Das "Popländ"
Baden-Württemberg fördert Popkultur 2025/2026 mit zwei Millionen Euro
© Wendy Wei
Im Rahmen des sogenannten Dialog Popkultur diskutierten Akteure der Musikbranche von Mai 2023 bis Mai 2024 unter dem Stichwort Popländ über Herausforderungen und Bedürfnisse der Popkulturbranche.
Verbesserte Rahmenbedingungen
Popländ-Berater Udo Dahmen, bis 2023 Geschäftsführer der Popakademie Baden-Württemberg erklärt, Baden-Württemberg müsse die Rahmenbedingungen für Popmusik, um seine Rolle "als Vorreiter der populären Musik in Deutschland zu stärken und Musikschaffende wie Veranstaltende im Land zu halten".
Die Beteiligten arbeiteten sieben konkrete Handlungsfelder aus, denen die Fördergelder zugute kommen sollen. Diese lauten: Das Machen fördern, Netzwerke stärken, Popkultur sichtbar machen, Know-how erweitern, Fair P(l)ay, Pop überall und Pop im Labor. Nähere Informationen finden sich im Abschlussbericht.
Konkrete Maßnahmen
Mit den im Doppelhaushalt 2025/26 vorgesehenen zwei Millionen Euro sollen folgende Projekte umgesetzt werden:
- Ein Förderprogramm für Künstlerinnen und Künstler, Veranstaltende sowie Projekte in den Bereichen Demokratieförderung, Nachhaltigkeit, Diversität und Awareness unter besonderer Berücksichtigung ländlicher Regionen
- Die Weiterentwicklung der (über-)regionalen Fördernetzwerke, insbesondere der Popbüros und des RegioNet-Programms der Popakademie Baden-Württemberg
- Die Sicherung der Festival-Konferenz About Pop in Stuttgart als Netzwerktreffpunkt und Leuchtturm für Baden-Württemberg und Süddeutschland
- Die Vergabe eines neuen Förderpreises Pop als landesweit sichtbare Auszeichnung
- Die Unterstützung der Popakademie Baden-Württemberg bei ihrer praktischen und/oder theoretischen Forschung zum Thema "Künstliche Intelligenz und Pop"
Kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung
In der Meldung des Landes heißt es, Popkulturförderung stärke junge Menschen, denn die Popkultur besitze für sie besondere Bedeutung. Kunststaatssekretär Arne Braun erklärt, es sei die Aufgabe der Landespolitik, "jungen Menschen zu zeigen, dass auch sie mit ihren Themen und Kulturformen an- und wahrgenommen werden."
Weiter bedeute die Förderung von Pop auch eine Förderung der Wirtschaft, da die Branche nicht nur kulturelle, sondern auch wirtschaftliche Bedeutung besitzt. Nachdem die Kulturbranche während der Corona-Krise stark zu kämpfen hatte, wird die Popmusikbranche 2025 voraussichtlich das Umsatzniveau der Vor-Pandemie-Zeiten erreichen.
Zudem seien popkulturelle Angebote wichtige Standortfaktoren: Liveclubs machten Städte attraktiver und Festivals oder große Konzerte kurbelten den Tourismus an.
Popmusik sichtbar machen
Ministerpräsident Winfried Kretschmann erklärt dazu:
"Mit den vorgesehenen POPLÄND-Maßnahmen wollen wir auch die Populärkultur noch stärker in den Fokus nehmen und die junge Perspektive in unserer Kulturpolitik berücksichtigen. Wir wollen die Szene stärker untereinander vernetzen und ihre Musik im Land noch sichtbarer machen."
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