Das Ende einer goldenen Ära?
Im Abwärtstrend: TikTok verliert an Beliebtheit bei Musiknutzern
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Laut einer aktuellen Studie von MusicWatch aus dem Januar 2024 hören mehr als 103 Millionen Musiknutzer in den USA regelmäßig Musik auf Social Media Plattformen, ein Anstieg von 80 Prozent seit 2021. Der Großteil dieser Nutzer verbrachte früher seine Zeit auf Tiktok, was sich mittlerweile verändert hat.
Im vierten Quartal 2023 hatte Tiktok noch einen Marktanteil von 34 Prozent bei Musiknutzern auf Social Media Plattformen, doch 2024 ist dieser auf 29 Prozent gesunken.
YouTube Shorts und Facebook Reels als Gewinner
Die Lücke, die Tiktok hinterlässt, wird zunehmend von anderen Plattformen wie YouTube Shorts und Facebook Reels gefüllt.
Diese beiden sozialen Netzwerke konnten ihren Marktanteil steigern, was die Verschiebung der Musiknutzung hin zu diesen Plattformen zeigt.
Verlust bei den jüngeren Nutzern
Besonders auffällig ist der Rückgang bei der jüngeren Zielgruppe zwischen 13 und 24 Jahren. Diese Altersgruppe war früher das Rückgrat der Tiktok-Community und ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg von Musik auf der Plattform.
Doch mittlerweile ist der Anteil dieser Nutzer, die Tiktok für Musik nutzen, von 51 Prozent auf 42 Prozent gesunken, ein Verlust von 9 Prozentpunkten innerhalb eines Jahres.
Diese Entwicklung könnte weitreichende Folgen für die Musikindustrie haben, da genau diese Gruppe für viele Künstler und Labels eine entscheidende Zielgruppe ist.
Spekulationen über die Gründe
Es gibt noch keine eindeutige Erklärung dafür, warum Tiktok bei Nutzern immer weniger beliebt ist. Die kurze Offline-Phase der App im Januar 2024, als Tiktok vorübergehend aus den App Stores in den USA entfernt wurde, könnte das Vertrauen vieler Nutzer erschüttert haben.
Eine andere Vermutung besteht darin, dass Tiktok eine "natürliche Entwicklungsphase" durchläuft, in der die Popularität nach einer gewissen Zeit zurückgeht.
Was auch immer die Gründe sein könnten, zunächst gilt es abzuwarten, ob sich dieser Trend bestätigt. Sollte das der Fall sein, müssen Labels und Künstler reagieren und überlegen, auf welchen alternativen Plattformen sie ihre Musik promoten können.
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