Streamingdienste dominieren
JIM-Studie 2024: 93 Prozent der Jugendlichen hören mehrmals die Woche Musik
© Tirachard Kumtanom via pexels.com
Musikhören rangiert bei den Freizeitaktivitäten in der aktuellen JIM-Studie nach der Internetnutzung auf dem zweiten Platz. 70 Prozent der Jugendlichen geben sogar an, täglich Musik zu hören.
Demografische Einflussfaktoren
Je älter die Jugendlichen sind, desto mehr Musik hören sie: Bei den 12- bis 13-Jährigen hören etwa 60 Prozent täglich Musik, bei den 14- bis 15-Jährigen sind es 70 Prozent und bei den 16-jährigen hören sogar drei Viertel täglich Musik.
Auch das Geschlecht spielt eine Rolle: Während 75 Prozent der Mädchen täglich Musik hören, sind es bei den Jungen 65 Prozent.
Streamingplattformen dominieren
Die Nutzung von Streamingdiensten ist zentral für den Musikkonsum: 85 Prozent haben zu Hause Zugang zu solchen Plattformen, was im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von sechs Prozent bedeutet. Vor allem Spotify ist relevant bei den Jugendlichen: 13 Prozent der Befragten zählten Spotify zu den für sie bedeutendsten Apps.
Im Durchschnitt hören Jugendliche 116 Minuten Musik am Tag über Streamingdienste, was ungefähr dem Vorjahreswert entspricht. Auch hier spiegeln sich die demografischen Einflussfaktoren wider: Mädchen hören im Schnitt 123 Minuten am Tag, Jungen nur 109 Minuten.
Zudem zeigt sich ein kontinuierlicher Anstieg der gehörten Minuten bei steigendem Alter der Jugendlichen. Die 12- bis 13-Jährigen kommen auf durchschnittlich 79 Minuten täglich, während die ältesten Jugendlichen (18- bis 19-Jährige) sogar 144 Minuten pro Tag Musik streamen.
Radio bleibt relevant
Trotz der Dominanz von Streamingdiensten bleibt das Radio eine weitere wichtige Quelle, um Musik zu hören. 56 Prozent hören mindestens mehrmals pro Woche Radio, ein stabiler Wert im Vergleich zu den Vorjahren. Auffällig ist hier jedoch ein umgekehrter Trend: Jüngere hören häufiger Radio als ältere. Die Bindung zu einem Lieblingssender steigt allerdings mit dem Alter.
Ob das Radio seine bisherige Bedeutung behält, bleibt abzuwarten. Es überrascht jedenfalls, dass zwischen jüngeren und älteren Jugendlichen in der Bedeutung des Radios kaum ein Unterschied besteht.
Ähnliche Themen
Einblick in die digitale Zukunft
JIM-Studie 2019: So hört die Jugend von heute Musik
veröffentlicht am 09.04.2020