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"Don’t touch me now"

10 Tipps für einen guten Soundcheck

News von Musikhaus Thomann
veröffentlicht am 30.11.2017 | Gesponserter Inhalt

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10 Tipps für einen guten Soundcheck

Soundcheck. © sarahdoow / 123RF

Beim Soundcheck gibt es mindestens zwei verschiedene Perspektiven: die des FOH-Tontechnikers und die der Musiker on stage. Ideale Ergebnisse gibt es dann, wenn beide Seiten vernünftig und auf menschlicher Augenhöhe zusammenarbeiten. Damit der Gegenpart seine Aufgaben optimal erledigen kann, sollte man sich an ein paar Regeln halten.

Unser Autor Dominic hat als E-Gitarrist einer Alternative-Rockband etliche Clubs im deutschsprachigen Raum unsicher gemacht (die wenigsten davon mussten anschließend zu machen). Mit seiner Unplugged-Band steht er auch heute noch regelmäßig auf der Bühne.

Dominic arbeitet für das Musikhaus Thomann und hat sich für diesen Artikel genau angeschaut, was ihr als Band tun könnt, um dem Soundmann die Arbeit zu erleichtern!

1. Fehlerquellen zu Hause lassen

Ein immer wieder leidiges Thema sind die sogenannten "mitgebrachten" Fehler. Die Backline sollte auf knisternde Kabel und sonstige Schwachstellen kontrolliert sein. Und das, bevor der eigentliche Soundcheck überhaupt beginnt, also am besten zu Hause. Fehlerquellen zu lokalisieren und auszumerzen, kostet unnötig Zeit. Die habt weder ihr noch der FOHler.

2. Ohne Pünktlichkeit geht gar nix

Üblicherweise steht euch nur ein sehr enges Zeitfenster zur Verfügung. Vor allem bei Venues, bei denen mehrere Bands auftreten. Wie lange es dauert, bis der perfekte Sound steht, könnt ihr aber nicht voraussagen. Umso wichtiger, dass alle Bandmitglieder auf die Minute genau an ihrem Platz stehen. Zeit, die ihr am Anfang verschenkt, könnte euch am Ende schmerzhaft fehlen.

3. Reihenfolge einhalten und schweigen

Logo, dass nicht alle Instrumente auf einmal eingepegelt werden können. Während sich der Mischer einem Instrument nach dem anderen widmet, sind alle anderen Protagonisten stumm. Kein Geklimper oder Geklapper von unruhiger werdenden Musikern. Unangebracht ist es auch, mit gelangweilter Mimik zu signalisieren, dass man vom zehnminütigen Basskick langsam genervt ist.

4. Geeignetes "Material" für den Mann am Pult

Vorbereitet sein ist das Maß aller Dinge, sowohl für den Einzelsoundcheck als auch für den Komplettmix. Der Soundmensch ist auf livetaugliches "Material" angewiesen. Das will sagen: Ihr säuselt nicht unverständlich ins Mikro, sondern singt mit verständlicher Live-Pegel-Lautstärke. Das macht ihr mit einer passenden Gesangsphrase, die euren Tonumfang abbildet. Das Gleiche gilt für die Instrumente und auch den Song, den die die Band nach der Einzeltour nicht aus-, sondern anspielt (!).

5. Blickkontakt halten

Wer gerade an der Reihe ist, hält sinnvollerweise Blickkontakt zum Tontechniker. Die stimmige Kommunikation ist jetzt elementar, und die geschieht zu einem großen Teil nonverbal, während du spielst. Die FOHs sind es gewohnt, auf Blicke und Handzeichen zu reagieren. Dasselbe Prinzip gilt auch umgekehrt. So geht’s einfach schneller.

6. Feedbackschleifen vermeiden

Die Live-Referenzlautstärke bedeutet nicht, dass jeder so laut wie möglich spielen und die Amps voll aufreißen soll. Für die Eigenkontrolle müsst ihr euch vernünftig hören. Zugleich lautet die Anforderung aber, die Lautstärke möglichst gering ausfallen zu lassen, damit keine Feedbackschleifen über die Mikros und Monitore entstehen. Also bitte so, wie es beim anschließenden Gig auch sein soll.

7. Schlanke Anweisungen

Dem Tontechniker könnt ihr eine Liste mit Sound-Wünschen und Anweisungen bzw. Abläufen des Auftritts zukommen lassen. Dankbar wird er dafür sein, wenn die wirklich kurz und knapp gehalten ist. Alles was hier künstlich aufgebläht ist, sorgt eher für Nichtbeachtung. Er kann (und will) keine literarischen Konzepte studieren. Nur was schlank gehalten ist, lässt sich umsetzen.

8. Soundcheck ist keine Probe

Wenn wirklich noch mal was geübt werden muss, ist der Soundcheck dafür die denkbar ungeeignetste Situation. Hier geht’s um elementare Einstellungen der Pegel, des Frequenzspektrums, der Effekte und mehr. Ein kompletter Song hilft dem Tontechniker nicht im Geringsten. Sollte das Proben eines Parts dringend nötig sein, fragt lieber, ob hinterher noch ein Augenblick zur Verfügung steht.

9. Mit Freundlichkeit geht weitaus mehr

Und dabei wären wir auch bei einem der wichtigen Aspekte überhaupt angelangt: der Sympathie. Denkt daran, dass euch ein Mensch und keine Maschine gegenübersitzt. Begegnet ihm höflich und freundlich und vor allem ohne deplatziert hierarchische Überschätzung. Ideal, wenn ihr euch zunächst selber vorstellt und den Techniker auch mit seinem Namen ansprecht. Die persönliche Ebene ist immer die beste für perfekte Ergebnisse.

10. Finger weg!

Alles eingestellt, das Resultat steht. Vermutlich musste jeder den einen oder anderen Kompromiss machen. Der Reiz liegt nahe, anschließend noch am eigenen Setup rumzufummeln. Bloß nicht. Du darfst dein Instrument allenfalls noch stimmen. Alles andere könnte das Gesamtergebnis zerstören. Oder um es mit den Worten von Freddy Mercury zu sagen: "Don’t touch me now".

Habt  ihr noch Tipps? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

 

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