zahlen für eigene gema-freie songs auf eigener webseite?

Verwirrung um die GEMA-Vermutung

Spezial/Schwerpunkt veröffentlicht von Markus Biedermann am 09.02.2007, 11:01

Tags: GEMA Feromon

Verwirrung um die GEMA-Vermutung

Reizthema GEMA,

Für die ein oder andere Verwirrung und Aufregung sorgt derzeit die Rechteverwertungs-gesellschaft GEMA.

Für die ein oder andere Verwirrung und Aufregung sorgt derzeit die Rechteverwertungsgesellschaft GEMA. Da gibt es zum Beispiel die bisher noch rechtlich umstrittenen Plattformen für (Musik-)Videos wie u.a. youTube, Webspeicherdienste wie rapidshare.de oder Online-Dienste wie MP3flat.com, die es ihren Kunden ermöglichen, Radiosendungen im Internet aufzuzeichnen und anschließend als MP3 herunterzuladen. Gesucht wird eine Handhabe. Im letztgenannten Fall ist dies beispielsweise eine einstweilige Verfügung. Ziel der GEMA bei ihrem Vorgehen gegen rapidshare ist offenbar ein Pauschalvergütungs-Abkommen, so vermutet Johnny Haeusler auf dem Weblog Spreeblick.

Nicht minder verwirrend ist, was der Band Feromon aus dem regioactive.de- Artist-Pool vor kurzem ins Haus flatterte. Das Schreiben der GEMA Bezirksdirektion Stuttgart bezog sich auf die drei Hörproben der Band, die auf deren Webseite zu finden sind:

"Bitte beachten sie …, dass diese Nutzung von Musik ein urheberrechtlich relevanter Vorgang ist, für den sie die notwendigen Nutzungsrechte erwerben und eine Vergütung entrichten müssen. Die GEMA als Verwertungsgesellschaft der Urheberrechte der Musikurheber räumt ihnen die Rechte ein und erhebt im Namen der Musikurheber die Vergütung. Die einfachste und kostengünstigste Art die Rechte zu erlangen, ist der Abschluss eines Lizenzvertrages."

Ein solcher Vertrag hätte sich auf 70€ zzgl. 7% USt pro Jahr und URL belaufen. Jedoch ist keiner der Mannheimer Musiker, noch Feromon als Band, Mitglied bei der GEMA. Warum also dieses Schreiben?

Es gilt in jedem Fall: Wenn ihr als Band, Texter, Komponist und somit auch eure Songs (also: eigene Songs, keine Coversongs!) nicht bei der GEMA gemeldet seid, dann dürft ihr selbstverständlich auch das eigene Material auf der eigenen Webseite veröffentlichen. Dies gilt selbst in dem Falle, dass eines der Bandmitglieder bei der GEMA ist, sofern dieses Bandmember eben weder Komponist noch Texter der betreffenden Titel ist.

Ein kurzer Anruf des Bassisten und registrierten Domaininhabers Markus in Stuttgart brachte die Erklärung: Derzeit würden sehr viele Homepage-Betreiber angeschrieben und dabei die Einzelfälle zuvor nicht genau gesichtet. Die Beweislast, dass die im Schreiben benannte Forderung die Mannheimer Band nicht betrifft, liegt dennoch bei den Musikern. Hier greift nämlich genau wie bei Veranstaltungen die so genannte GEMA-Vermutung:

"Die GEMA-Vermutung besagt, dass aufgrund des umfassenden Weltrepertoires, über dessen Rechtewahrnehmung die GEMA verfügt, eine tatsächliche Vermutung dafür spricht, dass bei Aufführungen von in- und ausländischer Tanz- und Unterhaltungsmusik Vergütungspflicht besteht. Jeder, der behauptet, dass bei einer Veranstaltung kein Werk des GEMA-Repertoires wiedergegeben wurde, hat hierfür den Beweis zu führen."

Die Indie-Band erhielt nun ein zweites Schreiben, das dies bestätigt: "Da auch bei der Nutzung von Musik auf Internetseiten eine tatsächliche Vermutung (GEMA-Vermutung) dafür spricht, dass zumindest teilweise GEMA-geschütztes Repertoire Verwendung findet, bitten wir noch um ergänzende Angaben." Das neuerliche Schreiben mit Formular in den Anlagen muss von dem Webseitenbetreiber nun ausgefüllt, die Titel der 3 Songs und Komponist/Texter eintragen und dann alles zurück an die GEMA gesendet werden – wodurch dann alles geklärt sein sollte.

