"0 Dollar für Musikrechte"
Budweiser erntet scharfe Kritik für unlizenzierte Musiknutzung in Werbekampagne
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© Generiert mit OpenAI
In der sogenannten "One Second Ads"-Kampagne des belgisch-amerikanischen Bierherstellers, die auf TikTok in Brasilien lief, sind kurze, einsekündige Ausschnitte aus berühmten Hits unter anderem von The Beatles, Queen, Beyoncé, Kendrick Lamar und den Foo Fighters zu hören.
Doch das Unternehmen hat dafür keine Lizenzen eingeholt und dementsprechend auch nichts für Musikrechte ausgegeben. Aber damit nicht genug. Anheuser-Busch InBev brüstete sich sogar in einem inzwischen gelöschen Video mit diesem Umstand.
Mythos der einen Sekunde
Als Begründung der fehlenden Lizenzzahlungen erklärt die federführende Agentur Africa Creative DDB aus Sao Paulo in Brasilien, dass sie ja nur eine Sekunde der jeweiligen Songs verwendet hätten.
Doch die sogenannte "Ein-Sekunden-Regel", nach der man für eine Sekunde eines Songs keine Lizenzgebühren bezahlen muss, ist nach Richard Kirstein von Resilient Music ein Mythos. Auch im brasilianischen Recht existiert keine solche Ausnahmeregelung.
Scharfe Kritik
Während das Unternehmen zwar für die "One Second Ads"-Kampagne beim Cannes Lions International Festival of Creativity im Bereich "Audio and Radio" die höchste Auszeichnung für den Einsatz von Musik erhielt, ist sie vonseiten der Musikindustrie starker Kritik ausgesetzt.
Shez Mehra, die Partnerin und Marketingleiterin von Audio Branding, prangert in einem LinkedIn-Post die Doppelmoral des Unternehmens an, da AB InBev bei eigenen Logos eine "Ein-Sekunden-Regel" bei der Verwendung durch andere Firmen nicht akzeptieren würde.
Inzwischen hat sich das Unternehmen in einem Statement gegenüber Ad Age für die "One Second Ads"-Kampagne entschuldigt: "Wir haben eine lange Tradition in der Unterstützung von Musikern, Festivals und Veranstaltungen. Es tut uns leid und wir arbeiten an der Lösung des Problems."
Ähnlicher Vorfall mit DSW
Für einen ähnlichen Vorfall sorgte jüngst das Designer Shoe Warehouse. Es verklagte Warner Music, da DSW Musik auf TikTok für kommerzielle Zwecke benutzen, dafür aber keine Lizenzgebühren zahlen wollte.
DSW ist der Meinung, dass Labels die Unternehmen zu ungerechtfertigten Zahlungen zwingen wollen, obwohl Labels erlaubt haben, dass ihre Musik auf Social Media genutzt werden darf. Die Labels hätten jedoch nicht klargestellt, dass dies nicht für Unternehmen gilt.
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