogar gelebt hat. Behringer erzählt davon, dass er gerne möglichst nah beim Entstehungsprozess dabei ist und es genießt, dabei zuzusehen, wie Synthesizer entstehen. Aktuell sei sein Unternehmen daran, an der vollständigen Automatisierung dieser Firma zu arbeiten.
Seine Fabrik und damit auch Selbstständigkeit hat Behringer auch dem Support seiner Mutter zu verdanken, die sogar ihr Haus verpfändete, um ihn einen Kredit zu ermöglichen. Auch sonst bewundert er sie für ihren Einsatz im sozialen Bereich und lies sich davon zur Gründung einer eigenen Stiftung, der "Uli Behringer Foundation" inspirieren.