Streit um Bonuszahlungen
Barry Manilow verklagt Hipgnosis auf Zahlung von 1,5 Millionen US-Dollar
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Barry Manilow. © Universal Music
Der von Merck Mercuriadis ins Leben gerufene Hipgnosis Songs Fund war einer der Pioniere im Geschäft mit den Songkatalogen bekannter Sänger und Songwriter.
Zu den frühen Investitionen von Hipgnosis zählt auch der Katalog von Barry Manilow, den der Hipgnosis Songs Fund 2020 für 7,5 Millionen Dollar kaufte.
Bonuszahlungen von 750.000 Dollar
Vier Jahre nach Abschluss des Vertrags zwischen Manilow und Hipgnosis streiten beide Parteien vor Gericht. Grund dafür sind Bonuszahlungen, die in dem Vertrag festgelegt wurden: Erzielt der Katalog bestimmte Umsatzzahlen, so erhält Barry Manilow zusätzlich zum Kaufpreis zwei Zahlungen im Wert von 750.000 Dollar.
Im August 2024 war es zunächst der Verlag, der Manilow aufgrund unterschiedlicher Auffassungen der Vertragsvereinbarungen verklagte. Ein Sprecher von Hipgnosis erklärte gegenüber Billboard:
"Es handelt sich um eine routinemäßige Angelegenheit, bei der es um die Auslegung bestimmter Klauseln in einem Vertrag über Bonuszahlungen geht."
Barry Manilow reicht Gegenklage ein
Im Gegenzug reagierten Barry Manilow und sein Management Stiletto Entertainment mit einer eigenen Klage. Der Auffassung des Künstlers entsprechend habe Hipgnosis die Vereinbarungen hinsichtlich der Bonuszahlungen nicht eingehalten.
Der Katalog habe die benötigten Umsätze erzielt, sodass der Verlag Manilow bezahlen muss. In der in in Kalifornien eingereichten Klage fordert Manilow daher die gesamten 1,5 Millionen Dollar.
Fehlende Expertise
In seiner Klage geht Barry Manilow zusätzlich auf falsche Versprechungen ein, die der Verlag und sein ehemaliger CEO Merck Mercuriadis gemacht haben. Mithilfe der Expertise der Mitarbeitenden von Hipgnosis sollten Neuauflagen seiner Werke sowie Lizenzierungen für Filmmusik erfolgen.
Digital Music News entsprechend brachten Barry Manilow und Stiletto Entertainment ihrer Enttäuschung in der Klage zum Ausdruck:
"Keines der versprochenen Marketing- oder Werbemaßnahmen wurde jemals umgesetzt. Hipgnosis hat sich nie mit Manilow beraten oder auch nur versucht, ihn zu beraten. Es wurde deutlich, dass Hipgnosis zutiefst falsche Versprechungen machte."
Das Ende von Hipgnosis
Nach der Übernahme durch das Investmentunternehmen Blackstone sind alle Einzelunternehmen von Hipgnosis unter einem Dach vereint.
Blackstone plant aber bereits, den Namen Hipgnosis verschwinden zu lassen, vermutlich weil er nach vielen negativen Schlagzeilen keinen guten Ruf mehr genießt.
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