Die Gewinnzone rückt näher
Deezer steigert Umsatz im Jahr 2024 um fast 13 Prozent an und reduziert Verlust
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Am 18. März 2025 veröffentlichte der Streaminganbieter Deezer die Resultate für das Geschäftsjahr 2024. Im Bericht kommentierte der Geschäftsführer Alexis Lanternier:
"2024 war ein wegweisendes Jahr für Deezer, geprägt von Fortschritt, Innovation und Wachstum. Wir erzielten ein Umsatzwachstum von 12 Prozent für das Gesamtjahr und übertrafen damit unsere Finanzziele. Im zweiten Halbjahr erreichten wir die Gewinnschwelle beim bereinigten EBITDA und Deezer erzielte erstmals einen positiven freien Cashflow."
Verluste verringern sich
Der Umsatz lag im Jahr 2024 bei 541,7 Mio. Euro. Dies ist ein Anstieg um 12,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, womit das Ziel eines zehnprozentigen Anstieges übertroffen wurde.
Noch immer befindet sich Deezer in der Verlustzone, 2024 lag der Verlust bei 27,5 Mio. Euro. Dies ist eine deutliche Verbesserung gegenüber 2023, als der Verlust noch bei 64,4 Mio. Euro lag. Als Gründe nennt der Anbieter einen höheren bereinigten Bruttogewinn und niedrigere Betriebskosten, einschließlich einmaliger Kosten im Zusammenhang mit Lizenzvereinbarungen.
Erstmals positiver freier Cashflow
In der Investorenpräsentation vom 18. März 2025 gab Deezer an, dass das Unternehmen das Jahr 2024 mit einer "soliden Finanzlage und einem positiven freien Cashflow zum ersten Mal in der Geschichte [des Unternehmens]" abschließt. Lag der freie Cashflow 2023 noch bei negativen 44,3 Mio. Euro, liegt er 2024 bei positiven 6,6 Mio. Euro.
Das bereinigte EBITDA lag 2024 bei negativen 4 Mio. Euro, was eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr ist, wo es noch bei negativen 28,8 Mio. Euro lag. Im zweiten Halbjahr überschritt das EBITDA die Gewinnschwelle, woraufhin das Unternehmen sich ans Ziel setzt, für das anstehende Geschäftsjahr 2025 ein positives EBITDA zu erreichen.
Im Heimatmarkt am stärksten
Die Abonnentenzahl lag 2024 bei 9,7 Mio. Abonnenten, was ein Rückgang um drei Prozent* gegenüber dem Vorjahr ist. 5,3 Mio. Menschen nutzen den Anbieter direkt, in diesem Bereich verzeichnet Deezer einen leichten Anstieg um 0,6 Prozent.
Von den 5,3 Mio. direkten Abonnenten entfielen 3,5 Mio. auf den Heimatmarkt Frankreich. Der Umsatz dort lag bei 312,8 Mio. Euro (rund 58 Prozent des gesamten Umsatzes), ein Anstieg um 8,6 Prozent.
Zwiespältig können die Resultate für Deezer außerhalb ihres Heimatmarktes aufgenommen werden. Denn obwohl der Umsatz deutlicher gestiegen ist (um 18,7 Prozent auf 228,9 Mio. Euro), ging die Abonnentenzahl um sechs Prozent auf 1,8 Mio. direkte Abonnenten zurück.
Der Unterschied zwischen sinkenden Abonnentenzahlen und steigenden Umsätzen ergibt sich zum Teil aus dem Anstieg des durchschnittlichen Umsatzes pro Nutzer, der für Labels und Demand-Side-Plattformen wichtig ist.
Gründe für Umsatzanstieg
Noch stärker war der Rückgang bei Nutzern durch Partnerschaften, dort lag er bei sieben Prozent auf nun 4,4 Mio. Abonnenten. Trotzdem sind die Partnerschaften für einen wichtigen Teil des Anstieges des Gesamtumsatzes verantwortlich.
168,3 Mio. Euro, rund 31 Prozent des Umsatzes, entfallen auf Partnerschaften mit anderen Firmen wie beispielsweise RTL Deutschland, Mercado Libre und Sonos (letztere Partnerschaft wurde im September 2024 erneuert). Gegenüber dem Vorjahr lag der Anstieg bei 26,6 Prozent.
Noch stärker war der Anstieg in der Kategorie "Sonstige", worunter Werbung und Nebenleistungen fallen. Die darin erzielten 29 Mio. Euro sind ein Anstieg um 63,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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