Der von der GEMA vorgeschlagene Vertrag für 70€ zzgl. 7% USt pro Jahr und URL richtet sich darüber hinaus nur an Webseitenbetreiber, die "relativ" wenig Musik anbieten (was sich im Rahmen von 10 bis 15 Minuten bewegen dürfte), wie uns ein Sachbearbeiter der Bezirksdirektion Stuttgart telefonisch mitteilte.

Licht ins relative Dunkel der GEMA-Modelle zu bringen, zumindest über die online angebotenen Informationen hinaus, wird zur Zeit auch dadurch erschwert, dass bei der GEMA eine interne Umstrukturierung stattfindet. Laut den Informationen des Sachbearbeiters war bisher München für Belange rund um die (gewerbliche) Nutzung von Musik im Internet zuständig, zukünftig aber werden dies die einzelnen Bezirksdirektionen sein. Dort steht den lokalen Mitarbeitern allerdings die themenspezifische Schulung erst noch bevor, d.h. konkret, dass diese momentan ebenfalls keine näheren Auskünfte geben können. Innerhalb der nächsten 4-8 Wochen soll sich dies jedoch ändern.

Wer seine Musik nicht völlig frei von Rechten ins Internet entlassen will, sollte sich auch mit den Alternativen vertraut machen. Daher findet ihr auf regioactive.de demnächst einen ausführlichen Artikel über Creative Commons.

Eure Meinungen und Erfahrungen über und mit der GEMA könnt ihr über unsere Kommentarfunktion posten (Login erforderlich). Wir freuen uns über rege Beteiligung.

Jutta Leiske
Jutta Leiske: auch der Band meines Sohnes ist so ein Schreiben der GEMA ins Haus geflattert, obwohl diese auch nur eigene Songs zum reinhören auf ihre Homepage gestellt haben...
10.02.2007, 13:02
Dirk Brünner (Geschäftsleitung, Marketing, PR): Hallo Jutta,

es geht weniger um die Frage, ob es sich um die eigenen Songs handelt oder nicht. Vielmehr muss geklärt sein, ob die Songs bei einer Verwertungsgesellschaft wie z. B. die GEMA angemeldet sind oder nicht. Die GEMA geht über die "GEMA-Vermutung" (...) Mehr anzeigen(siehe Artikel) in vielen Fällen davon aus, dass die verwendeten Songs Teil des GEMA-Repertoires sind.
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10.02.2007, 17:17
Jutta Leiske
Jutta Leiske: ja, das ist mir schon klar - es sind eigene, nicht GEMA-angemeldete Songs!
Ich versteh nur nicht, dass die GEMA nicht nachprüfen kann, was bei ihnen gemeldet ist und was nicht...
10.02.2007, 17:39
Dirk Brünner (Geschäftsleitung, Marketing, PR): Das können die. Es ist aber einfacher eine Vermutung aufzustellen und die "Gegenseite" den Beweis erbringen zu lassen. Der eine oder andere wird auch zahlen, obwohl er nicht müsste. Das ist zumindest im Veranstaltungsbereich so. Möchte nicht wissen, (...) Mehr anzeigenwieviel Gastronomen GEMA für Newcomer-Konzerte zahlen, obwohl die Bands gar nicht in der GEMA sind. Interessant ist dann die Frage, wer dieses Geld erhält.
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11.02.2007, 14:25
Big Noise Community
Big Noise Community: Habe auch so ein Schreiben bekommen.
Hab dann bei der Gema angerufen und nachgefragt was das soll, das wir für unsere eigene Mucke auf unserer Website Kohle bezahlen sollen.
Außerdem sei dazu auch noch gesagt das unsere Songs auf der Website über (...) Mehr anzeigendas Potatosystem nur ca. 15sec. lang angespielt bzw. gestreamt werden, so wie es die Gema velangt.
Letzendlich nach langem hin und her kam heraus, das wenn man Gema Mitglied ist (was wir ja sind) und auch gleichzeitig der Betreiber der Page und man auch noch Mituhrheber der Songs auf der Website ist, das man in diesem Jahr (2007) nichts bezahlen muss.
Man wüsste allerdings nicht, wie es im nächsten Jahr aussehe, das wäre in diesem Jahr eben so eine Art Schonfrist und man hat unseren Eintrag dann aus Ihrer Bezahldatei rausgenommen (da bin ich mal gespannt ob da nich doch noch was kommt). Es wird also immer lustiger mit den Gema Jungs, ganz davon abgesehn, das scheinbar das eigene Personal keine Ahnung davon hat was da momentan eigentlich fabriziert wird.
Eben typisch Deutschland und typisch Bürokratie.
In diesem Sinne warten wir es ab, was denen noch so einfällt.

