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Einfluss der Plattform

TikTok veröffentlicht Studie: Milliarden-Effekte für EU-Unternehmen und Musikindustrie?

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 21.01.2026

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TikTok veröffentlicht Studie: Milliarden-Effekte für EU-Unternehmen und Musikindustrie?

© Collabstr via unsplash.com

TikTok hat gemeinsam mit dem Analyseinstitut Public First untersucht, welchen wirtschaftlichen Einfluss die Plattform 2025 auf die EU hatte. Das Ergebnis: 31 Milliarden Euro Wirtschaftsleistung, davon 1,8 Milliarden Euro für die Musikindustrie.

Die Studie der Kurzvideo-Plattform und des Londoner Analyse- und Beratungsinstituts basiert auf Unternehmens- und Nutzerbefragungen sowie ökonomischen Modellrechnungen, mit denen erfasst werden soll, wie Aufmerksamkeit, Entdeckung und Werbung auf TikTok messbare wirtschaftliche Effekte erzeugen.

Zentrales Ergebnis des Reports ist die Angabe, dass Unternehmen, die TikTok nutzen, im Jahr 2025 insgesamt 31 Milliarden Euro an direkter, indirekter und induzinierter Wirtschaftsleistung in den 27 EU-Mitgliedstaaten generiert haben. Diese Zahl umfasst sowohl unmittelbar erzielte Umsätze als auch weiterführende Effekte entlang von Wertschöpfungsketten und Konsumausgaben.

Milliarden-Umsätze für die Kreativ- und Musikindustrie

Besondere Aufmerksamkeit erhält im Report die Kreativwirtschaft, einschließlich der Musikbranche. Public First schätzt, dass TikTok in diesem Bereich einen wirtschaftlichen Mehrwert von etwa 2,6 Milliarden Euro erzeugt und damit rund 52.000 Arbeitsplätze in der EU unterstützt.

Für die Musikindustrie wird der Effekt noch konkreter beziffert. Wie auch ein Artikel von Digital Music News hervorhebt, habe TikTok als Entdeckungsplattform zusätzliches Wachstum in Höhe von 1,8 Milliarden Euro ausgelöst und das vor allem durch Streaming, Live-Shows und Merchandise.

Die Einnahmen resultierten demnach aus einer gesteigerten Sichtbarkeit von Songs und Künstlerinnen und Künstlern, die über die Plattform neue Publikumsschichten erreichen. Der Artikel ordnet TikTok damit als zunehmend wichtigen Faktor im Aufbau langfristiger Fanbeziehungen ein, der nicht nur kurzfristige virale Effekte erzeugt, sondern auch in andere Erlösmodelle hineinwirkt.

Wachstumstreiber für Unternehmen

Insgesamt legt die Studie ihren wesentlichen Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Laut Public First trug TikTok dazu bei, dass KMU in der EU rund 13 Milliarden Euro an zusätzlicher Wirtschaftsleistung erzielen konnten. Die Plattform wird dabei als niedrigschwelliger Marketing- und Vertriebskanal beschrieben, der es Unternehmen ermögliche, neue Zielgruppen zu erreichen und Produkte grenzüberschreitend zu vermarkten.

Der Bericht geht davon aus, dass mehr als 6,5 Millionen Unternehmen in der EU TikTok aktiv nutzen. Diese Nutzung habe nicht nur zu zusätzlichen Umsätzen geführt, sondern auch die Effizienz von Marketingmaßnahmen erhöht. Zudem beziffert die Studie den durch TikTok ermöglichten grenzüberschreitenden Handel auf rund zwei Milliarden Euro, wovon ein Großteil innerhalb der Europäischen Union stattfinde.

Einordnung zwischen PR und wirtschaftlicher Realität

Trotz der eindrucksvollen Zahlen ist der Kontext der Studie nicht unwesentlich. Der Report wurde im Auftrag von TikTok erstellt, auch wenn Public First als unabhängiges Analyseinstitut auftritt. Der Artikel von Digital Music News weist darauf hin, dass die Veröffentlichung in eine Phase fällt, in der TikTok seine Rolle gegenüber Politik, Regulierungsbehörden und der Musikindustrie strategisch betont.

Eine tiefgehende kritische Prüfung der Methodik oder möglicher Verdrängungseffekte innerhalb des Musikmarktes nimmt der Report nicht vor. Fragen danach, ob zusätzliche Umsätze tatsächlich neu entstehen oder lediglich von anderen Plattformen umgeschichtet werden, bleiben offen.

Die Zahlen verdeutlichen das Potenzial von Entdeckung und Sichtbarkeit in digitalen Ökosystemen, machen aber zugleich deutlich, dass es sich um eine Darstellung mit klarer strategischer Zielrichtung handelt. Für Musikschaffende, Labels und Branchenakteure liefert der Bericht interessante Anhaltspunkte, ersetzt dabei jedoch keine unabhängige Marktanalyse.

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