Nicht der erste Fall seiner Art
Krasse Falschinformation von Google-KI kostet Künstler Ashley MacIsaac einen Gig
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Künstliche Intelligenz hat große Auswirkungen auf den Kulturbetrieb. © Steve Johnson via unsplash.com
Eigentlich hätte Ashley MacIsaac im Dezember 2025 in einem Veranstaltungsort nördlich von Halifax auftreten sollen. Bevor es jedoch dazu kam, erhielt der kanadische Geiger eine Absage. Der Auslöser: eine fehlerhafte KI-generierte Google-Zusammenfassung.
Die Google-Zusammenfassung behauptete fälschlicherweise, MacIsaac sei wegen sexueller Übergriffe an einer Frau, des versuchten Übergriffs an einer Minderjährigen und anderer Straftaten verurteilt worden und stehe auf dem nationalen Sexualstraftäter-Register.
MacIsaac erklärte, dass die Informationen offenbar aus Artikeln über einen anderen Mann in Kanada mit demselben Nachnamen stammten. "Ich hätte an einer Grenze inhaftiert werden können", zitiert Digital Music News der 50-jährige Musiker, "es muss also geklärt werden, wofür KI-Unternehmen verantwortlich sind und was sie verhindern können."
Google reagiert auf Vorfall
Eine Sprecherin von Google Kanada, Wendy Manton, erklärte, dass die "KI-Übersichten" von Google häufig angepasst würden, um die "hilfreichsten" Informationen anzuzeigen.
"Wenn Probleme auftreten – etwa, wenn unsere Funktionen Webinhalte falsch interpretieren oder Kontext übersehen – nutzen wir diese Beispiele, um unsere Systeme zu verbessern und können Maßnahmen gemäß unseren Richtlinien ergreifen", betont Manton.
Diese Antwort hilft MacIsaac und anderen Betroffenen allerdings nicht weiter, zumal die Antwort alles andere als "hilfreich" war. Der Fall wirft die Frage auf, wer für die Verbreitung von Falschinformationen durch KI haftet und wie sich die Haftung durchsetzen lässt. Letztlich müssen Gerichte darüber entscheiden.
Rechtliche Optionen und Folgen
MacIsaac plant momentan keine Klage, da ihm die finanziellen Mittel fehlen. Allerdings haben sich bereits mehrere kanadische Anwaltskanzleien gemeldet, die bereit sind, den Fall pro bono zu übernehmen.
Mac Isaac vermutet zudem, dass die falschen Informationen auch eine frühere geplante Show in Mexiko beeinträchtigt haben könnten. Das zu belegen, kann im Einzelfall aber schwierig sein.
Nicht wiedergutzumachen
Der Fall MacIsaac ist nicht der erste seiner Art. Im Juli 2025 etwa, berichtete die US-amerikanische Band Dutch Interior, dass Meta AI eine Kontroverse über sie erfunden und über Instagram verbreitet habe.
Beide Vorkommnisse zeigen, dass falsche KI-Informationen sowohl reale finanzielle Konsequenzen als auch Reputationsschäden verursachen können. Effektive Gegenwehr als Betroffener zu leisten, ist schwierig und kostenintensiv, zumal man gegen extrem finanzkräftige Unternehmen vorgehen müsste. Am schlimmsten ist aber, dass der entstandene Schaden kaum wiedergutzumachen ist.
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