Chris (Garden of Eden / Big Noise Community)
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12.02.2007, 09:19
Inaktiver Benutzer: Der größte Witz ist ja mal, dass die Musiker die kein Gema Mitglied sind beweisen müssen, dass es sich bei ihrer Musik um kein Gema-Pflichtiges Material handelt.
Blödes bsp. aber ähm in unserem Rechtsstaat muss ja auch der Staatsanwalt die schuld (...) Mehr anzeigenbeweisen und nicht der beklagte seine Unschuld und so macht es die Gema.
Für mich ist das Ganz nur Kundenfang!
1. Aus Unwissenheit Mitglied werden
2. Angst vor der Gema

Ich war am Wochenende bei den Pop Open in Stuttgart und hab mir hierzu ein Seminar mal wieder zur Gema engehört.
Die 70 € haben sich auf 100 € erhöht und viele wissen nicht, dass es max. 1.45 min pro Lied sein dürfen.
Ganz sicher bin ich mir nicht mehr bei der Anzahl der Lieder ob es jetzt 3-5 oder 6 waren. Müsste ich nachschauen.
Aber es ist schon der Hammer, dass man für eigenes Material auf der Homepage bezahlen muss aber der "Oberhammer" das man es nicht mal ganz Anbieten kann.
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13.02.2007, 15:38
Inaktiver Benutzer: Dem Chris muss ich noch recht geben wegen der Frist für das Jahr 2007.

Und was noch typisch Gema ist.
Neue "frechheiten" (ich sag bestimmt nicht Gesetze oder Richtlinen dazu) rausbringen und dann die Mitarbeiter erst 8 Wochen später geschult haben. (...) Mehr anzeigen
Würd mich mal interessieren in welchem Unternehmen soetwas in der freien Wirtschaft möglich ist!?

Man o man...

Meine Meinung wenn es nicht unbedingt nötig ist bei der Gema Mitglied zu werden. Würd ich da meine Finger weglassen.

Monopolisten... wobei, darf man ja nicht sagen... man hat ja die frei Wahl ob man Mitglied werden will oder nicht!*lach*
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13.02.2007, 15:43
Inaktiver Benutzer: @ Geralderama
Da bin ich mal gespannt!:) Wäre doch mal super eine gute Alternative zu haben.
Ich habe hierzu mal einen guten Thread bei homerecording.de (darf man Werbung machen?:)) gefunden. Einfach mal die Suchfunktion im Forum benutzen und ihr werdet (...) Mehr anzeigenum einiges schlauer!:)
U. a. ist da auch ein Rechtsanwalt unterwegs der sich mit dem Thema sehr gut auskennt und wirklich gute Tipps geben kann.
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14.02.2007, 11:42
arne hollmann (gallmucke.): es ist doch immer wieder der gleiche mist, obwohl es doch so einfach ist (ups, reim, sorry).

wer gema-mitglied ist, dem werden (so gott will) bei veröffentlichungen, airplay oder live-darbietungen seines programms beiträge ausgeschüttet. gezahlt (...) Mehr anzeigenwerden diese beiträge vom veranstalter oder demjenigen, der die platte auf den markt wird oder eben dem betreiber einer homepage.

die geschichte mit den schreiben an bands, die ihre eigenen songs veröffentlichen, ist ein ziemlich alter hut. bei der letzten welle vor summarum einem jahr sagte man mir bei der gema, ich solle eine formlose mail an die zentrale schicken, in der ich titel und komponisten der einzelnen stücke aufzähle, "um missverständnisse zu vermeiden". wenn du also einen song namens "feel" auf deine seite stellst, denkt die gema: aha, robbie williams. dass jeder halbwegs vernünftige mp3-player mehr informationen zu einem track speichern kann, ist die andere seite.

das problem ist nur: die sind im recht. weil sie's ja selbst machen. also am besten: spielregeln einhalten, runterschlucken.

ps: creative commons, gema, hin oder her - mit den urheberrechten hat beides nichts zu tun. die einzige möglichkeit, sich gegen ideenklau zu rüsten: alles aufnehmen, per einschreiben an sich selbst schicken und paket ungeöffnet gut verstauen. im zweifelsfall gilt der poststempel. die gema hilft euch in solchen fällen nicht, die kümmert sich nur um verwertungs-, nicht aber um urheberrechte.
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19.02.2007, 16:43
Inaktiver Benutzer: gallmucke schrieb "das Problem ist nur: die sind im recht. weil sie's ja selbst machen. also am besten: spielregeln einhalten, runterschlucken."

