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Nader Rahy

Gitarrenlastiger, melancholisch/düsterer Singer/Songwriter-Stil mit Loop/Effekt-Pedalen und live sampling. aus Berlin, seit 2010

Bio/Info

"Ich war zwölf Jahre alt, als mein Vater mir meinen damals grössten Wunsch erfüllte. Von einem seiner Kunden brachte er eines abends ein Schlagzeug mit nach Hause. Es war zugegebenermaßen ein Schrotthaufen aber allemal besser, als die Farbeimer und Papierkörbe, die ich davor zum Trommeln missbrauchte.
Bevor ich das erste Paar Drumsticks in den Händen hielt, wusste ich bereits, dass ich Schlagzeug spielen können würde.
Es war eines frühen Nachmittags gegen Schulschluss, als ich einen etwas älteren Schüler in der Schulaula an den Drums beobachtete. Er spielte einen klassischen midtempo AC/DC Beat.
Das war quasi meine erste Offenbarung, denn ich wusste einfach, dass ich das, was der da machte, schon lange konnte. Es juckze mich dermaßen in den Fingern, daß ich ihn einfach fragen musste, ob ic (...) Mehr anzeigenh auch mal spielen dürfe.
Da saß ich also; ein Zwölfjähriger, der seinen ersten 4/4tel Beat spielte und dessen bisherige, vage Karrierepläne, als Zug- oder Kranführer, Rennfahrer oder was auch immer zwölfjährige Jungs gerne werden wollen, nun prompt Note für Note über den Haufen geworfen wurden.
Ich war ein sehr ungehobeltes Kind, überzeugt davon, dass Regeln nur dazu da waren, um gebrochen zu werden. Die Schule kotzte mich an. Wenn ich mal hinging waren die Noten meist gut. Meine Zeugnisnote für Englisch verbesserte sich von Fünf auf Eins, nachdem ich anfing, englischsprachige Songtexte zu schreiben. In Musik blieb es bei einer Fünf.
Ich verliess mein Elternhaus morgens um halb acht und saß mich in den 76er Bus. Anstatt aber eine Station später in die U-Bahn umzusteigen, um zur Schule zu fahren, blieb ich meist im Bus sitzen, der mich dann zum Forum Steglitz brachte, wo ich Woche für Woche morgens bis nachmittags bei "World Of Music" am Vorspielservice eine Schallplatte nach der anderen verschlang. Das war quasi meine Schulausbildung.
Mit fünfzehn gründete ich mit zwei Freunden meine erste Band, die tatsächlich aus drei Musikern bestand. Vorher hatte ich immer zwei oder drei Freunde rekrutiert, denen ich irgendwas auf irgendwelchen Schrottinstrumenten zeigte, das meist ganz ok klang, sie aber nicht nachspielen konnten. Das war immer sehr frustrierend. Jetzt war ich jedoch in einer richtigen Band!
Wir nannten uns zuerst "Tomcats". Dann "Sixpack Attack" und schliesslich - zum Höhepunkt unserer Karriere - "The Jailbirds". Wir waren mehr oder weniger eine Stray Cats Coverband mit drei oder vier eigenen Songs. Da die Stray Cats ja auch viele Covers spielten, waren wir sozusagen eine Stray Cats/Stray Cats Cover - Coverband.
Ich bin heute sicher, dass ich ohne diese Band damals irgendwann in ernsthafte Schwierigkeiten geraten wäre. Denn die Musik hat für mich wesentlich mehr getan, als mich zu erfreuen. Sie hat mich kultiviert.
Sie war gewissermaßen ein Retter vor einem möglicherweise leeren Leben. Durch sie lernte ich Disziplin. Sie lehrte mich zu reflektieren, nachzudenken und zu fühlen. Sie war gewissermaßen auch eine Zuflucht.
