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Wenige Teilnehmende, hohe Hygienestandards

Keine Corona-Infektionen bei Testevents mit geringerer Auslastung

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 21.07.2021

coronakrise Öffnungsperspektiven

Keine Corona-Infektionen bei Testevents mit geringerer Auslastung

© Thibault Trillet via Pexels

Die Arena Resilience Alliance (ARA), eine Initiative der European Arenas Association (EAA), hat im Rahmen einer Studie die Verbreitung des Corona-Virus bei mehr als 20 Testveranstaltungen mit reduziertem Publikum analysiert. Laut dem nun veröffentlichten Bericht kam es dabei zu keinen Infektionen.

Zu den Arenen, in denen die von der ARA analysierten Testevents durchgeführt wurden, gehören unter anderem die AccorHotels Arena Paris, die Ahoy Arena Rotterdam wo auch der ESC 2021 als Testevent stattfand, die Avia Solutions Group Arena Vilnius, die Barclaycard Arena Hamburg, die Mercedes-Benz Arena Berlin und der Palau Sant Jordi Barcelona.

Unterschiedliche Auslastungen

Die Teilnehmeranzahl bei den Testveranstaltungen lag zwischen 100 und 5.000 Personen. Dabei variierte nach Analysen der ARA die Gesamtmenge der zugelassenen Besucher bei jeder Veranstaltung von unter 5 Prozent der normalen Maximalkapazität bis zu über 30 Prozent.

Die Veranstaltungen mit der höchsten Kapazität fanden in der AccorHotels Arena in Paris statt, wo 5.000 Tickets verkauft wurden, was 33 Prozent der Gesamtkapazität entsprach. Auch im Palau San Jordi in Barcelona wurden 5.000 Personen, was wiederum 28 Prozent der Kapazität entsprach.

Verschiedene Hygienekonzepte

Weiterhin analysierte die Studie die unterschiedlichen Ansätze für Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen.

So verlangten um die 83 Prozent der Test-Arenen, dass alle Gäste innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens vor der Veranstaltung einen PCR- oder Antigentest machten. Weitere 58 Prozent verlangten einen weiteren Test innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens nach der Veranstaltung.

Zudem setzten 92 Prozent für die Testevents verbesserte Reinigungsprotokolle ein, wobei 83 Prozent Handdesinfektionsmittel an den Eingängen und im gesamten Veranstaltungsort bereitstellten.

Sicherheitskontrolle und Belüftung

Was die Sicherheitskontrolle betrifft, verlangten 67 Prozent der Testveranstaltungsorte einen Ganzkörperscan am Eingang. Etwa 58 Prozent der Veranstaltungsorte gaben am Eingang Masken aus, obwohl nicht bei allen Veranstaltungen Masken erforderlich waren.

Innerhalb des Veranstaltungsortes war bei 50 Prozent der Veranstaltungsorte eine Sozialdistanzierung erforderlich. 17 Prozent wählten einen gemischten Ansatz, mit beziehungsweise je nach spezifischer Zonenbezeichnung.

In Bezug auf die Entwicklung der Infrastruktur wurde festgestellt, dass die Belüftung der Arena und die Luftfilterung für alle teilnehmenden Veranstaltungsorte höchste Priorität hatten. So überwachten 92 Prozent aktiv die Belüftungsleistung und 8 Prozent betrieben spezielle Luftfiltersysteme.

Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen entscheidend

Der Bericht der ARA betont abschließend, dass es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine aufgezeichneten Häufungen von Infektionen bei Testevent-Teilnehmern gab und es keine veröffentlichten Beweise gebe, dass diese Veranstaltungen zur Verbreitung des Virus beigetragen hätten.

Daraus gehe hervor, dass mit einer korrekten Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere Covid-Tests vor der Veranstaltung und der Verwendung des digitalen EU-Zertifikats, möglich sei, sichere Indoor-Live-Veranstaltungen durchzuführen.

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