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Kampf gegen Tech-Giganten

Wachsende Lobbymacht: Initiative Urheberrecht fordert verbindliche Lizenzmodelle auf EU-Ebene

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 27.04.2026

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Wachsende Lobbymacht: Initiative Urheberrecht fordert verbindliche Lizenzmodelle auf EU-Ebene

Matthias Hornschuh 2021. © Mario Giordano

Große Technologiekonzerne investieren jährlich dreistellige Millionenbeträge in Lobbyarbeit. Die Initiative Urheberrecht warnt, dass wirtschaftliche Interessen großer Plattformen zunehmend zulasten von Urheberrechten durchgesetzt werden könnten und fordert daher europaweit verbindliche Lizenzmodelle.

Die Initiative Urheberrecht (IU) vertritt die Interessen von etwa 140.000 Urheberinnen und Urhebern sowie ausübenden Künstlerinnen und Künstlern. Im Zentrum ihrer Forderung steht der Umgang mit generativer Künstlicher Intelligenz und deren Trainingsgrundlagen.

Forderung nach klaren Lizenzmodellen

Ein zentraler Streitpunkt ist die Nutzung kreativer Inhalte durch KI-Systeme. Die IU fordert verbindliche Lizenzmodelle, die eine Vergütung für die Nutzung geschützter Werke sicherstellen. Bislang würden Inhalte häufig ohne Zustimmung oder Bezahlung der Urheberinnen und Urheber verwendet, was die wirtschaftliche Grundlage vieler Kreativschaffender gefährde.

Die Forderung richtet sich insbesondere an EU-Institutionen. Ziel ist eine Regulierung, die den Aufbau funktionierender Lizenzmärkte ermöglicht und gleichzeitig Rechtssicherheit schafft. Ohne entsprechende Regelungen drohe eine strukturelle Schwächung der Kultur- und Medienwirtschaft.

Der Sprecher der Initiative Urheberrecht, Komponist und Publizist Matthias Hornschuh kommentiert:

"Die Kultur-, Kreativ- und Medienbranche und insbesondere die schöpferisch Tätigen sind der Motor gesellschaftlichen Wandels, sie sind unverzichtbare Voraussetzung für europäische Innovationskraft und damit eine bedeutende Komponente der Volkswirtschaft. Europa sollte sich mangels Öl, seltener Erden und billiger Arbeitskräfte auf seine kreativen Köpfe besinnen."

Spannungsfeld zwischen Innovation und Regulierung

Es ist unbestritten, dass Künstliche Intelligenz eine technologische Weiterentwicklung darstellt, die in vielen Berufen zum Tagesgeschäft gehört bzw. gehören wird.

Das Problem ist, dass KI-Tools mit urheberrechtlich geschütztem Material trainiert wurde, ohne dass dafür eine Zustimmung der Urheber vorlag oder Lizenzgebühren geflossen sind. Es ist das gute Recht der Urheber, diese Situation nicht mehr länger hinzunehmen und auf gesetzliche Lösungen zu drängen, die ihnen eine rechtmäßige Vergütung sichern.

Da die meisten KI-Modelle von großen Tech-Konzernen entwickelt oder übernommen wurden, ist nicht zu erwarten, dass ein Lizenzierungszwang technologische Innovation hemmt.

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