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Zahlreiche Podcasts vor Löschung?

US-Musikverlage mahnen Spotify wegen Verwendung unlizenzierter Songs in Podcasts ab

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 06.02.2025

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US-Musikverlage mahnen Spotify wegen Verwendung unlizenzierter Songs in Podcasts ab

Spotify. © PhotoMix Company via pexels.com

Die National Music Publishers Association (NMPA) hat Spotify aufgefordert, zahlreiche Podcasts zu löschen. Grund hierfür ist die unlizenzierte Nutzung von Musik.

Laut NMPA handelt es sich um eine umfangreiche Maßnahme, welche die Entfernung tausender unlizenzierter Nutzungen der Werke von NMPA-Mitgliedern zum Ziel hat. Die ersten Aufforderungen betreffen mehr als 2.500 Verstöße. 

Am Takedown-Programm sind 19 NMPA-Mitgliedsverlage, darunter Sony Music Publishing, Universal Music Publishing Group, Warner Chappell Music, aber auch weitere prominente Namen wie ABKCO, BMG, Concord Music Publishing, Downtown Music Publishing, die Hipgnosis Songs Group, Kobalt, peermusic, Primary Wave Music, Reservoir und Ultra Music Publishing beteiligt. 

Take-Down Aktion zur Entfernung von Podcasts 

Die Take-Down-Aktion der NMPA erfolgt acht Monate, nachdem die Organisation einen Brief an Spotify schickte, in dem der Plattform mit rechtlichen Schritte drohte. Darin heißt es, dass Spotify Liedtexte, Musikvideos und Podcasts nutze, in denen musikalische Werke verwendet werden, ohne dafür eine Erlaubnis zu besitzen.

In dem Schreiben fordert die NMPA Spotify auf, nicht lizenzierte Liedtexte, Musikvideos und Podcasts von der Plattform zu entfernen. Ansonsten würde Spotify für die weitere Nutzung dieser Werke urheberrechtlich haftbar gemacht werde.

Vorwürfe gegen den Streaming-Giganten

David Israelite, Präsident und CEO der NMPA kritisiert, dass Spotify dieses Problem seit Jahren bekannt sei, das Unternehmen aber keine nennenswerten Schritte unternommen habe, um es zu beheben:

"Spotify hat tausende unlizenzierte Songs in seinen Podcasts, und das Unternehmen hat nichts dagegen unternommen. Diese Takedown-Aktion kommt nicht überraschend, wir haben schon seit einiger Zeit vor diesem Problem gewarnt. Podcasts sind eine wachsende Einnahmequelle für Songwriter und Verleger. Es ist wichtig, dass Podcasts rechtmäßig produzierte Unterhaltung bieten. Das ist nicht schwer zu erreichen, und Spotify weiß und wusste, wie man dieses Problem für seine Nutzer lösen kann. Wir hoffen, dass Podcast-Hosts sich für ihre Kollegen einsetzen und Spotify auffordern, es besser zu machen."

Reaktion von Spotify

Spotify bestätigte inzwischen, dass das Unternehmen die Takedown Notices von der NMPA erhalten habe und sie nun untersuche. Ein Sprecher erklärt weiterhin:

"Plattformen wie Spotify, die Millionen von UGC-Inhalten beherbergen, erhalten regelmäßig Takedown-Anfragen, und wie immer werden wir umgehend handeln und die fraglichen Episoden gegebenenfalls entfernen." 

Gleichzeitig nutzt Spotify die Gelegenheit, die NMPA für den Zeitverzug zu kritisieren:

"Die Tatsache, dass die NMPA trotz mehrfacher schriftlicher Anfragen von Spotify nach Details, die nie beantwortet wurden, monatelang gewartet hat, um über diese Vorfälle zu berichten, unterstreicht nur noch mehr, dass es sich hier um einen Pressegag handelt."

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