Für Zukunftssicherheit im Jazz
Deutsche Jazzunion stellt Forderungen an neue Bundesregierung
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Anette von Eichel, Vorsitzende Deutsche Jazzunion. © Maya Claussen
70 Prozent der befragten Mitglieder der Deutschen Jazzunion zeigten sich unzufrieden mit der letzten Regierung. Vor dem Hintergrund der Bundestagswahl wendet sich die Deutsche Jazzunion nun mit Forderungen an die neue Bundesregierung.
Bessere Förderung und mehr Zukunftssicherheit
72 Prozent erwarten zudem, dass sich die Situation der Jazzszene in Zukunft verschlechtern wird. Sogar 50 Prozent vermuten eine Verschlechterung in den nächsten 12 Monaten.
Besonders wichtig für viele Musiker*innen ist die Forderung nach Ausbau und Stärkung von Förderungen (81,9 Prozent). Knapp 60 Prozent wünschen sich außerdem mehr Anerkennung und die Stärkung der Förderinstitution Musikfonds. Zudem fordern 40 Prozent eine Reformation der Initiative Musik und 28 Prozent wünschen sich die Weiterentwicklung des Deutschen Jazzpreises.
Die Deutsche Jazzunion fordert die neue Bundesregierung zusätzlich dazu auf, sich für die Senkung der Lebenshaltungskosten, Altersvorsorge, verbindliche Einhaltung von Mindestgagen und die Sicherung der Kunstfreiheit einzusetzen, um somit zukunftssichere Rahmenbedingungen für die Branche zu schaffen.
Stärkung der Demokratie
Außerdem betont die Deutsche Jazzunion die Wichtigkeit der Kunst- und Kulturszene für eine starke Demokratie. In der Pressemitteilung heißt es:
"Jazz steht als Kunstform besonders stark für demokratische und freiheitliche Werte. Ein starker Jazz prägt, verhandelt und verteidigt diese Werte besonders vehement. Damit er auch dieser Funktion gerecht werden kann, sind zukunftssichere Rahmenbedingungen für die Künstler*innen unabdingbar."
"Bundesregierung ist gefragt"
Anette von Eichel, die Vorsitzende der Deutschen Jazzunion, erklärt:
"Wir werden politisch jetzt für die Interessen der Jazz- und Improvisationsszene mit aller Kraft werben. Kultur und freie Szenen sind essentiell für eine freie und demokratische Gesellschaft. Sie gehören geschützt und unterstützt. Eine starke freie Kultur und in ihr der Jazz schützen unsere freiheitliche Demokratie. Nun ist die Bundesregierung gefragt, mit neuer Energie und Weitblick die Kultur und dabei auch den Jazz durch die richtigen Maßnahmen zu unterstützen."
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