Eigentlich war die Gitarre mein allererstes Instrument. Ich hatte nämlich früher auf billigen Akustikgitarren gespielt, in dem ich sie offen stimmte und mit Drumsticks auf ihnen rumhämmerte.
Später lies der Gitarrist der "Jailbirds" des öfteren seine Gitarre bis zur nächsten Probe bei meinen Eltern im Keller liegen. Ich weiss bis heute nicht genau, wie ich das gemacht habe. Ich weiss nur, dass ich heute mit dem Gitarrenspiel mein Geld verdiene.
1995 - ich war einundzwanzig Jahre alt - suchten die "Billion Dollar Babies" solange verzweifelt nach einem Sänger, bis der Schlagzeuger letztendlich die Trommelstöcke beiseite legte und zum Mikrofon griff.
Einen neuen Drummer fanden wir genauso schnell, wie einen neuen Bandnamen. Ich war nun Sänger und Songwriter der Band "Nada Brama".
Im Jahr 2000 gewannen wir weltweit den Emergenza Bandwettbewerb. Ich erhielt zusätzlich den Award für "bester Sänger".
Nach einem Showcase in Los Angeles und einigen Meetings mit Plattenfirmen in Deutschland schmiss ich die Sache 2001 hin, da niemand bereit war, mit uns auf die Art und Weise zu arbeiten, die sich unser Management vorstellte.
Ich fing an, mit einem kleinen Repertoire aus meinen Top 20 Songs durch die Bars von Berlin zu tingeln.
Eines Abends war ich Gast in der Junction Bar, wo der damalige Gitarrist von Nena (99 Luftballons etc.) mit einem befreundeten Pianisten seine Liederchen runterträllerte.
In der Pause fragte mich der Klavierspieler, ob ich nicht auch Lust hätte, einen meiner Songs zum Besten zu geben. Ich zögerte nicht lange, da ich für diesen Fall derzeit ja gut eingespielt war und zeigte ihm ein Paar Akkorde; der Rest würde sich von selbst erklären.
Ich eröffnete mit Ralf das zweite Set des Abends und stoß zu meiner Freude sichtlich auf Begeisterung.
Eine Woche später spielte ich irgendwo in Kreuzberg einen weiteren Akustik-Gig. Es waren vielleicht 20 Leute zugegen, zu meiner Überraschung auch Nena mit ein Paar Freunden.
Ich dachte mir damals nicht viel dabei, fühlte mich aber geschmeichelt.
Kurz darauf flog ich zu meiner damaligen Freundin nach Florida. Wir stritten uns 2 Wochen, trennten uns und ich flog zurück.
Ich kam um 6 Uhr früh zu Hause in Berlin an. Ich hatte keine Band, keine Freundin und war hundemüde. Nach 4 Stunden Schlaf klingelte mein Telefon.
"Nader? Hier ist Nina". Ich war noch im Halbschlaf, als ich völlig überrumpelt und gejetlagt mein damaligen "Vorrat an Frauen aus irgendwelchen Clubs für köperliche Intimitäten" gedanklich durchscannte...dort aber micht fündig wurde. "Nina"? entgegnete ich mit einer Tom Waits-Stimme. "Neeeeeena!" korrigierte die Dame am anderen Ende der Strippe meine Wahrnehmung.
"Oooops" dachte ich und stand gewissermaßen liegend im Bett.
Ich wurde zu einer Audition eingeladen, die sehr entspannt verlief und ging im kommenden Monat, dem April 2002 mit Nena auf meine erste Tournee.
Heute - 10 Jahre und über 1000 Konzerte später - bin ich noch immer Gitarrist bei Nena, so verrückt es für mich auch klingt, wenn ich das hier aufschreibe.
Ich habe auch mein Schlagzeugspiel vor ein Paar Jahren reannimiert. Ich trommelte von 2007-2009 beim Indie-Act "Warren Suicide" und für diverse andere unbekanntere Künstler.
2010 Stieg ich als Drummer bei "Kingdom Come" ein, mit denen es nach Schweden und Russland ging.
