Gute Nachrichten für die Musikindustrie
Verkäufe physischer Tonträger in Großbritannien steigen erstmals seit 20 Jahren
© Mick Haupt via pexels.com
Damals wuchsen die Verkäufe physischer Tonträger um 2,6 Prozent auf 163,4 Millionen Einheiten, wie das britische Magazin Music Week berichtet.
Die krasse Differenz zwischen 8 Millionen Einheiten 2024 und 163 Millionen Einheiten 2004 verdeutlicht den Rückgang physischer Verkäufe. Dennoch ist das Wachstum erfreulich.
Im 2. Quartal wuchsen physische Verkäufe sogar noch stärker um 3,9 Prozent. Im Vorjahr verzeichneten sie noch einen Rückgang von 0,3 Prozent (und 1,1 Prozent für das Gesamtjahr 2023).
CD-Rückgang verlangsamt
Bislang waren die seit Jahren wachsenden Verkaufszahlen von Vinyl nicht ausreichend, um ein Wachstum der verkauften physischen Einheiten insgesamt zu erzielen. In Bezug auf die Stückzahl blieben CDs weiterhin das dominante physische Medium, obwohl ihre Verkaufszahl beständig sinkt.
Das setzte sich auch im ersten Halbjahr 2024 fort, denn CD Verkäufe gingen um 1,5 Prozent auf knapp 4,9 Millionen Einheiten zurück. Der Abwärtstrend bei CDs hat sich aber verlangsamt, denn im 2. Quartal betrug der Rückgang nur noch 0,8 Prozent. Ob der CD-Markt wieder ins Plus dreht, bleibt aber abzuwarten.
Vinyl-Boom hält an
Für das Wachstum der physischen Verkäufe insgesamt sind daher die Vinyl-Verkäufe verantwortlich. Diese stiegen im Vergleich zum 1. Halbjahr 2024 um 12,4 Prozent auf mehr als 3 Millionen Einheiten. Im 2. Quartal fiel das Wachstum mit 13,3 Prozent sogar noch höher aus.
Für das Wachstum machen Branchenkenner neben Superfans (beispielsweise von Taylor Swift und Billie Eilish), aber auch den Record Store Day, die HMV Vinyl Week und den National Album Day verantwortlich.
Anstieg durch Taylor Swift und Co
Taylor Swifts LP "The Tortured Poets Department" und ihr übriger Musikkatalog haben mit 254.241 physischen Verkäufen zum Wachstum des physischen Marktes beigetragen.
Unter den Top 5 der meistverkauften physischen Alben befinden sich außerdem "Swing Fever" von Rod Stewart & Jools Holland mit 48.540 Einheiten, Liam Gallagher & John Squire (46.982), Billie Eilishs "Hit Me Hard and Soft" (45.434) und The Last Dinner Partys Debütalbum "Prelude To Ecstasy" mit 42,352 verkauften Einheiten.
Auch der im UK traditionell starke Vinyl-Singles-Markt zeigt nach vielen Jahren des Rückgangs wieder Wachstumszeichen. 7-Inch-Verkäufe wuchsen im Vergleich zum Vorjahr um 146 Prozent auf knapp 130.000 Einheiten. Erstmals seit 2009 wurden damit mehr als 100.000 Einheiten abgesetzt.
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