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Damit es im neuen Jahr besser läuft

Gute Vorsätze: Nimm dein Musikerleben in die Hand und lass diese Ausreden nicht gelten

Tipps für Musiker und Bands von Carina Reitz
veröffentlicht am 28.12.2018

motivation erfolgsfaktoren

Gute Vorsätze: Nimm dein Musikerleben in die Hand und lass diese Ausreden nicht gelten

Jumpstart ins neue Jahr. © semisatch (123RF)

Du bist fest entschlossen, das neue Jahr zum bisher besten deines (Musiker-)Lebens zu machen? Die folgenden Tipps helfen dir dabei, deinen Vorsätzen treu zu bleiben.

In wenigen Tagen ist es wieder soweit: ein neues Jahr beginnt. Traditionell ist jetzt die Zeit, um einerseits auf die vergangenen 365 Tage zurückzublicken und für sich selbst ein mehr oder weniger wohlwollendes Fazit zu ziehen. Es ist aber auch die Zeit, um für das kommende Jahr den ein oder anderen guten Vorsatz zu fassen.

Jetzt bist du vielleicht noch voll motiviert, in 2019 endlich eine Band zu gründen, deinen ersten eigenen Song zu schreiben oder einfach mal ganz diszipliniert und regelmäßig zu üben. Das Problem: dieses Gefühl verpufft nach einigen Wochen oder vielleicht auch Monaten wieder. Und dann lautet dein Fazit am Ende des Jahres:

"Ich hatte mir doch so viel vorgenommen. Wieso hat es nicht funktioniert?"

Ja, wieso eigentlich nicht? Warum fällt es uns generell so schwer, unsere guten Vorsätze auch in die Tat umzusetzen?

Die Antwort: weil wir verdammt gut darin sind, uns selbst zu sabotieren. Weil die Umsetzung unserer Vorhaben Veränderung bedeutet. Und damit tun wir uns doch oft ziemlich schwer. Deshalb finden wir über kurz oder lang einen Grund dafür, dass das mit dem guten Vorsatz vielleicht gerade doch keine so gute Idee ist.

Die gute Nachricht: es geht auch anders. Der erste Schritt besteht darin, die Selbstsabotage zu erkennen. Damit dir das leichter fällt, haben wir mal die gängigsten Ausreden (ja, es sind meist einfach nur Ausreden) zusammengetragen – inklusive Empfehlung, wie du die Sache stattdessen richtig angehst.

Am Montag fang‘ ich an

Dieser Satz ist sicher den meisten von uns schon einmal im Leben über die Lippen gekommen. Egal, ob es darum geht, sich das Rauchen abzugewöhnen, abzunehmen oder regelmäßig Gitarre zu spielen – wir fangen nie JETZT damit an.

Mit der Verlegung des Startpunkts in die Zukunft schaffen wir uns eine kleine Galgenfrist – und hoffen meist insgeheim, dass uns noch irgendein "guter Grund" dazwischenkommt und wir den Neuanfang noch weiter nach hinten verschieben können.

"Was du heute kannst besorgen, das verschiebe ruhig auf morgen" – klar geht das auch mal. Wenn du dieses Credo aber immer wieder in Verbindung mit ein und demselben Vorhaben ausrufst, solltest du dich vielleicht fragen, ob das Ziel wirklich DEIN Ziel ist. Willst du wirklich mit dem Rauchen aufhören, abnehmen oder regelmäßig Gitarre spielen? Oder bist du ehrlicherweise noch gar nicht bereit dafür? In diesem Fall solltest du dir überlegen, was genau dich davon abhält, den ersten Schritt zu gehen und versuchen, das Hindernis aus dem Weg zu räumen.

Wenn du übrigens feststellen solltest, dass dein guter Vorsatz der Wunsch eines anderen an dich ist, der es "ja nur gut mit dir meint", solltest du überlegen, mal eine klare Grenze zu ziehen und NEIN zu sagen.

Das schaffe ich sowieso nicht

Viele Menschen neigen dazu, sich vor anderen (und auch vor sich selbst) kleiner zu machen, als sie tatsächlich sind. Aber was soll diese selbsterniedrigende Nummer genau bringen, außer Unsicherheit, Unzufriedenheit und Frust?

Natürlich schaffen wir im Leben nicht alles und es besteht immer die Möglichkeit, dass wir an einer Sache scheitern. Aber das gehört nun mal zum Leben dazu. Und nicht selten wachsen wir an unseren Niederlagen.

