Stärkung der Kultur- und Kreativwirtschaft
k3d: Kultur- und Kreativwirtschaft benötigt Ansprechpartner in der neuen Bundesregierung
Koalition Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland (k3d) (2021). © Koalition Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland (k3d)
Die Koalition Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland (k3d), ein Bündnis aus 16 Branchenverbänden, appelliert an CDU, CSU und SPD, auch in der neuen Bundesregierung eine Kontaktperson für die Kultur- und Kreativwirtschaft zu installieren.
Dr. Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie, erklärt für k3d:
"Mit rund 2 Millionen Gesamtbeschäftigten in Deutschland stehen wir für Kreativität, Kooperation, Innovation, Produktivität und Wirtschaftswachstum. Die große Bedeutung der Kreativwirtschaft, gerade auch im Bereich der dynamisch weiter wachsenden digitalen Angebote, macht deutlich: Es braucht auch in der neuen Bundesregierung eine politische Anlaufstelle, die die Interessen der Branche versteht und diese im steten Dialog mit ihr und auf allen politischen Ebenen befördert."
Daniela Beaujean, Geschäftsführerin des VAUNET, sagte dazu:
"Angesichts zunehmender demokratiefeindlicher Positionen und des schwierigen internationalen Umfelds muss Deutschland mehr denn je für eine leistungsfähige Kultur- und Kreativwirtschaft als treibender Motor und Spiegel für gesellschaftliche Offenheit, demokratischen Zusammenhalt und Wirtschaftswachstum stehen."
Was das Bündnis fordert
Die beiden Vertreter fordern regelmäßige Austauschformate auf höchster Ebene, eine ressortübergreifende Thematisierung von kreativwirtschaftlichen Belangen und eine Verbesserung der Verständigung zwischen Bund, Ländern und EU. Zudem fordern sie die Berücksichtigung von Regulierungen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz und Urheberrecht.
Bereits im Jahr 2022 hatte die damalige Bundesregierung mit Michael Kellner und seinem Stellvertreter Dr. Andreas Görgen Ansprechpartner für die Branche installiert. Die k3d bezeichnete dies in einer Veröffentlichung vom Sommer 2024 als einen ersten wichtigen Schritt, bei dem es nun gilt, "diese Positionen innerhalb der Regierung zu verstetigen und im interministeriellen Austausch stärker wahrnehmbar zu verankern".
Neben der besseren Sichtbarkeit, besseren Austausch und Regulierungen forderte die k3d in der Veröffentlichung u. a. auch einen fairen digitalen Marktplatz, Bürokratieabbau, die Weiterführung des Kulturpasses und gezielte Förderprogramme.
Kulturbranche gehört zu den größten Wirtschaftszweigen
Die deutsche Kultur- und Kreativwirtschaft erwirtschaftet jährlich rund 123 Mrd. Euro und trägt rund drei Prozent zur Bruttowertschöpfung bei. Entgegen dem gesamtwirtschaftlichen Trend ist die KKW im Jahr 2023 um ca. 5 Prozent gestiegen.
Die Branche liegt auf Platz drei der größten Wirtschaftszweige in Deutschland, und damit noch vor der chemisch-pharmazeutischen Industrie.
Ähnliche Themen
Für Zukunftssicherheit im Jazz
Deutsche Jazzunion stellt Forderungen an neue Bundesregierung
veröffentlicht am 28.02.2025 1
Eingelöstes Versprechen
Michael Kellner wird neuer Ansprechpartner der Bundesregierung für die Kultur- und Kreativwirtschaft
veröffentlicht am 11.10.2022