Ich wurde für die Mitarbeit an diversen Ton- und Bildträgern mehrfach mit Gold - und Platin ausgezeichnet, habe Soundtracks für sowohl Kino- als auch Fernsehfilme komponiert und produziert und arbeite parallel weiter an meinen eigenen Bands und Projekten:
Im April 2009 veröffentlichte ich das Debut meiner Band "Officer I'm High" bei einem kleinen Berliner Label.
2012 verließ ich meine Hardcore/Punk Band "Silberrücken", die ich 2009 mit 3 Freunden gegründet hatte. Zumindest produzierten wir ein Video mit Erfolgsregisseur Jörn Heitmann, der z.b. für das Video "keine Lust", von Rammstein, Regie geführt hat.
Ende März 2012 veröffentlichte ich das erste Album meiner Band "Les Blaque Pearlz", die 2009 während eines Segeltörns durch die Karibik gegründet wurde.
Im Jahr 2012 spielte ich Gitarre bei dem jungen, talentierten Universal-Act Max Buskohl, dem Sohn von Carl Carlton.
Im Mai/Juni 2012 flog ich mit Nena nach Island und spielte Gitarre auf den Aufnahmen zum nächsten Album.
Im Sommer des Jahres 2013 beschloss ich, an der Musik-Tv-Show "The Voice Of Germany" teilzunehmen, nicht etwa, um das Ding zu gewinnen, sondern um einem breiteren Publikum zu zeigen, dass es mich gibt.
Ich qualifizierte mich für die Teilnahme durch eine Audition, in der ich vor diversen Mitarbeitern von Universal drei Songs vorsingen musste.
In der ersten Episode der 3. Staffel des Formats, der sogenannten "Blind Audition", schaffte ich es mit einem 90 Sekunden langen Cover des Songs "Plush" von den Stone Temple Pilots in den weiteren Verlauf der Show.
In der zweiten Episode, den "Battles", sang ich mich mit einer Rockversion von Seal's "Kiss from a rose" gemeinsam mit einer weiteren Kandidatin in den Sieg und somit die nächste Runde, die "Showdowns".
Dort gab ich einem Millionen-Publikum einen meiner Lieblingssongs zum besten: "Nutshell" von Alice in Chains.
Nach insgesamt einem halben Jahr Arbeit in Form von Dreharbeiten, Vocal-coachings, Interviews, Presseterminen, Briefings, Proben und Foto/Video-Shootings stand ich am 29. November mit einer schweren, düsteren Version von Led Zeppelin's "Kashmir" in der ersten Liveshow dieser Staffel. Obwohl ich vor dem Publikums-Voting, dank einer völlig bescheurten Punkte-System-Vorgabe seitens der Show, 20% hinter eine andere Kandidatin gesetzt wurde, woraufhin ich ausschied, empfand ich meine Teilnahme an "The Voice" als Sieg. Ganz davon abgesehen, dass das Publikum mich knapp vorne gesehen hatte, war es mir gelungen, in einem Mainstream TV Format des Deutschen Fernsehen's Songs zu präsentieren, die es so noch nie auf den Privatsendern zu sehen und hören gab.
Der Plan, meine Popularität zu erweitern, war aufgegangen.
Ich bin nun seit 3 Jahren so gut, wie pausenlos, auf Tour. Ich hab mir ein musikalisches Solo-Setup gebaut, mit dem ich weltweit relativ ökonomisch unabhängig von den großen Plattenfirmen und Booking Agenturen arbeiten kann. Ich bin mit meinem Bus unentwegt auf den Straßen Europa's unterwegs, bewaffnet mit einer Akustik-Gitarre, diversen Loop- und Effektpedalen, einem Sampler und einigen Verstärkern. Ich spiele überall, wo man mich bucht. In den letzten drei Jahren habe ich so um die 700 Shows gespielt. Weniger anzeigen

Line-up

Nader Rahy

Sänger, Gitarrist, Schlagzeuger, Songwriter, Texter

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