Ähm warum sollen die recht haben? Kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wenn jemand kein Gema-Mitglied ist (...) Mehr anzeigenund mit denen auch sonst nichts am Hut hat (Vertrag zwischen Künstler und Gema) warum soll er dann die Spielregeln von denen einhalten?

Überleg dir mal du bekommst einen Brief von VW und die sagen sie Fahren einen VW Golf. Bitte weisen sie uns nach, dass sie der rechtmäßige Eigentümer dieses VW Golf sind, da wir über 25.000.000 weiter VW Golf haben und wir nicht wissen ob es sich um Golf handelt oder einen von uns.
Könnte doch eigentlich auch ein Golf aus dem VW Werk in Wolfsburg sein oder von einem anderen Kunden!?

Mal Spaß bei Seite aber an dem Beispiel siehst du mal wie wir uns einschränken lassen.
Die Gema ist einfach dreist und hofft auf Unwissenheit der "Kunden".

gallmucke schrieb „alles aufnehmen, per einschreiben an sich selbst schicken und paket ungeöffnet gut verstauen. im zweifelsfall gilt der poststempel.“

Dies ist leider ein Märchen, dass im Internet sehr verbreitet ist.
Ein einfaches Beispiel warum dies nicht geht.
Mal angenommen du hast dir vor 10 Jahren eine leeres Päckchen selbst geschickt (nicht zugeklebt sondern nur den Klebestreifen nach innen geklappt).
Das Päckchen kommt bei dir an und ein Poststempel wäre auch drauf. Jetzt nimmst du z. B. noch einen aktuellen Mega-Hit auf, packst noch den Text und die Noten dazu und sagst „ey das ist meine Mucke“.
Bin selbst kein Jurist, jedoch habe ich diese Auskunft von einem Anwalt, der sich auf dieses Recht spezialisiert hat. Dieser hat im Alltag schon öfters Leute vertreten die diese Postaktion probiert haben und auf die Schnauze gefallen sind.
Bitte gebt diese Nachricht weiter sobald ihr wieder diese „Lüge“ seht.
Es gibt bestimmt einige Bands die sich darauf verlassen und dies könnte nachher für die Band einen Nachteil haben.
Vielleicht wäre dies ja auch mal etwas für die regioactive.de-News!?
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22.02.2007, 11:06
arne hollmann (gallmucke.): ...die einschreiben-geschichte ist sicher richtig, wenn du sie so siehst. du kannst das ganze auch notariell beglaubigen lassen oder es gleich bei deinem notar in den safe legen. worauf ich eigentlich hinaus wollte ist allerdings, dass dir weder gema (...) Mehr anzeigennoch creative commons deine urheberrechte sichern.

zu deinem ersten punkt: ich will die "wir machen es uns mal ganz leicht"-methoden der gema nicht verteidigen. aber ich (und ich glaube, viele andere hier auch nicht) haben weder zeit, geld noch sonst irgendwie lust, sich einen anwalt zu nehmen. das problem ist doch einfach: wenn der brief kommt, hast du keine möglichkeit, das auszusitzen. du stehst in der pflicht (wie gesagt: die machen die regeln selbst). ich kann den gegenvergleich heranziehen: wenn dich der kaufhausdetektiv mit einem rasierapparat greift, solltest du beweisen können, dass es deiner ist.

nicht, dass ich das gut finden würde. allerdings habe ich, seit ich dem laden mitgeteilt habe, dass meine musik auch mir gehört, meine ruhe. und ich bin der meinung, das wollen die meisten hier.
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22.02.2007, 12:20
Inaktiver Benutzer: Also ich würde gerne mal wissen, was passieren würde wenn man nicht auf ihren Brief antwortet. Solange dies nur eine interne Regel (Werbeaktion in meinen Augen) kann ja nichts passieren. Gibt es hierzu einen Gesetzestext o. ä.?

