×

15 Jahre nach der ersten Klage

Jimmy Page wird erneut wegen "Dazed and Confused" verklagt

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 09.05.2025

led zeppelin the yardbirds jimmy page urheberrecht

Jimmy Page wird erneut wegen "Dazed and Confused" verklagt

Led Zeppelin. © WMG

Der Singer-Songwriter Jake Holmes behauptet, dass er für seinen Song in den Versionen der Yardbirds, von denen eine im aktuellen Dokumentarfilm "Becoming Led Zeppelin" zu hören ist, keine ordnungsgemäßen Tantiemen erhielt. Damit belebt er einen Streit zwischen ihm und dem Led Zeppelin-Gitarristen wieder.

Jake Holmes schrieb und nahm "Dazed and Confused" im Jahr 1967 auf. Page hörte die Melodie angeblich im August desselben Jahres, nachdem der Singer-Songwriter für die Yardbirds in Greenwich Village eröffnet hatte. Bald darauf erarbeiteten die Yardbirds ihre eigene Version des Songs, die sie in ihre Live-Auftritte einzubauen begannen.

Von den Yardbirds nie im Studio aufgenommen

Obwohl die Band nie eine richtige Studioversion des Songs aufnahm, entstanden in den Jahren 1967 und 1968 mehrere Live-Aufnahmen. Mit seiner nächsten Band Led Zeppelin überarbeitete Page den Song weiter mit einem neuen Text, aber die Hauptmelodie, vor allem das Riff, blieb der des Originals von Holmes weitgehend ähnlich.

Wie Music Business Worldwide berichtet, reichte Jake Holmes jetzt – knapp 60 Jahre nach Entstehung des Songs –  am 5. Mai 2025 bei einem Bundesgericht in Kalifornien eine Klage ein, in der er Page der Urheberrechtsverletzung und des Vertragsbruchs im Zusammenhang mit einer Reihe von Aufnahmen der Yardbirds beschuldigt.

Bereits am 14. April habe er eine Unterlassungserklärung an an Page und die anderen Beklagten geschickt. Diese Briefe seien jedoch ignoriert worden, was Holmes dazu veranlasst habe, die Klage einzureichen.

Holmes bei Songwriting-Credits der Yardbirds-Versionen missachtet

In den letzten drei Jahren sind mehrere Archivveröffentlichungen der Yardbirds erschienen, die einige Live-Aufnahmen von "Dazed and Confused" enthalten. Holmes nach seien diese Aufnahmen fälschlicherweise Page zugeschrieben worden, was dazu führte, dass er deshalb keine Tantiemen erhalten habe. Er argumentiert, dass im Film die Version von Led Zeppelin korrekt als "Written by Jimmy Page, inspired by Jake Holmes" angegeben wird, wohingegen die Version der Yardbirds nur unter "Written by Jimmy Page“ läuft.

Erstgenannte Angabe ist das Resultat einer Klage aus dem Jahr 2010, die abgewiesen wurde, nachdem Holmes und Page sich außergerichtlich einigten. Laut der neuen Klage von Holmes erkennen die Beklagten, einschließlich Page, im Rahmen der Vergleichsvereinbarung von 2011 "an, dass sie keine Ansprüche auf oder in Bezug auf die Holmes-Komposition haben".

Weiter heißt es:

"Die Yardbirds-Performance von "Dazed and Confused" im Film ist eine Aufführung der Holmes-Komposition. Die Beklagten haben somit mehrere Handlungen der vorsätzlichen Rechtsverletzung begangen, indem sie die Holmes-Komposition ohne Genehmigung und trotz der genauen Kenntnis der Rechte des Klägers und der Aufforderung des Klägers zur Unterlassung weiter nutzten."

Neben Page gehören eine Abteilung von Warner Chappell Music, Succubus Music Limited, Sony Pictures Classics sowie eine Reihe von Produktionsfirmen, die am Dokumentarfilm beteiligt waren, zu den Angeklagten. Bisher haben deren Anwälte noch keine formelle Antwort auf die Klage eingereicht.

Ähnliche Themen

Newsletter

Abonniere den Backstage PRO-Newsletter und bleibe zu diesem und anderen Themen auf dem Laufenden!