Verbesserung des Musik-Ökosystems
Neue Denkfabrik 'ORCA': Indie-Labels wollen den wirtschaftlichen und kulturellen Wert von Musik beleuchten
© Clem Onojeghuo via unsplash.com
Zu den Gründungsmitgliedern gehören Labels wie Because Music, Beggars Group und Sub Pop, die maßgeblich an der Karriere von Künstlern und Künstlerinnen wie Adele, Nirvana und Christine and the Queens beteiligt waren, so berichtet Music Business Worldwide. Unter den insgesamt 14 Musiklabels befinden sich auch die beiden deutschen Labels City Slang und !K7 Music.
Die Arbeit von ORCA strebt an, das Musik-Ökosystem, das sowohl die Gesellschaft sozial und kulturell bereichert als auch das Wirtschaftswachstum unterstützt, durch Forschung zu unterstützen.
Die Organisation wird vom Center for Music Ecosystems geleitet, einer gemeinnützigen Organisation, die sich der Forschung, Politikgestaltung und globalen Führungsrolle widmet, um herauszufinden, wie Musik die wirtschaftliche, soziale und menschliche Entwicklung am wirkungsvollsten fördern kann.
Bewusstsein schaffen
Ein zentrales Anliegen ist dabei, die Musikindustrie als bedeutende Quelle für langfristige, gut bezahlte Arbeitsplätze hervorzuheben – von Ingenieuren und Produzenten bis hin zu Marketingteams und Mitarbeitern in der Veranstaltungsbranche.
Martin Mills, Gründer der Beggars Group erklärt:
"Musik wird im täglichen Leben oft unterschätzt. Wir wollen verstehen, wie die Motivationen hinter ihrer Produktion zeigen, dass Kunst und kommerzielle Interessen miteinander vereinbar sind."
Die Organisation lädt zudem politische Entscheidungsträger und Wirtschaftsführer ein, Musik als integratives wirtschaftliches Ökosystem anzuerkennen.
Neben dem bereits veröffentlichten Bericht "Setting the Stage: How Music Works", der eine Einführung in die Musikindustrie bietet, sind noch weitere Arbeiten geplant, die die Auswirkungen des Musik-Ökosystems auf die lokale Wirtschaft, Arbeitsmarktentwicklung und soziale Themen untersuchen sollen.
Relevant für die Wirtschaft
Darius Van Arman, Co-CEO der Secretly Group, betonte die unverzichtbare Notwendigkeit, weiterhin in Künstlerkarrieren zu investieren. Er begrüße ORCA als eine Plattform, die unabhängigen Labels ermöglicht, gemeinsam Strategien zu entwickeln, um kulturelle Investitionen zu fördern und ihre wirtschaftlichen Vorteile gerecht zu verteilen.
Nathan Ohle, Präsident und CEO des International Economic Development Council (IEDC), erklärte zudem, dass unabhängige Labels wesentlich zur wirtschaftlichen Entwicklung beitragen, sowohl in der Musikindustrie als auch in vielen anderen Sektoren. Sie schaffen Arbeitsplätze, unterstützen kleine Unternehmen und stärken die lokale Wirtschaft durch ihre Investitionen und Aktivitäten.
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