Bring ich mal wieder (...) Mehr anzeigenein Gegenbeispiel!:)
Dir schreibt Firma X eine Rechnung und besteht auf bezahlung... Was machst du? Wirst dir wohl einen Anwalt nehmen oder!? Es gibt ja auch Verbraucherschutzzentralen etc. Man sollte hier mal wirklich nachfragen.
Habe mich leider mit diesem Brief selbst noch nicht beschäftigt. Gibt es vielleicht irgendwo mal eine Kopie? Online?
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22.02.2007, 15:16
Serhat Burak
Serhat Burak (Ich helfe den Backstage PRO Seite machen bei Elektrik Pony Cup): den ursprünglichen GEMA-Brief meinst du? Auf unserer Webseite feromon.de gibt es ein pdf.
22.02.2007, 16:10
arne hollmann (gallmucke.): ...gerade gestern den hilferuf eines kumpels erhalten, der post von der gema hatte. allerdings hatte der auch tatsächlich coverversionen auf seiner seite, der arme. ich schau mal nach ner kopie. hab mein magazin eh noch nicht voll und recherchiere mal (...) Mehr anzeigenselber ein wenig...

zum neuen gegenbeispiel: wenn mir jemand eine rechnung für etwas stellt, was ich nicht gekauft habe, nehme ich einen anwalt und der bringt: den gegenbeweis :-)
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22.02.2007, 16:29
arne hollmann (gallmucke.): zeitgleich gepostet...

die gema-vermutung stützt sich übrigens auf §10 des urhebergesetzes und das sagt:

"(1) Wer auf den Vervielfältigungsstücken eines erschienenen Werkes oder auf dem Original eines Werkes der bildenden Künste in der üblichen (...) Mehr anzeigenWeise als Urheber bezeichnet ist, wird bis zum Beweis des Gegenteils als Urheber des Werkes angesehen; dies gilt auch für eine Bezeichnung, die als Deckname oder Künstlerzeichen des Urhebers bekannt ist."

die gema weitet das entsprechend aus oder - je nach sichtweise - nimmt es wörtlich. vom gesetzgeber wird der gema auf grund ihres riesigen repertoires die vermutungsregelung in angemessenem maße zugesprochen. schön dehnbar - das heißt nämlich im klartext, dass pauschal vermutet wird, dass überall, wo musik gespielt wird, auch lizenzen zu erwerben sind. damit als grundlage steht jeder, der in irgendeiner weise musik veröffentlicht, in der beweispflicht. aus dem grunde wirft auch kein presswerk die maschinen an, bevor es nicht eine bestätigung der gema in der hand hält, dass diese das zur kenntnis genommen hat.

ob das jetzt in unseren nicht-mitglieder-augen gerecht ist oder nicht - sie haben eine rechtsgrundlage.
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22.02.2007, 17:29
Inaktiver Benutzer: Ja die Bestätigung von der Gema brauchst du doch immer im Presswerk egal ob Gema-Mitglied oder nicht.
Da wird ja das Ganze schon geprüft!? Warum dann noch mal?
Oder geht es jetzt rein um Lieder dir nur Online stehen und noch nicht geprüft wurden?
(...) Mehr anzeigen
Egal wie man es sieht, ich finde es trotzdem eine riesen Frechheit. Einfach mal die Beweislast umdrehen...
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23.02.2007, 10:45
Dirk Brünner (Geschäftsleitung, Marketing, PR): hier nun der Artikel über creative commons: www.regioactive.de...ons.html

ist die CC-Lizenzierung eine echte Alternative? Viel Spaß beim Diskutieren.
23.02.2007, 15:06
Romano
Romano (Gitarrist bei Garden of Eden): Als ich bleib mal gannnnzzzzzzzz gelassen und chill erstmal, hab mich schon genug aufgeregt wegen der Gema!
Hab jetzt auch dieses 2. Schreiben bekommen aber die bekommen von mir garnix zurückgeschickt. In unserem Fall bezieht sich dass Schreiben sogar (...) Mehr anzeigenauf eine andere Webseite die unsere Musik verlinkt hatte! Wenn die erste Mahnung kommt melde ich mich wieder.
Respawn inc.
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24.02.2007, 15:02
Inaktiver Benutzer: YEAH!:)

Find ich gut!
Halt mich auf jeden Fall auf dem laufenden.
24.02.2007, 20:31
regioactive.de Benutzer: Für ein "demokratisches" Land haben wir eine sehr seltsame Rechtsprechung!!!

Es ist eine Aufgabe der Politik auch für die Musiker eine Rechtsgrundlage zu schaffen, die keine Lust haben mit solche Institutionen zusammen zu arbeiten. Einen Musiker unter (...) Mehr anzeigenGeneralverdacht einer Rechteverletzung zu stellen ist Diskriminierung wie sie im Buche steht!
Weniger anzeigen
20.06.2011, 16:42

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