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Mehr Transparenz beim Streaming

Streaming-Dienst Qobuz kennzeichnet KI-generierte Musik mit "AI-Tag"

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 24.09.2026

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Streaming-Dienst Qobuz kennzeichnet KI-generierte Musik mit "AI-Tag"

© Qobuz

Der französische Streamingdienst Qobuz führt eine Kennzeichnung für KI-generierte Musik ein. Nutzer sollen künftig direkt in der App erkennen können, wenn ein Titel als KI-generiert identifiziert wurde.

Das Unternehmen teilte mit, dass der sogenannte "AI-Tag" ab sofort sichtbar ist. Qobuz hat das Kennzeichnungssystem intern entwickelt. Die Plattform will damit transparenter machen, welche Inhalte ihre Nutzer hören.

Die neue Kennzeichnung ergänzt die KI-Leitlinien von Qobuz, die das Unternehmen im Februar 2026 veröffentlicht hat.

Keine KI-Musik in den Empfehlungen

Playlists und Musikempfehlungen sollen weiterhin von den Redaktionsteams zusammengestellt werden. Qobuz zufolge werden KI-generierte Inhalte nicht in diese redaktionellen Empfehlungen aufgenommen. Damit folgt die Plattform dem Prinzip, das ihr in den letzten Monaten starkes Wachstum beschert hat.

Georges Fornay, stellvertretender Geschäftsführer von Qobuz, erklärt:

"Heute geht es nicht mehr nur darum, KI-generierte Musik zu erkennen, sondern auch darum, sie für Hörer:innen eindeutig als solche kenntlich zu machen. Diese Transparenz gehört seit jeher zu Qobuz und ist mit einer klaren Überzeugung verbunden: Die Auswahl und Empfehlung von Musik sollten weiterhin auf menschlichen Entscheidungen basieren. Jeder sollte wissen, was er oder sie für Musik hört, um eine bewusste Entscheidung treffen zu können".

Maßnahmen gegen Streaming-Betrug

Nach Angaben des Unternehmens hat die Plattform derzeit 0,38 Prozent aller wiedergegebenen Titel als KI-generiert identifiziert. Zugleich stuft das Qobuz-System zur Betrugsbekämpfung 60 Prozent dieser Wiedergaben als betrügerisch ein. Für diese Streams wird keine Vergütung an Rechteinhaber ausgezahlt.

Außerdem hat Qobuz nach eigenen Angaben mehr als ein Drittel der als KI-generiert erkannten Alben ohne Wiedergaben aus der Suche entfernt. Das entspricht etwa vier Millionen Alben. Genauere Angaben zur Erkennungsmethode oder dem Zeitraum, in dem die Löschungen vorgenommen wurden, machte das Unternehmen allerdings nicht.

Georges Fornay sieht weiterhin Handlungsbedarf für die gesamte Streaming-Industrie:

"Die Identifizierung KI-generierter Musik ist ein erster Schritt. Nun geht es darum, gemeinsame Standards für Transparenz und Betrugsbekämpfung in der Musikindustrie zu entwickeln. Jede Plattform trägt dabei Verantwortung, doch wirksame Lösungen können nur gemeinsam entstehen."

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