Was du mit dem Vorwand "das schaffe ich sowieso nicht" auf jeden Fall erreichst: du dämpfst bereits im Voraus die Erwartungshaltung – vor allem deine eigene. Aber wie soll dein Hirn deinen Körper denn mit positiven Gedanken beliefern, wenn du ihm gleich am Anfang ein solches Ding vor den Latz knallst? Also, ich persönlich wäre nach so einem Spruch auch nur noch mäßig motiviert.

Und stell‘ dir doch zur Abwechslung – nur für einen ganz kleinen Moment – mal vor, du würdest es doch schaffen. Ist das nicht ein geiles Gefühl?

Das bringt doch nichts

Diese Ausrede gehört zur selben Kategorie wie die vorherige.

Wenn du schon am Anfang der Meinung bist, dass die Veränderung nichts bringt, warum hast du sie dann überhaupt in Erwägung gezogen?

Oder hast du dich von deinem Umfeld so sehr verunsichern lassen, dass du mittlerweile selbst nicht mehr an den Erfolg glaubst? In diesem Fall: Such‘ dir neue Freunde!

Das kann ich meiner Familie nicht antun

Nein, deine Familie wird nicht zwangsläufig begeistert sein, wenn du dein Leben änderst. Wobei wir da fairerweise noch unterscheiden sollten, ob es sich um eine eher "kleine" Veränderung handelt oder ob du beispielsweise beschließt, deinen sicheren Job an den Nagel zu hängen, um zukünftig mit Straßenmusik dein Geld zu verdienen. Trotzdem gilt in beiden Fällen: die Veränderung in deinem Leben wird sich in irgendeiner Form auch auf deine Familie auswirken.

Lass‘ dir dennoch von niemandem deinen Traum kaputt machen. Deine Familie und deine Freunde sollten hinter dir stehen und dich unterstützen. Und das sollten sie umgekehrt natürlich auch von dir erwarten können. Versuche, die Menschen, die dir wichtig sind, in dein Vorhaben mit einzubeziehen. So zeigst du ihnen, wie wichtig sie dir sind. Und wer sagt denn, dass die Veränderung nicht auch ebenso gut positive Auswirkungen hat?

Die Umstände passen gerade nicht

Der Klassiker unter den Ausreden. Aber mal so ganz unter uns: die Umstände passen NIE! Deshalb warte nicht auf den richtigen Zeitpunkt. Jetzt ist genauso gut wie Morgen oder nächste Woche.

Manchmal erschließt sich die Lösung eines Problems erst im Tun. Dafür musst du allerdings den ersten Schritt gehen – und genau der ist oft die größte Hürde. Aber in den meisten Fällen lohnt es sich. Die Bestätigung dafür kannst du dir sicher selbst liefern, denn wie oft hast du in deinem Leben schon etwas verändert und es war hinterher besser als vorher? Siehste?

Das kann ich mir nicht leisten

Das Thema Geld ist schon ne harte Nuss und nicht zu unterschätzen. Geld ist nicht alles, aber es gibt Sicherheit. Trotzdem sollte dir dieses Thema nicht im Weg stehen, wenn du dir deinen Lebenstraum erfüllen willst. Sonst wird es ein Traum bleiben.

Mit ein bisschen Zeit und einer soliden Planung kannst du dir ein finanzielles Polster schaffen, bevor du in die Verwirklichung deines tiefsten Wunsches einsteigst. Oder du findest andere Möglichkeiten, wie du die Verwirklichung deines Vorhabens mit der finanziellen Sicherheit in Einklang bringst. Manchmal reicht es auch, andere dabei um Hilfe zu bitten.

Los geht's

So, das sind jetzt mal die gängigsten Ausreden, die uns davon abhalten, unser Ding zu machen und dafür zu sorgen, dass unsere guten Vorsätze sich nicht in Luft auflösen.

 Ja, es ist oft leichter gesagt, als getan. Aber es ist auch nicht immer so schwer, wie du es dir machst selbst machst.

Erkennst du dich in einem der genannten Vorwände wieder? Oder hast du überhaupt kein Problem damit, deine Vorhaben in die Tat umzusetzen? Was steht denn auf eurer Agenda für 2019 ganz oben? Wir sind gespannt auf deinen Kommentar.

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