Zusammenhalt in schweren Zeiten
Waldbrände in Los Angeles: So sehr betreffen die Feuer die Musikindustrie
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© Chris Karidis via Unsplash
Besonders im Fokus steht aktuell das Major-Label Universal. CEO Lucian Grainge meldet sich in einem Brief an die Mitarbeiter*innen, in dem er nicht nur sein Beileid, sondern auch seine Unterstützung ausspricht.
Mindestens 50 Mitarbeiter*innen der Universal Music Group (UMG) verloren durch die Brände ihr Zuhause. Grainge kündigte an, eine Gruppe zusammenzurufen, die gemeinsam nach Lösungen sucht und die Betroffenen unterstützen soll.
Feuer beeinflussen die Grammys
Aufgrund der Brände hat UMG außerdem alle Events für die anstehende Grammy-Woche abgesagt. Die Ressourcen sollen stattdessen genutzt werden, um Betroffenen zu helfen. Auch das UMG-"Artist Showcase", das in der Grammy-Woche normalerweise exklusive Performances von UMG-Künstler*innen zeigt, wird nicht stattfinden.
Die Grammy-Zeremonie selbst wird dennoch unter besonderen Sicherheitsmaßnahmen fast wie gewohnt ablaufen. Die Show soll dieses Jahr allerdings besonders dazu dienen, weitere Spenden zu sammeln und die Helfer*innen zu ehren.
Update: Inzwischen haben zahlreiche weitere Unternehmen und Organisationen der Musikindustrie beschlossen, ihre geplanten Veranstaltungen aufgrund der Brände abzusagen – darunter BMG, Sony Music, Warner Music und Luminate.
Auch The Weeknd sagt Show ab
Der Sänger wollte sein neues Album "Hurry Up Tomorrow" eigentlich am 24. Januar veröffentlichen. Aufgrund der aktuellen Situation verschiebt er den Release nun um eine Woche nach hinten.
Auch die Release-Show, die für den 25. Januar geplant war, sagt The Weeknd aus Respekt ab.
Musiker*innen sind auch betroffen
Chris Shiflett, Gittarist der Foo Fighters, Madlib, Fat Tony – das sind nur drei der über 200 Künstler*innen, die von den Bränden betroffen sind.
Produzent Madlib erklärt in seiner Spendenkampagne, dass durch die Feuer nicht nur sein Haus, sondern auch "Jahrzehnte an Musik" ("decades of music") verloren gegangen sind.
Unterstützung für Musikschaffende kommt unter anderem von der Guitar Center Music Foundation, einer unabhängigen Organisation, die beispielsweise musikalische Bildung finanziell bezuschusst.
Auf Instagram teilte die Foundation mit, dass sie Betroffenen dabei helfen werden, durch das Feuer verlorene Instrumente zu ersetzen. Das Programm gilt nicht nur für Musiker*innen, sondern auch für musikalische Bildungs- und Therapieprogramme mit Sitz in LA.
"FireAid"-Benefizkonzert
Obwohl einige Veranstaltungen abgesagt wurden, sorgten die Brände auch für die Organisation neuer Konzerte. So plant Live Nation ein Benefizkonzert, das unter dem Namen "FireAid" am 30. Januar stattfinden und Hilfsgelder sammeln soll.
Musikszene unterstützt
Aus der Musikszene kommt auch von Künstler*innen und verschiedenen weiteren Organisationen viel Unterstützung – nicht nur für andere Artists, sondern für alle Betroffenen.
Die Wohltätigkeitsorganisation der Sängerin Beyoncé spendet beispielsweise 2,5 Millionen US-Dollar und auch die Stiftung der Band Metallica möchte mit 500.000 US-Dollar helfen.
Die Warner Music Group kündigt eine weitere Millionen Dollar an. Auch MusiCares, die gemeinnützige Organisation, die von der Recording Academy (der Organisation hinter den Grammy Awards) ins Leben gerufen wurde, spendet über zwei Millionen Dollar.
Die Gelder sollen beispielsweise dabei helfen, die zerstörte Infrastruktur wieder aufzubauen und betroffenen Menschen medizinische und psychische Unterstützung gewährleisten zu können.
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veröffentlicht am 07.02.2025